Bombenattentat während des Bostoner Marathonlaufs

Gegen 14:50 Uhr Ortszeit detonierten gestern während des traditionsreichen Marathonlaufs in Boston zwei Bomben. Nach offiziellen Angaben wurden durch die Explosionen drei Menschen getötet, insgesamt mehr als 140 Personen verletzt, viele davon schwer, einige Opfer verloren Gliedmaßen. Noch sind die Hintergründe des heimtückischen Anschlags völlig unklar, die amerikanischen Polizeibehörden ermitteln fieberhaft in sämtliche Richtungen.

Feige Anschläge von Extremisten – gleich welcher Couleur – auf Unschuldige und Wehrlose sind die niedrigste Stufe des Menschseins. Diese Anschläge sind nicht nur ein Angriff auf das Leben von Menschen, sondern auch immer ein Angriff auf die Demokratie und die Freiheit. Wenn ganze Regierungen sich der durch Terror geschürten Angst beugen, Bürgerrechte einschränken, sinnlose Überwachungsmaßnahmen durchsetzen, dann haben die Extremisten ihr Ziel erreicht. Dann haben sie die Demokratie und die Freiheit erfolgreich angegriffen.

Wenn selbst deutsche Politiker wie Hans-Peter Uhl (CSU) bereits einige Stunden nach dem Anschlag in Boston die Opfer dazu instrumentalisieren, sinnfrei schärfere Überwachungsmaßnahmen und Sicherheitsgesetze für Deutschland zu fordern, dann haben die Extremisten etwas erreicht. Wenn Teile der deutschen Linken sich in Kommentaren bei bekannten Online-Medien ungeniert ins Fäustchen lachen und schreiben, es habe ja die richtigen getroffen, dann waren die Anschläge der Extremisten ein Erfolg.

An die Opfer denkt dann Niemand mehr. Dann geht das Schlachten erst los. Medial. Pietätlos.

Ich bin tief bestürzt und traurig.

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4 Gedanken zu “Bombenattentat während des Bostoner Marathonlaufs

  1. Marc hat Recht: die Verlierer sind die Freiheit und auch die Eigenverantwortung).

    So viele Menschen haben nach dem Attentat geholfen. So viele Menschen wollten Blut für die Opfer spenden. So viele Menschen haben trotz Angst und Terror Menschlichkeit (und Eigenverantwortung) gezeigt.

    Doch Politiker aller Coleur nehmen diesen Anschlag, um die Freiheit mit mehr Überwachungsmaßnahmen einzuschränken.

    Benjamin Franklin und auch Aristoteles sagten, wer Freiheit zugunsten von Sicherheit einschränkt, wird auf Dauer beides verlieren.

    Der Mensch selber ist ein Sicherheitsrisiko. Zum Glück ein kleines, da die meisten Menschen (99,9999999%) sich anständig verhalten. Wegen einiger schwarzen Schafe lass ich mir keine Angst machen. Denn das Leben ist gefährlich: jeden Tag kann er Tod es auslöschen.

  2. Der Uhl ist ein ängstlicher alter Mann, der die moderne Welt nicht versteht und in die Zeit der zensierten Medien zurück will – Dampfradio und Zeitung. Da nimmt er auch gerne einen totalitären Überwachungsstaat in kauf. Daß Uhl offen demokratiefeindlich ist um eine gefühlte Sicherheit herzustellen, hat er schon oft bewiesen. Daß ihm der Verstand und die Intelligenz fehlen um zu begreifen, daß er die Freiheit und Bürgerrechte für eine Scheinsicherheit verkaufen möchte, ist auch offensichtlich.

    Statt mehr und besser ausgebildeter Polizisten will Uhl elektronische Überwachung. Er will Überwachung eines Bereiches in dem schon lange keine ernsthaften Verbrechen mehr abgesprochen werden – zumindest nicht ohne starke Verschlüsselung. Wirtschaftsverbrechen u.ä. finden im Darknet statt, in dem die Behörden vollkommen hilflos agieren.

    Wenn mal was passiert, wo die Behörden mit TKÜ was erreichen, dann erwischen sie meist Deppen oder Leute, die von anderen Behörden (bzw. deren V-Leuten) angestiftet wurden (Sauerland-Bomber, etc.) – was eigentlich dasselbe ist ^_^

    Trotzdem wird dieser dumme, alte Mann nicht müde seinen Sermon herunterzubeten und die Medien geben ihm auch noch die Plattform dafür.

    1. Meines Erachtens ist Herr Uhl kein alter, dummer Mann, sondern DER Vorreiter für neue Überwachungsmaßnahmen. Und laut dem folgenden Link gibt es sogenannte Elite-Journalisten, die an Sicherheitskonferenzen teilnehmen und in ihren Artikel die angebliche Bedrohung bis zur Panikmache hochschreiben. Deshalb werden auch seine Forderungen so kritiktlos von einigen Medien publiziert. http://www.heise.de/tp/artikel/38/38515/1.html

      Wenn ich mir anschaue, wie die Innenminister aller Bundesländer agieren (egal ob SPD oder CDU), dann glaubt man, von der Bedrohungslage in Südamerika zu leben statt in Europa.

      Es gibt keine 100% Sicherheit. Die Vorratsdatenspeicherung hat lt. Leutheuser-Schnarrenberger nicht zur Verhinderung von Gewaltdelikten beigetragen. Falls sie überhaupt etwas nutzt, dann für die Strafverfolgung nach einem Anschlag. Diese Speicherung ist wie das NWR kein Präventionstool.

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