Waffengegnern die Basis entziehen

Von Andreas Milde. 

Woher kommen die Waffengegner, wer sind sie, was wollen sie und woher haben sie die Gelder für ihre Kampagnen? Nun, die Fragen sind sowohl einfach, aber auch umfassend zu beantworten. Simpel: Sie haben das Geld, weil sie es geschafft haben, über Jahre hinweg ein sehr gut funktionierendes Netzwerk aus Aktivisten, Mitstreitern und Unterstützern aufzubauen.

Komplex: Um zu verstehen, warum und woher die Waffengegner ihr Potential und damit verbunden auch die finanziellen Mittel für ihre Kampagnen beziehen, muss man in der Geschichte der Anti-Waffen-Bewegungen einen weiten Weg zurück gehen und schauen, wo und wie sie ihren Ursprung nahmen, nämlich während des Vietnamkriegs der USA und der dadurch entstandenen Anti-Kriegs-Bewegung (Make Love, Not War). Dort liegen die Wurzeln unserer heutigen weltweit operierenden Gegner.

Bezogen auf Deutschland ist es die 68er Bewegung (in der auch eine Reihe Altkommunisten der seit 1956 verbotenen KPD eine aktivistische Heimat fanden), die nicht nur die Wurzeln der Grünen, sondern auch die Wurzeln der Waffengegner darstellt. Öko-Aktivismus, linker Friedens-Aktivismus und Anti-Waffen-Aktivismus gehen nicht zufällig Hand in Hand.

Schauen wir uns nun an, wie prominent diese selbsternannten Friedensbewegungen besetzt waren und sind, und welche Funktionen diese Prominenz insbesondere für das Außenbild dieser Bewegungen hatten und haben, wird vielleicht etwas klarer, wie es diesen Bewegungen überhaupt gelingen konnte, sich insbesondere in den Medienwelten so präsent darzustellen. Ein weiterer wichtiger Schritt war es, die Schaltzentralen und Schnittstellen der Medien zu besetzen.

Die sogenannten Friedensaktivisten erkannten sehr schnell, dass, will man breite Aufmerksamkeit erzielen, die Medien nicht nur ins Boot holen muss, sondern dass man die entscheidenden Fäden selbst in der Hand halten muss. Und so ging schrittweise ein deutlicher Linksruck durch die Medienlandschaft. Mit dieser medialen Basis unter den Füßen war es ab sofort immer und jederzeit möglich, die Stimmung und Meinungsbildung der Medienkonsumenten direkt zu beeinflussen.

In Verbindung mit der zunehmenden Macht der Medien – die Medien sind die wahren Königsmacher der heutigen Zeit – hat man sich ein Instrument geschaffen, dem sich niemand, egal ob Pro-Gunner oder Anti-Gunner, verschließen kann.

Aber im Lauf der Zeit wuchsen auch die Ansprüche der sich anfänglich vorwiegend auf den Kampf gegen Krieg konzentrierenden Bewegungen. Man erkannte, welche Macht man wirklich in der Hand hatte und welche Möglichkeiten sich wirklich boten, wenn man diese Macht gezielt einsetzt.

Heute ist die einstmalige Anti-Kriegsbewegung eine echte politische Bewegung, die ihre Finger überall dort hat, wo politische Macht und Vormachtstellung in Aussicht steht. Dieses Potential haben aber nicht nur die bekannten Aktivisten erkannt und zu nutzen gelernt, sondern auch Leute, die begriffen haben, dass sie, wollen sie langfristig wirtschaftlich Erfolg haben, mit den Wölfen heulen müssen.

Und genau daraus ergab und ergibt sich eine aus meiner Sicht unheilvolle Symbiose aus politischen Aktivisten und finanziell gut ausgestatteten Personen und Gesellschaften.

Es ist die Aussicht auf Macht und politisch/wirtschaftlichen Erfolg, die beide Seiten eint. Und genau daher rührt die finanzielle Ausstattung und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Waffengegner.

Im Übrigen glaube ich der Mehrzahl der namenlosen Mitstreiter und Unterstützer der Anti-Waffen-Kampagnen, also diese “kleinen” Soldaten, die im Glauben an die gute Sache an Demos und Petitionen teilnehmen, ihre ehrlichen Absichten. Diese Kleinen, welche die sicht- und hörbare Basis der Waffengegner darstellen, sind genau so Opfer der Propaganda, wie wir es sind, wie es nach 1945 die Menschen im Osten waren, wie es 1933 die Menschen in Deutschland waren, wie es seit Menschengedenken alle Menschen waren, die sich aus ihrer Mitarbeit eine Verbesserung ihrer eigenen Lebensverhältnisse erhofften.

Das wahre Problem sind die, die im Hintergrund wirklich die Fäden ziehen und sich die Hoffnungen und Wünsche ihrer namenlosen Mitstreiter zu Nutze machen, denn DIE haben keine ehrlichen Absichten, denen geht es nicht um Frieden und eine friedliche Gesellschaft, denen geht es nur um Macht und politische Vormachtstellung und diesem Ziel steht ein bewaffnetes, des Denkens fähiges Bürgertum im Weg.

Wir sehen in unserem Kampf gegen die Waffengegner immer nur die prominenten Personen und Gruppierungen, an denen wir uns reiben.

Ich denke mittlerweile, dass diese nicht mehr das primäre Ziel unserer Bemühungen sein sollten, sondern dass wir an deren Basis arbeiten müssen, indem wir den Menschen die Augen öffnen, die im ehrlichen Glauben an eine gute Sache mitmachen und nicht erkennen, dass sie in Wahrheit einer faschistoiden, machtbesessenen Clique, die die natürlichsten Hoffnungen und Wünsche ihrer tragenden Basis lediglich als Vehikel für ihre Machtinteressen benutzt, die Steigbügel halten.

Entzieht man dieser verlogenen, aber gefährlichen Clique die Basis, die sie trägt, bringt man sie zu Fall.

Darin sehe ich zukünftig unsere Aufgabe.

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