#Waffenschrank: Unsere Email an die Mitglieder des Innenausschusses

Partner der German Rifle Association

Noch mal für alle zum Nachlesen unsere Email an die Mitglieder des Innenausschusses:

Sehr geehrte Mitglieder des Innenausschusses,

wir bitten Sie, folgenden Gegenargumente zu den Waffenschränken zu lesen, da es scheint, Sie hätten nur die Argumente der Tresorhersteller (VdS) vernommen:

CDU/VdS: Die im geltenden Waffengesetz geregelte fiktive Gleichwertigkeit von Sicherheitsbehältnissen nach dem Einheitsblatt VDMA 24992 mit den Sicherheitsstufen A und B zu Sicherheitsbehältnissen nach der Norm DIN/EN 1143-1 soll aus folgenden Gründen dagegen nicht länger gelten:

GRA: Falsch: Es gab nie eine Gleichwertigkeit, sondern starke Unterscheidungen zwischen A und B und W-0 nach DIN/EN 1143-1

CDU/VdS: Das Einheitsblatt VDMA 24992 wurde bereits zum 31. Dezember 2003 vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. zurückgezogen, es findet daher seit 2004 keine Marktüberwachung für Sicherheitsbehältnisse der Sicherheitsstufen A und B nach diesem Einheitsblatt mehr statt. Hersteller bieten seit 2004 Sicherheitsbehältnisse der Sicherheitsstufen A und B zur Aufbewahrung von Schusswaffen an, die nicht durch eine zertifizierte Stelle auf Einhaltung der Qualitätsstandards geprüft werden.

GRA: Richtig: Heute gibt es S1/S2 Schränke nach EN 14450 statt A/B nach VDMA 24992.

CDU/VdS: Die Aufbruchssicherheit von Sicherheitsbehältnissen nach der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad 0 liegt deutlich über der Aufbruchssicherheit von Sicherheitsbehältnissen nach dem Einheitsblatt VDMA 24992.

GRA: Richtig: aber auch S1/S2 Schränke EN 14450 liegen über dem Sicherheitsstandard von A/B nach VDMA 24992.

Dies sieht man an den privaten Versicherungssummen. In S1/S2 liegt diese bei 5.000 und 30.000 Euro, bei A/B bei 2.500. D.h. die Aufbruchssicherheit wird bereits mit S1 verdoppelt und mit S2 verzwölffacht, bei zumutbaren Mehrkosten von 100 bis 200 Euro.

CDU: Zehn Länder haben für die Jahre 2014 und 2015 jeweils rund 120 Fälle des Aufbruchs und 180 Fälle der Wegnahme von Sicherheitsbehältnissen festgestellt, bei denen mindestens eine Waffe abhanden gekommen ist.

GRA: Hier fehlt eine Evaluation:

  1. Welche Waffen wurden aus welchem Schrank gestohlen?
  2. Wo stand der Schrank?
  3. Wie viele entwendeten Waffen wurden bei Gewaltdelikten missbraucht?
  4. Wie viele landeten auf dem Schwarzmarkt?
  5. Wo ist der Vergleich von S1/S2 zu A/B?
  6. Und wo bleibt die Folgenabschätzung, wenn statt S1/S2 gleich W-0 eingeführt wird?

Haben die Verantwortlichen nur mit Vertretern der Waffenschrank-Herstellern und Versicherungen gesprochen? Oder auch mit Praktikern und Kriminologen? In einer schwedischen Studie (Safe storage and thefts of firearms in Sweden: An empirical study), in der alle Diebstähle von Schusswaffen innerhalb von 15 Jahren untersucht wurde, kam heraus, dass ca. 230 Waffen pro Jahr gestohlen wurden, aber maximal eine gestohlene Waffe zu kriminellen Gewaltdelikten pro Jahr missbraucht wurde.

Auch wurde gezeigt, dass die meisten gestohlenen Waffen für Kriminelle nicht von Interesse waren (Jagdflinten, Vorderlader, Luftgewehre). Die landen nicht mal auf dem Schwarzmarkt, sondern werden still entsorgt (meist in Flüssen).

European Journal of Criminology – 2015, Vol. 12(1) 3–16 – DOI:

10.1177/1477370814543155

http://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/1477370814543155

Die Einführung der schweren Schränke würde zu einer erheblichen Belastung für Einsteiger führen, insbesondere in dem Bereich, der für die Olympiade trainiert.

https://german-rifle-association.de/waffenschrank-warum-nicht-s1s2/

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11 Gedanken zu “#Waffenschrank: Unsere Email an die Mitglieder des Innenausschusses

  1. Obwohl ich kaum Hoffnung habe erhört zu werden.

    Wer die CDU immer noch für das kleinere übel hält ist dumm, die sine zumindest solange sie von Merkel&Co kontrolliert werden genauso schlimm für uns wie die grünen.

    1. Auch hier wieder, ohne das typisch weibliche Opfer-Abo Gejammer geht es nicht. Männer=Täter, Frauen=Opfer Auf Einsicht kann man in diesem Mikrokosmos nicht hoffen. Auch hier geht es wieder nur um Bevorzugung, welche sie einem wieder als Gleichberechtigung verkaufen wollen.

  2. Ein praktisches Beispiel: Ich wohne in einem Altbau in einer Dachgeschoßwohnung. Dort kann ich heute einen kleinen A-Schrank für 3 Waffen oder B-Schrank vom Typ Möbeltresor ohne Schwierigkeiten unterbringen. Die Schränke wiegen 25 bis 45 kg. In Zukunft muss ich einen Schrank in einen Gemeinschaftskeller stellen, wo jeder Mieter einen Bereich mit einem Holzgitter abgesperrt hat, da der Schrank für das Dachgeschoß zu schwer ist. Jeder andere Mieter kann sehen, was dort herumsteht. Das ist auf keinen Fall sicherer als die Unterbringung in der Wohnung. Im Gegenteil: Im Keller hat ein Dieb manchmal den ganzen Tag und die ganze Nacht Zeit, den Schrank zu öffnen. Das Verrückte dabei ist, dass die Aufbewahrungsvorschriften für jeden Sportschützen mit einem Walther-KK-Sportgewehr oder einer Pardini-KK-Sportpistole genauso gelten, wie für den Großkaliberschützen mit mehreren Halbautomaten und den Jäger mit 10 Gewehren und 2 großkalibrigen Kurzwaffen. Das ganze zeigt, daß die Politik von der Materie keine Ahnung hat, den Sport nicht kennt und ihr die Lebensverhältnisse in Deutschland fremd sind. Immerhin ist es noch nicht so, daß jeder im eigenen Haus wohnt und im Keller genug Platz hat.

    1. Das dürfte eher beabsichtigt sein, auch wenn die “Sicherheitsapologeten” diese Zielsetzung kaum öffentlich eingestehen werden…,
      Dieser Ansatz ist bestenfalls von der Tresorlobby mitinitiiert, dabei war nach Datenlage diese Normänderung offenkundig weder geboten noch erforderlich…

    2. Ich glaube nicht, dass du den Schrank ausserhalb deiner Wohnung einfach in einen Kellerraum (mit Holzgitter und womöglich Vorhängeschloss) des wohl Mehrfamilienhauses stellen kannst! Da Informiere dich lieber noch einmal gründlich!
      Und! Du hast Recht! Die „Gesetzemacher“ haben in Bezug auf das Waffenrecht eigentlich keine Ahnung!

  3. Obwohl ich auch allergisch gegen das Opfer-Abo Gejammer bin hatte ich beim Lesen des Artikels den Eindruck daß es darum geht, die körperliche Überlegenheit eines möglichen Angreifers auszugleichen. Und das am Beispiel “Mann gegen Frau” zu verdeutlichen finde ich legitim, so sind tatsächlich die Statistiken, leider. Ein Mann wie ich, der vor gut 35 Jahren mal ganz gut im Kampfsporttraining war aber heute eben diese 35 Jahre älter und ca. 1,5 mal so schwer ist wie damals könnte als Beispiel die Gruppe von jungen Männern anführen deren Weg er beim abendlichen Gang durch die Straßen in 50m kreuzen wird, und denen anzusehen ist daß sie bereits mit 14 angefangen haben (bei der ersten Resozialisierungsmaßnahme, betreut von Sozialarbeitern) Anti-Aggressionstraining in Form von Kickboxen zu betreiben.
    Klingt das besser? Ist aber hart an der Grenze zum, na du weißt schon.
    Hier fordert jemand eine LIberalisierung des Waffenrechts, das finde ich gut, dem pflichte ich bei. Man kann natürlich auch betonen daß man mit anderen vermeintlichen Hintergründen und angenommenen Absichten nichts zu tun haben will, sich distanzieren und alles lassen wie es ist. So läuft’s in Deutschland seit den ersten unsinnigen Waffenrechtsverschärfungen von 1972, zur größten Zufriedenheit der Machthaber die keine Waffen in den Händen von Menschen sehen wollen die weder Teil ihres Clubs sind noch auf ihrer Gehaltsliste stehen. Da kann ich nur sagen: Weiter so Deutschland!
    Soll nochmal einer sagen da wären irgendwelche finstere Geheimbünde im Hintergrund aktiv um die Deutschen in die Slaverei zu treiben. Nein, die brauchen wir dazu nicht, das können wir ganz alleine.

    1. Bezieht sich auf:
      Jochen sagt:
      24. Mai 2017 um 18:15

      Kommentar ist irgendwie nicht an der richtigen Stelle gelandet.

    2. Tut mir leid, aber wenn sowas hier:

      Aber genau das ist der springende Punkt: es liegt in der Entscheidung der Männer. Wann immer ein Mann in meiner Nähe ist, bin ich darauf angewiesen, dass er seine körperliche Stärke nicht ausnutzt. Wenn man sich diese Tatsache einmal vor Augen geführt hat, kann sie einem ein gewisses Unwohlsein bereiten.

      Man könnte sich dann aber bei dem Gedanken erwischen, den Herren der Schöpfung für die großzügige Nichtausnutzung der weiblichen Schwäche irgendwie dankbar sein zu müssen.

      Dabei sind die Männer typischerweise auf der Seite der Täter und die Frauen auf der Seite der Opfer.

      kein typisch, weibliches Opfer Gejammer ist, dann weiß ich ja auch nicht…

      Das ist purer Third-wave feminism Bullshit. Hier fordert jemand eine liberalisierung des Waffenrechts aufgrund von Gender Roles? Eine ganz neue Interpretation, von Gleichberechtigung! Abgesehen davon, das Endziel soll ja angeblich wieder Gleichstand sein? Dann sind die bösen Männer, also auch bewaffnet? Finde den Fehler! Hier wurde, nur schlecht getarnt, wieder einmal feministischer Männerhass publiziert. Zu einer liberalisierung des Waffenrechts, wird das natürlich nicht führen. Ehrlich gesagt, bezweifle ich auch, das dies die wahre Intention davon war.

      (…) und alles lassen wie es ist. (…)

      Nichts bleibt wie es ist, Leben bedeutet Veränderung. ( 5 € fürs Phrasenschwein)
      Hier wird gar nichts bleiben, wie es ist, in 10-15 Jahren, wird man dieses Land nicht mehr wieder erkennen können.
      Dann können sich all die Frauen, die so eifrig am Bahnhof geklatscht und Teddybären geworfen haben, mal überlegen, ob das wirklich so eine gute Idee war.

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