Polizei Köln gelingt Schlag gegen internationalen Drogen- und Waffenschieberring

Wie die Polizei Köln heute bekannt gab, konnten Ermittler einen international agierenden Drogen- und Waffenschieberring zerschlagen. In einer groß angelegten Razzia gelang es den Einheiten der Polizei 1 Kilo Kokain, 15.000 € Bargeld und eine Schusswaffe zu beschlagnahmen. Einer der Beschuldigten gab zu, im letzten Jahr etwa 100 illegale Schusswaffen von Bosnien-Herzegowina nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Über einen als Gaststätte getarnten Umschlagplatz wurden die Waffen und Drogen in Verkehr gebracht. Warum schreiben wir darüber? Das ist einfach zu beantworten: Weil sonst niemand darüber berichtet und weil wir schon lange vor illegalen Schusswaffen aus den Balkanstaaten warnen, dies von unseren Diskussionspartner jedoch oft als Unsinn abgetan oder ignoriert wird. Warum ist das so? In den Medien finden sich fast ausschließlich Berichte zu Vorfällen mit legal besessenen Schusswaffen, da diese Ereignisse sehr selten sind und somit einen hohen Nachrichtenwert besitzen. Vorfälle mit illegalen Schusswaffen geschehen alle paar Tage, die Presse würde nicht mehr nachkommen, wollte sie darüber berichten. Selbst über diesen spektakulären Schlag der Polizei gegen die Waffen- und Drogenkriminalität in Köln wird wohl keines der großen Blätter berichten. Kein Mensch wird erfahren, wie problematisch der illegale Besitz von Schusswaffen wirklich ist und wie viele illegale Schusswaffen in Deutschland inzwischen im Umlauf und in den Händen von Kriminellen sind. Durch den Mechanismus der Nachrichtenwertumkehr werden bei den Medienkonsumenten irrationale Ängste vor legalem Waffenbesitz erzeugt, da die Nachrichtenrelevanz sich nicht an Fallzahlen orientiert, sondern am Gesprächswert eines Ereignisses.

Der Gesprächswert einer Information hat heute Vorrang vor dem klassischen Nachrichtenwert. Dr. Thomas Leif, Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland, Abschlussbericht für netzwerk recherche e.V., April 2007

Durch diese Form der selektiven Berichterstattung können die Medien leider nur ein Zerrbild der Realität wiedergeben, was die Meinungsbildung der Öffentlichkeit bei bestimmten Themen stark negativ beeinträchtigen kann. Dies betrifft nicht nur den legalen Besitz von Schusswaffen, auch andere kontroverse Themen, die ein spezielles Fachwissen, oder persönliche Erfahrungen bedingen sind davon betroffen. Das sind die Gründe, warum über den heutigen Ermittlungserfolg der Kölner Polizei und auch über den illegalen Besitz von Schusswaffen kaum berichtet wird: Es ist zu leider viel zu alltäglich.

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