Zum Thema Airsoft: Unsere Helden der Bundespolizei

Wir können von Glück reden, dass es die Bundespolizei gibt. Denn ohne diese Bundesbehörde wäre Deutschland vom gemeinen Franzosen sicherlich schon dem Erdboden gleichgemacht worden, wenn wir diesem Bericht aus der Oberpfalz glauben dürfen. Gleich mit vier Sturmgewehren und einer Pistole planten drei heimtückische Franzmänner aus Toulon Deutschland in die Knie zu zwingen. Auch eine Rauchbombe war im Spiel. Terroristische Aktionen wollen schließlich gut vernebelt sein. So vernebelt wie die Hirne der Politiker, die sich unser Waffengesetz ausgedacht haben. Und genau damit hatte das französische Terrortrio (BILD berichtete) nicht gerechnet: Dem deutschen Waffengesetz. Und dessen gnadenlose Durchsetzung durch die Bundespolizei.

Aber mal ernst. Was ist da denn nun genau passiert?

Nun, da sind drei Franzosen mit ihren Airsoft-Waffen zu einem Airsoft-Match nach Tschechien gefahren, haben da vermutlich viel Spaß gehabt und wollten nach dem Event wieder nach Hause. Dummerweise liegt Deutschland auf ihrem Weg und laut deutschem Waffengesetz müssen Airsoft-Waffen, genau wie Druckluftwaffen, eine entsprechende Markierung, das “F im Fünfeck” aufweisen. Da es diese Regelung in Frankreich, wie auch im übrigen Europa nicht gibt (warum auch?), fehlt diese Markierung logischerweise auf den in Frankreich gekauften Waffen.

Dumm ist das nur, wenn ausländische Besitzer von Airsoft-Waffen ohne “F im Fünfeck” von Polizeibeamten kontrolliert werden, die aus einer ziemlich kleinen Mücke einen großen Elefanten machen, damit die Presse das als Erfolg feiert und über die “Hobby-Krieger” und “Freizeitkämpfer” herziehen kann. Das die Pressevertreter (oder die Beamten?) dann auch noch zu uninformiert sind Paintball und Airsoft zu unterscheiden… geschenkt! Wir kennen es ja nicht anders.

Um es ganz klar zu sagen: Es ging hier um Airsoft-Waffen. Also im Grunde hoch technisierte Erbsenpistolen. Und sicherlich war das Handeln der Bundespolizei rechtens, denn die drei französischen Spieler hätten die Durchfuhr mit Waffen offiziell anmelden müssen. Die Frage die wir uns bei der Durchsetzung von Gesetzen aber immer stellen müssen, lautet:

Hat das Handeln der Bundespolizei irgendeinen Mehrwert für unsere Gesellschaft gehabt, oder war die Aktion irgendwie der inneren Sicherheit dienlich?

So lange ich auch darüber nachdenke, ich komme immer wieder zu einer eindeutigen Antwort:

Nein! Es handelte sich schlichtweg um “Papercrime“. Die Verfolgung von “Papercrimes” bindet Ressourcen und verhindert so eine effektive Strafverfolgung von echten Verbrechen.

Warum muss man Durchreisenden das Leben schwer machen? Um zu beweisen, dass die deutsche Bürokratie noch schlimmer ist, als eh schon vermutet wird? Auch an der Schweizer Grenze gibt es regelmäßig solche Probleme, wenn Schweizer mit ihren freien Waffen nach Deutschland einreisen wollen. In einem Wirtschaftsunternehmen würde solches Verhalten eines Mitarbeiters als geschäftsschädigend bezeichnet.

Die drei Franzosen werden in Deutschland jedenfalls bestimmt nie wieder Urlaub machen. Wer will es ihnen verübeln: Knarren weg, und eine Anzeige an der Backe.

Die Bürokratie ist es, an der wir alle kranken.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck

Ganz ehrlich? Ich hätte einfach mal fünfe gerade sein und die einfach weiterfahren lassen. Was sollen drei Franzosen mit Airsoft-Waffen denn auch bitte anstellen?

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6 Gedanken zu “Zum Thema Airsoft: Unsere Helden der Bundespolizei

  1. Ganz meine Meinung.
    Ich selber betreibe diesen sport auch, Und ich finde es immer wieder witzlos als Verbrecher angesehen zu werden nur wenn man sagt man spiele airsoft.
    Es ist seid mehreren Jahren ein anerkannter sport der nicht nur bei uns betrieben wird.
    Es gibt sicherlich auch schwarze Schafe! sei es der kleine Junge mit 14 der meint das ding mit in die schule zu nehmen, oder die jenigen die ganz bewusst damit Mist bauen.

    Genau das wie in deinem Bericht macht es den professionellen Spielern immer schwerer dieses hoppy noch mit Freude zu betreiben!

    Paintball darf auch legal ohne wirkliche Probleme betrieben werden und warum?
    Nur weil es keine anscheinds Waffen sind!
    Das aber mit diesen Geräten genauso viel Mist gebaut werden kann wie mit airsoft Waffen an sich wird da völlig vergessen.

    Von Hörer Energie was paintball Waffen abgeben können genauso wie umbauten zu realistischen markern. Auch käuflich zu erwerben sprich real Aktion Marker.
    Diese sind dann wohl besser angesehen da es ja NUR eine paintball waffe ist!!!

    Im großen und ganzen finde ich unser waffengesetz viel zu unübersichtlich genauso wie völlig überzogen!
    Eine kampfmesser darf erworben aber nicht geführt werden aber ein Küchenmesser schon???
    Man solle sich lieber damit beschäftigen illegale scharfe Waffen zu finden und sicherzustellen statt sich mit solchen Belanglosigkeiten rum zu ärgern meine Meinung.

  2. Bin schon ein älteres Semester doch auch ich kann die Faszination des Airsoft SPORTS sehr gut nachempfinden da ich in den 80ern auch nicht selten durch einsame Gegenden streifte und mit Kumpels dieses Spiel frönten. Immer in der Sorge nur nicht mit unserer damals noch einfachen Waffen Schwierigkeiten zu bekommen.
    Noch 1990 an einen der ersten Schneetage im Dezember kam ich in Frankreich auf dem Weg zu einem Spielevent mit meinem Kumpel in eine Polizeikontrolle, weil ich im Schneetreiben eine rote Ampel überfahren hatte und die GRÜNE MINA ganau hinter mir war. Wir beide voll in Woodland musste aussteigen und die Flicks fragten ganz normal was, Wo ,Wieso udgl. glücklicherweise bin ich des Französischen mächtig und mit wenigen Worten war alles erklärt und war in keiner Weise ein Problem. Wegen meiner Ortsunkenntnis hatte auch das Überfahren der roten Ampel keine Folgen. Das ganze dauerte keine !0 Minuten, mit Kontrolle unserer Ausweise und des Kofferraumes und einer sehr freundlichen Verabschiedung mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest Ein gutes Beispiel wie es auch laufen kann.
    Übrigens hatte ich schon öfters Kontakt mit Französischen Sicherheitskräften, doch sobald diese merken das man sich gut verständigen kann hat man keine Probleme.
    Wenn man allerdings sofort mit Englisch anfängt kann— wohlbemerkt—- kann das anders aussehen.
    Der Franzose liebt sein Lansd und kann man auch nur ein paar Worte in seiner Sprache fühlt er sich geehrt, und wird meist gerne weiter helfen.
    Für Deutsche Softairspieler die nach Frankreich fahren der Tipp, sich etwas vor zu bereiten und erklären können wohin man wolle und natürlich auch hier die Softairwaffen so transportierern wie es gestzlich vorgeschrieben!

    1. Nun wie sich wohl hier in Deutschland dieses Szenario abgestellt hätte, dürfte jedem der mit Waffen zu tun hat klar sein. Wir leben in einem Land, mit dem verkorkstesten Waffengesetz in Europa , wo selbst die Beamten , die es umsetzen müssen schon Kopfschmerzen bekommen. Ein Gesetz nicht von studierten Juristen gemacht, sondern von weltfremden Holophoben Pseudoexperten aus Berlin die von nichts ne Ahnung haben, außer dem Gestzestreuen Bürgern mit schwachsinnigen Gesetzen ,das Leben schwer zu machen. Dieses unwirksame , der inneren Sicherheit nicht dienende Gesetz das weder Verbrechen verhindert, ja ich möchte sogar behaupten dem Verbrechen eher Vorschub leistet, gehört gründlich von wahren Experten, Leute die Jura studiert haben , sowie allen die mit Waffen beruflich wie auch privat zu tun haben entrümpelt. Hier muss sich an einen Tisch gesetzt werden, und ein sachlicher vernünftiger Dialog, frei von jeglicher Ideologie geführt werden.
      Nur so wird es möglich sein ein Gesetz mit Augenmaß, und für jeden nachvollziehbar zu schaffen.

  3. Also ich plädiere für eine sofortige Invasion.
    Deutsche Beamte (Am liebsten Grüne Wähler) sollten weltweit die Behörden infiltrieren und gutes deutsches Beamtengedankengut durchsetzen. Es lebe der deutsche Beamte. Antriebslos, nicht selbstständig denkend und immer auf sein persönliches Wohl bedacht

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