Waffenboom in Österreich

Laut dem Deutschlandfunk gibt es einen gewaltigen Waffenboom in Österreich. Dieser sei zumindest teilweise auf die Corona-Pandemie zurück zu führen.

Graph / Kugelschreiber / Lineal
Foto von Isaac Smith auf Unsplash
Seit Beginn der Corona-Pandemie im März erhöhte sich der Bestand der Schusswaffen in Österreichs Privathaushalten um mehr als 22.000, das sind tausend pro Woche. Den Waffenboom kann auch Waffenhändler Markus Schwaiger bestätigen:
 
„Im März, da war ja die große Entscheidungsfrage, gibt es einen Lockdown oder nicht? Und am Freitag, den 13. war es so, dass ab dem frühen Morgen bei uns die Leute Schlange gestanden sind. Die sind bis auf die Straße raus gestanden und haben alles, was wir da hatten an Munition, alles, was wir vor allem an frei verkäuflichen Waffen Kategorie C gehabt haben, das haben sie wirklich alles aufgekauft. Um 10 Uhr am Vormittag war meine letzte Patrone weg.“
 
(…) Und jetzt: Ein Drittel mehr verkaufte Waffen als sonst.
 
Jeder 18-jährige EU-Bürger mit Wohnsitz in Österreich, kann eine Waffe der sogenannten Kategorie C kaufen.

So einfach wie in Österreich sieht das in vielen EU-Mitgliedsstaaten aus, nur zum Beispiel in Deutschland muss man für simple Kategorie C Waffen ziemlich viel Geld bezahlen und monatelang auf die Kaufgenehmigung warten.
Mal vom Waffenschein abgesehen, der in Österreich Waffenpass heißt und auch “normalen Bürgern” ausgestellt werden kann. Aber auch dieser ist immer schwieriger zu bekommen, obwohl sich die Gesetze in Österreich diesbezüglich bis heute nicht groß geändert haben – die Praxis der Behörden aber schon.

Hier geht’s direkt zum Artikel beim Deutschlandfunk:

https://www.deutschlandfunk.de/waffenboom-in-oesterreich…

Kurze URL zu dieser Seite: https://german-rifle-association.de/OIIVb

3 Gedanken zu “Waffenboom in Österreich

  1. Ach ja, da ist sie ja wieder die obligatorische “Glock”Pistole!
    Und auf die Nachfrage, ob auch “Rechtsextreme” einkaufen gehen komt die Antwort:
    „Na klar ist ab und zu mal einer dabei, der aus der Prepperszene stammt, aber die meisten Leute sind ganz normale Menschen……”
    Also sind “Prepper”= Rechtsextreme und keine normalen Menschen?! Ist ja toll, wenn man bedenkt, dass immer wieder aktuell eine deutsche Bundesbehörde (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) die Bevölkerung zum Horten von (Über)-Lebensmitteln auffordert! Der Begriff “Prepper” kommt einfach nur von “to be prepared”, was soviel heisst wie: Vorbereitet sein! Die “erweiterte” Form des “preppens” stellen die sogenannten “Doomsdayer” dar, die sich auf einen zukünftigen “Weltuntergang” einstellen und dementsprechend bei der Wahl ihrer Ausrüstung etwas andere Prioritäten setzen!

    1. @JUERGEN
      Der moderne Wohlfahrtsstaat möchte, dass möglichst viele Bürger in irgendeiner Form, vorzugsweise finanziell, von ihm abhängig sind. Dann hat man ihn schön am Gängelband. Den meisten Menschen ist nicht mehr bewusst, dass Wohlfahrt keine ursprüngliche Aufgabe des Staates war bzw. ist, sondern der Familie. Wer, wenn er in Schwierigkeiten gerät, von seiner Familie aufgefangen wird, der muss natürlich nicht um staatliche Almosen betteln. Das gefällt denen nicht, die den allmächtigen Staat befürworten, und das sind vorzugsweise die Linken, aber auch rechte Kreise haben bisweilen die Tendenz, dem Staat zu viel Macht geben zu wollen.

      Prepper sind im Krisenfall je nach Grad ihrer Vorsorge vom Staat mehr oder weniger unabhängig. Während die, die nicht vorgesorgt haben, auf staatliche Hilfe angewiesen sind und sich vielleicht in großer Angst befinden, weil die innere Sicherheit nicht mehr gegeben ist, können Prepper eine Krise deutlich gelassener nehmen. Sollte eine Regierung einen Notstand nutzen wollen, um Dinge durchzusetzen, die in guten Zeiten niemals eine Mehrheit finden würden, dann gelingt das jetzt natürlich um so eher je hilfloser und ängstlicher die Bevölkerung ist.
      Daher sind Prepper bei vielen, wenn auch nicht allen Regierungen, unbeliebt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.