#NRA: Der Präsident von Firearms United zu Besuch in den USA

Partner der German Rifle Association

Der Präsident von FIREARMS UNITED, Tomasz Stępień, kehrte kürzlich von einem Besuch der NRA-Jahreshauptversammlung in Atlanta, Georgia zurück. Begleitet wurde er von Stephen A. Petroni, Vorsitzender des Waffensammlerverbandes FESAC und Javier Arnaiz Larson, Präsident der Asociacion Nacioal del Arma (ANARMA).

Die europäische Delegation erhielt VIP-Status dank der Bemühungen von Timothy Knight, Vorstandsmitglied der NRA. Dadurch war es den Delegationsmitgliedern möglich, sowohl an informellen Treffen, Besprechungen mit dem NRA-Management (u.a. Präsident Pete Brownell und CEO Wayne LaPierre) und weiteren NRA-Mitgliedern und Unterstützern, die ihr großartiges Veranstaltungsprogramm bis zur Perfektion durchgeplant hatten.

Das Highlight der diesjährigen Hauptversammlung war sicherlich die Ansprache von US-Präsident Trump während des NRA Institute for Legislative Action Leadership-Forums, was in Anbetracht der Tatsache, dass der letzte bei einer NRA-Versammlung anwesende US-Präsident Ronald Reagan im Jahr 1983 war.

Unsere Vertreter hatten die Ehre, die Rede aus der ersten Reihe verfolgen zu dürfen, in der das Staatsoberhaupt nochmals bekräftigte, daß es keine weiteren politischen Attacken gegen rechtstreue Waffenbesitzer geben würde.

Die NRA-Vertreter hingegen waren sehr interessiert daran, mehr über die aktuellen rücksichtslosen Angriffe der EU-Bürokratie auf europäische Waffenbesitzer zu erfahren. Auch drückten viele NRA-Mitglieder ihre Bewunderung dafür aus, wie unsere Grassroots-Bewegung diese Bedrohung für Bürgerrechte, Freiheit und historische Artefakte aus Brüssel abgewehrt hat.

Es wurde deutlich, dass die rechtstreuen US- wie auch die EU-Waffenbesitzer mit ähnlichen Bedrohungen konfrontiert sind, wenngleich auch kulturell und geschichtlich bedingt, in unterschiedlicher Form.

Trotzdem könnte auch in den USA sehr schnell ein Szenario wie aktuell in der EU zur Realität werden. Die eigentliche Herausforderung besteht auf beiden Seiten des Atlantiks also vorwiegend darin, Mitgliedern und Unterstützern klar zu machen, dass man sich niemals auf bestehenden Siegen ausruhen sollte und Wachsamkeit oberste Priorität haben muss.

Viele europäische Waffenbesitzer haben ein falsches Bild von ihren „Kollegen“ in den USA, die oft als „Cowboys“ bezeichnet werden und sehen auch die kompromisslose Position der NRA oft als problematisch, da in der EU noch immer die Meinung vorherrscht, man müsste ideologisch motivierten Gegnern mit vernünftigen und höflichen Argumenten begegnen.

In den USA allerdings ist das universelle Recht auf Freiheit und Selbstschutz eines jeden Bürgers in der Verfassung in Form des Zweiten Verfassungszusatzes verankert ist, das es jedem Staatsbürger gestattet, Schusswaffen zu besitzen und zu führen – somit argumentiert man auf amerikanischer Seite zurecht damit, dass jede Änderung der Verfassung, wie klein auch immer, Bürgerrechte einschränken würde.

Auf der anderen Seite hängen unsere Rechte in Europa in gefährlicher Weise direkt von nationaler und EU-weiter Gesetzgebung ab. Unser legislatives Modell sieht Schusswaffenbesitz als Privileg, das von staatlicher Seite erteilt wird.

Immer wieder gab es in ganz Europa verschiedene Stufen der Beschränkung des privaten Feuerwaffenbesitzes, meist direkt proportional zur gefühlten Unsicherheit der jeweiligen Regierung. Statt den privaten Schusswaffenbesitz generell zu verbieten, was im Allgemeinen nur völlig autoritäre Regime zu tun wagten, haben europäische Regierungen und die EU über die Jahre einen subtileren Weg eingeschlagen, der den Waffenbesitz durch immer neue Maßnahmen und nutzlose Kompromisse beschränkt.

Diese werden stets mit einer großen Prise politischem Spin eingeführt, der darauf abzielt, Uninformierte davon zu überzeugen, dass derlei Maßnahmen ihrer eigenen Sicherheit dienen.

Ein weiterer offensichtlicher Unterschied zwischen der Situation der rechtstreuen Waffenbesitzer in Europa und den USA liegt in der Geschichte: Während unsere Kollegen in den USA bereits vor Jahrzehnten ihre Interessensvertretung gründeten, so haben wir Europäer gerade erst damit begonnen.

Wie Tomasz Stepien es ausdrückte, hatte „die NRA bereits 146 Jahre Zeit sich zu entwickeln, in Europa haben wir erst vor weniger als 146 Wochen damit begonnen, eine gemeinsame Initiative aufzubauen“.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die EU und die nationalen Regierungen, die sich hinter ihrer Fassade verbergen, keinerlei Skrupel hatten, zunächst weit gehendste Verbote anzustreben. Es wurde mit jedem erdenklichen schmutzigen Trick gearbeitet, um den privaten Waffenbesitz EU-weit weitgehend auszulöschen.

Einzig unser entschlossenes Vorgehen angesichts der Tatsache, dass nur gemeinsam etwas erreicht werden kann, hat dies verhindert.

Es ist nun an der Zeit unser Netzwerk über den Atlantik zu erweitern und von den Erfahrungen des jeweils anderen zu lernen. Wir sind eine Gemeinschaft, die gemeinsamen Bedrohung gegenübersteht.

ACT TOGETHER – FEEL FREE – MAKE CHANGES

NRA Institute for Legislative Action #nraam2017

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Ein Gedanke zu “#NRA: Der Präsident von Firearms United zu Besuch in den USA

  1. Das ist schön, daß sich hier eine transatlantische Zusammenarbeit andeutet.

    In den USA ist bei bodenständigen Bürgern durchaus noch das Wissen anzutreffen, warum der private Waffenbesitz durch die Verfassung garantiert wird: Der Grund ist die Regierung.

    Eine jede Regierung hatte in den vergangenen Jahrhunderten die Neigung, dem Volk gegenüber übergriffig zu werden. Das geschieht normalerweise zum einen durch eine massive Besteuerung und zum anderen durch die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Dabei wird die Regierung um so rücksichtsloser je weniger Waffen im Volk sind. Die Regierung weiß genau, daß man mit einem waffenlosen Volk fast alles machen kann.

    Damit die Bürger solche Übergriffe im Notfall mit Waffengewalt beenden können, hat man in den USA das Second Amendment geschaffen.

    Der private Waffenbesitz dient erst an zweiter Stelle der klassischen Selbstverteidigung gegen Einbrecher, Räuber oder Sexualstraftäter.

    In Europa ist dieses Bewußtsein leider verloren gegangen. Es war aber einmal vorhanden. In den Bill of Rights von 1689 wurde genau das schon einmal gefordert: freier Waffenbesitz und freie Meinungsäußerung.
    Ich hoffe, daß diese Freiheitsfunken bei den Europäern erneut aufsteigen und sich dann hoffentlich auch durchsetzen.

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