Diskriminierung von psychisch kranken Menschen in den USA und in Deutschland

Dieser Artikel zeigt vieles. Und dieser zeigt, wie weit entfernt die Politik von der Realität ist. Sie zeigen, wie unreflektiert die Medien diese Politik übernehmen und inzwischen fast unfähig sind, bestimmte Themen kritisch zu hinterfragen. Es wird deutlich, dass es in vielen westlichen Ländern inzwischen ein verbreitetes Phänomen ist, dass Politiker von der Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger nur wenig Kenntnis besitzen. “Fakten” und “Details” werden offenbar nur noch aus Lobbyquellen gewonnen, die Partikularinteressen verfolgen.

Anders ist der Wunsch des weißen Hauses die Abgabe von Waffen an psychisch kranke Menschen generell zu unterbinden, um Fälle wie den im letzten Jahr geschehenen erweiterten Suizid von Adam Lanza in der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown zu verhindern nicht zu erklären.

Wir erinnern uns an dieses tragische Ereignis: Adam Lanza nahm die Schusswaffen seiner Mutter, erschoss sie anschließend und beging dann erweiterten Suizid in der Sandy-Hook-Grundschule. Er selbst besaß keine Waffen, da er diese in seinem Bundesstaat noch nicht legal hätte erwerben dürfen. Um das zu “recherchieren” reicht ein Blick auf die Wikipedia-Seite zu diesem tragischen Ereignis.

“Nach dem von den Ermittlungsbehörden rekonstruierten Tathergang erschoss Lanza zunächst am Morgen des 14. Dezember 2012 seine Mutter in dem gemeinsamen Wohnhaus in Newtown. Nancy Lanza wurde von vier Schüssen in den Kopf getroffen und von den Ermittlern in ihrem Bett aufgefunden. Anschließend fuhr er mit dem PKW seiner Mutter zur acht Kilometer entfernten Sandy Hook Elementary School. Dabei führte er drei Schusswaffen aus dem legalen Besitz seiner Mutter mit sich.”
Quelle

Wenn der psychisch kranke Adam Lanza also selbst keine Waffen besaß, wie hätte ihn dann ein Gesetz das psychisch Kranken den Erwerb und Besitz von Schusswaffen verbietet davon abhalten können diese schreckliche Straftat zu begehen? Die Frage ist natürlich rhetorisch, denn wir wissen, dass es sich bei diesem geplanten Gesetz um reine Anlassgesetzgebung handelt. Ein Gesetz, welches das Gewissen der Politiker und deren gläubigen Anhängern beruhigt, aber keinen tatsächlichen Sicherheitsgewinn bringt.

Dafür werden durch ein solches Gesetz alle Menschen mit einer psychischen Krankheit über einen Kamm geschoren und diskriminiert. Anzunehmen, dass jeder Mensch mit einer psychischen Krankheit ein potentieller “Amokläufer” ist, das ist schon frech, immerhin gehört die “Depression”, oder der “Burn out” inzwischen zu den Volkskrankheiten. Wo also bleibt der #Aufschrei bei dieser schamlosen Diskriminierung?

Ach, ich vergaß, es geht ja um Waffenbesitz. Und wenn es um Waffenbesitz geht, dann ist es natürlich nicht diskriminierend aus jeder psychischen Störung einen potentiellen Gewalttäter zu konstruieren.

Wird diese Argumentation konsequent verfolgt, müsste jeder Mensch, der an einer Depression leidet sofort und dauerhaft in einem Kriseninterventionsraum (früher auch “Gummizelle” genannt) untergebracht werden, schließlich könnte der Patient ja sich selbst, oder einen anderen Menschen verletzen.

Dass zwischen Waffenbesitz und Selbstmord kein Zusammenhang besteht, das wissen wir schon länger. Dass auch zwischen Waffenbesitz und Gewaltdelikten kein Zusammenhang besteht, zeigen internationale Studien. Und auch zwischen psychischen Krankheiten und Waffenmissbrauch wird sich kein Zusammenhang konstruieren lassen. Die Ursache für Waffenmissbrauch ist nicht die Waffe, sondern wenn überhaupt, dann die psychische Krankheit.

Es wird nichts ändern den Waffenbesitz für psychisch Erkrankte einzuschränken, denn wie auch im Fall Adam Lanza werden sich Waffen über andere Wege verschafft, oder es werden die Tatmittel gewechselt – siehe Länder mit Schusswaffenverbot. Waffen zu verbieten klingt in den Ohren einiger Leichtgläubiger vielleicht gut. Letztendlich ist es Heuchelei.

Heuchelei ist der Kern jeder Anlassgesetzgebung.

Wenn die Politik wirklich etwas gegen erweiterte Suizide tun will – ob in den USA, oder hier in Europa – dann sollte die Gesundheitsversorgung verbessert werden! Es braucht mehr Vorsorge, mehr Kapazitäten und einen ehrlichen gesellschaftlichen Dialog über die Ursachen solcher Taten.

Nicht nur in den USA, auch hier in Deutschland ist die psychologische Gesundheitsversorgung eine Katastrophe. Haben Sie schon mal versucht einen Termin beim Psychologen zu bekommen? Die Wartezeiten betragen teilweise mehrere Monate. Selbst Notfälle können in einigen Kliniken nicht mehr aufgenommen werden. Es kann also leicht passieren, dass Sie selbst bei akuter Hilfsbedürftigkeit mit Ihren Problemen allein gelassen werden.

Auch wird viel zu leichtfertig mit Psychopharmaka umgegangen. Da wird statt einer Langzeittherapie lieber fleißig Citalopram verschrieben, obwohl die Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer im Verdacht stehen eine suizidalitäts- und aggressionssteigernde Wirkung zu haben.

Aber Waffenverbote werden es schon richten. Was für eine schamlose Heuchelei.

Die Waffen werden dem eigenen Versagen des Staates in der Gesundheitsversorgung vorgeschoben. Ein reines Ablenkungsmanöver.

Aber ich habe euch durchschaut.

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