Bundestagsabgeordneter reagiert auf Vorwurf der Unwahrheit

Wir erinnern uns: Bei seiner Rede im Deutschen Bundestag (232. Sitzung am 22.03.13) äusserte sich der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel (DIE LINKE) dahingehend, dass der BSSB eine Energiebegrenzung bei Sportwaffen vorgeschlagen hätte. Daraufhin wurde eigeninitiativ von aufmerksamen Zuhörern eine Anfrage an den BSSB gerichtet, deren Antwort die Aussagen des Herrn Abgeordneten – gelinde gesagt – etwas fragwürdig erscheinen lassen.

Mit dieser Aussage des Schützenverbandes konfrontiert, versuchte Herr Tempel auf seiner Facebookseite bisher nur ausweichend die empörten Fragesteller zu beruhigen. Selbst mit Hilfe von Sympathisanten gelang es ihm nicht, die Besucher seiner Facebookpräsenz zu überzeugen. Die ideologisch rot-grün gefärbten Phrasen perlten an der Forderung der Leser nach Aufklärung ab, wie die Regentropfen an einer frisch eingeölten AK-47.

Ein anderer engagierter Waffenbesitzer stellte Herrn Tempel danach offiziell auf der Plattform abgeordnetenwatch.de die Frage, warum er die Unwahrheit gesagt hätte. Nun ist eine Antwort eingetroffen – wir nehmen an, dass die Formulierung dieser Antwort einige Zeit in Anspruch genommen hat. Verständlich, denn Punkt 1 und 2 seiner Zusagen klingen nach sehr gut verpackten Widerrufen bzw. Korrekturen.

Ich kann ihnen folgendes zusagen:

  1. Ich werde im Zusammenhang mit dem benannten Vorschlag die bayerischen Sportschützen nicht mehr erwähnen.
  2. Auf meiner Homepage wird ein Hinweis erscheinen, dass es zu jenen mündlichen Gesprächen in München offensichtlich zwei völlig verschiedene Erinnerungen gibt, aufgrund dessen die in meiner Rede erwähnte Idee der Begrenzung der Geschossenergie fortan als meine eigene Idee fortgeführt wird (technische Beratung werde ich auch bei Waffengegnern zu finden wissen).
  3. Ich werde diese Antwort an die zuständigen Abgeordneten der anderen Parteien zur Kenntnis weiter leiten.
  4. Ich werde meine Kooperationsbereitschaft mit den Schützenverbänden überprüfen. Ich habe bei jenem Gespräch leider nur Fakten notiert und konnte nicht wissen, dass ich in diesem Fall genau hätte aufschreiben müssen, wer was gesagt hat. Es ist mir eine Lehre bei der Auswahl meiner Gesprächspartner. Ich weiß nun, wie man mit Befürwortern eines strengeren Waffenrechts umgeht.
  5. Ich werde in Zukunft intensiver an Überlegungen zu mehr Sicherheit durch weniger Waffen arbeiten.

Man beachte, dass Herr Tempel durch die Aussage Punkt 5 wie ein kleines Kind reagiert, welches man beim Naschen ertappt hat! Zeigt aber, was man von ihm in Zukunft erwarten kann – eine ziemlich deutliche Kampfansage! Aber die Grundaussage Herrn Tempels ist: Ich habe nicht gelogen – es existieren bloss unterschiedliche Wahrnehmungen bzw. Erinnerungen an diesen Tag in München.

Ich habe folgende Wahrnehmung der Ereignisse:
Neben der Besichtigung der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück wurden auch Themen der Sicherheit, der Munition und der korrekten Lagerung von Waffen angesprochen. Es handelte sich hierbei um ein sehr offenes und informatives Gespräch.

Aber folgendenen Seitenhieb konnte sich Herr Tempel nicht ersparen – vielleicht sollte man von ihm ja die Nennung dieser Vereine verlangen, wenn er doch genau weiss, dass es diese auch gibt. Der entsprechende Verband kann dies ja prüfen und die Vereine zur Rechenschaft ziehen bzw. aus dem Verband werfen.

Weiterhin wurde darüber diskutiert, inwieweit seriöses Sportschießen vom wilden Ballern (es gibt leider auch Schützenvereine, in denen der Sport nur ein Vorwand ist) angemessener gesetzlich abgegrenzt werden kann.

Oder gibt es hier auch wieder nur verschiedene Wahrnehmungen des Begriffes Ballern?

Anm. d.Verf.: Entschuldigung, Herr Tempel, für die Nutzung der AK-47 im zweiten Absatz – dieses Bildnis war zu verlockend. Ich habe die Kalaschnikow gewählt, weil Ihnen als ehemaliger Offiziersschüler der NVA-Grenztruppen diese Waffe vielleicht eher ein Begriff ist, als ein OA-15.

Quelle/Autor: Thomas Richter, www.legalwaffenbesitzer.de

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