Schützenkönig mit Migrationshintergrund zeigt Grüne Bigotterie auf

Quelle: http://bruderschaft-lohausen.de/glaube-sitte-heimat/
Quelle: bruderschaft-lohausen.de

Als gestern öffentlich wurde, dass ein Schützenkönig im beschaulichen Sönnern bei Werl in Ostwestfalen seine Königswürde zurückgeben soll, brummte es in den sozialen und klassischen Medien ganz gewaltig. Grund: Der König hat die falsche Konfession, denn er ist Muslim. Dabei zeigt ein kurzer Blick auf die Lebensumstände des angeblich unwürdigen Königs, dass es sich um einen sehr gut integrierten Bürger mit ausländischen Wurzeln handelt.

Mithat Gedik ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und lebt mit seiner Frau Melanie und vier Kindern in Werl-Sönnern. Er ist in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und Mitglied im Vorstand des örtlichen Schützenvereins. Im Ort selbst hat sich offenbar niemand an den ausländischen Wurzeln und der nicht-christlichen Konfession gestört, denn Mithat Gedik ist ein gutes Beispiel für gelungene Integration.

Doch beim Bezirksschützenfest darf er nicht antreten, denn laut dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS), handelt es sich bei den Schützen um “eine Vereinigung von christlichen Menschen”. Der BDHS pocht zudem darauf, dass Mithat Gedik gar nicht erst Mitglied in der Schützenbruderschaft von Sönnern hätte werden dürfen. Der Sprecher des BDHS, Rolf Nieborg dazu: “Es hat ihn wohl niemand nach seiner Konfession gefragt, weil er so gut integriert ist.”

Lieber Herr Nieborg, lieber Vorstand des BDHS: Integration bedeutet den Menschen, die sich auch wirklich integrieren wollen die Türen nicht zu verschließen, sondern zu öffnen. Dabei sollten Traditionen nicht anachronistisch betrachtet werden, sondern immer auch in die heutige Zeit passen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Teile der Öffentlichkeit Schützenbruderschaften nicht als wichtige Säulen des gesellschaftlichen Lebens und Engagements in Dörfern, Städten und Regionen wahrnehmen, sondern lediglich als jährlich ballernde Saufkumpanen mit nationalistischen Tendenzen. Negative Presseberichte in eher linksgerichteten Medien finden sich jedenfalls haufenweise.

Integrationswillige ausländischstämmige Bürger, oder so wie vor einiger Zeit homosexuelle Lebenskonzepte, aus dem Brauchtumsschützentum bzw. der Königswürde auszuschließen, ist für die öffentliche Wahrnehmung nicht unbedingt förderlich. Ich kann Ihnen nur nahelegen Ihre Position zu überdenken und vor langer Zeit geschriebene Satzungen an die Lebensrealität der Mitgliedsvereine des BDHS anzupassen. Denn am Beispiel der reinen Schießsportverbände können Sie sehen, dass ein Dachverband keine Monopolstellung haben muss. Und das war jetzt ein Wink mit dem Zaun.

Auch wenn ich natürlich die Art der Ausgestaltung Ihrer Satzung respektiere, sei mir der Hinweis erlaubt, dass Sie doch gerade an den reinen Sportschützenvereinen sehen können, dass Integration in Vereinen (gleich welcher Natur) sehr gut funktioniert: Bei uns schießen Männer neben Frauen, Behinderte neben Nicht-Behinderten und Deutschstämmige neben nicht Nicht-Deutschstämmigen. Im Grunde interessiert sich in einem Verein nämlich niemand für die soziokulturellen Unterschiede, uns interessiert doch mehr das, was uns eint. Ob im Sportschützenverein, im Fußballclub, oder bei unrhythmischer Sportgymnastik spielt dabei keine Rolle. Es geht um Gemeinschaft.

Doch nun zu den Grünen, die natürlich auf den Zug der allgemeinen Empörung aufgesprungen sind – allerdings ohne eine Fahrkarte gelöst zu haben. Denn wer seit Jahren politisch daran arbeitet den legalen privaten Waffenbesitz in Deutschland Stück für Stück zu verbieten, oder dessen Jugendorganisation den Traditionsschützen gelegentlich mal “Sexismus, Militarismus und Gruppenzwang zum massiven Alkoholmissbrauch” vorwirft, der macht sich nicht nur unglaubwürdig, wenn er von den Sönnerner Schützen nun Solidarität mit Mithat Gedik fordert, sondern der zeigt schlicht weg seine hässliche Fratze der Bigotterie.

Die Grünen reden der eigenen Klientel nach dem Mund, wie es ihnen gerade passt: Homosexuelle Schützenkönige werden nicht geduldet? SKANDAL! Schützenkönige mit Migrationshintergrund werden nicht geduldet? SKANDAL! Schützenkönig deutscher Herkunft? STUPID WHITE TRASH!

Liebe Grüne aus NRW. Ich bescheinige euch auch ohne Doktortitel pathologische Schizophrenie, da ihr euch einfach nie entscheiden könnt, welchen Hut ihr gerade aufhabt. Entweder findet man Schützentum scheiße, oder eben nicht. Das Schützenwesen nur in Ordnung zu finden, wenn gerade mal jemand aus der vermeintlich eigenen Peergroup kein Schützenkönig sein darf, das hat was von Jubelpersertum.

Fällt euch das selbst nicht auf, liebe Grüne?

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