#EUgunban: Neue Studie veröffentlicht – eine Analyse von Katja Triebel

Bereits vor der nun geplanten Verschärfung der EU Feuerwaffenrichtlinie, hatte sich die EU Kommission dem Thema angenommen und eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchen sollte, wie dem Problem des illegalen Waffenhandels begegnet werden könnte. Der ursprüngliche Plan der EU Kommission sah vor, dass erst die Ergebnisse dieser Studie abgewartet werden, bevor konkrete Vorschläge zur EU Feuerwaffenrichtlinie veröffentlicht werden. Durch die Anschläge in Paris, hat die sich EU Kommission allerdings genötigt gesehen, vom ursprünglichen Plan abzuweichen und ihre drastischen Verschärfungen vor dem Erscheinen der Studie auf den Weg zu bringen.

Unabhängig davon ist die in Auftrag gegebene Studie nun aber doch endlich erschienen und Katja Triebel hat eine der insgesamt drei Studien aufbereitet (in Englisch). Hier einige Highlights.

Ergebnisse der Studie, die illegalen Handel und Waffenkriminalität bekämpfen will

  • Die meisten, wenn nicht alle, der 10.000 Tote durch Schusswaffen sind eine Folge des Besitz illegaler Waffen. (Seite 30)
  • Die meisten illegalen Waffen stammen aus dem grenzüberschreitenden Handel, oft von außerhalb der EU. (Seite 8)
  • Die meisten Anbieter sind OCGs = Organisierte Kriminalität (Seite 22)
  • Mehr Tötungsdelikte mit Waffen in Banden (75%) als bei normalen Menschen (Seite 37)
  • Die legale europäische Schusswaffensektor beschäftigt eine große Zahl von Menschen, und dass es erzeugt erhebliche Einnahmen für die Mitgliedsstaaten (Seite 50)
  • Die Auswirkungen etwaiger Vorschläge für neue Maßnahmen zur Bekämpfung des Handels mit illegalen Feuerwaffe muss die weiterreichenden Auswirkungen auf den legalen Waffenhandel beachten, um unbeabsichtigte Schäden an einem sehr wichtigen Sektor der EU-Wirtschaft zu verhindern. (Seite 50)

Die Studie empfiehlt für den legalen Sektor

  • ein pan-europäisches Register von Waffenhändler
  • ein pan-europäisches Register der Lizenzinhaber
  • Harmonisierung der Feuerwaffen-Kennzeichnung und Deaktivierung
  • Überprüfung aller neuen Händler mit der geplanten EU-weite Datenbank der Verurteilungen

Die Studie empfiehlt für den illegalen Sektor

  • Mindeststrafen für den illegalen innergemeinschaftlichen Waffentransfer ohne gesetzliche Genehmigung
  • Mindeststrafen für den illegalen innergemeinschaftlichen Waffentransfer von nicht markierten / nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet Feuerwaffen
  • Mindeststrafen für die illegale Waffenherstellung

Die Studie zielt auf diese Gruppen

  • Endverbraucher: kriminelle oder terroristischen Einzelpersonen und Gruppen, die sich illegale Waffen beschaffen, um diese bei der Verfolgung ihrer Ziele zu verwenden.
  • Händler und andere Vermittler: Beteiligte beim eigentlichen illegalen Handel mit Schusswaffen, entweder für Profit oder aus einem anderen Grund.
  • Lieferanten: Einzelpersonen und Organisationen, die die Quellen von illegalen Waffen (entweder absichtlich oder unabsichtlich) bereit stellen, die ebenfalls durch finanzielle Erwägungen motiviert werden.

Schlussfolgerung: Die Kriminalisierung der kriminellen Endverbraucher, Händler und Zulieferer sowie der illegalen Hersteller wird wahrscheinlich den Zufluss von illegalen Feuerwaffen reduzieren.

Mehr Informationen

Lest unsere Zusammenfassung der 204-Seite-Studie hier oder ladet euch die kommentierten PDF (2,5 MB) runter:
http://www.firearms-united.com/images/download/2014-07_EU_Study_Illicit_Trafficking-commented.pdf

Hier die automatische Übersetzung von Google:
https://translate.google.com/translate?sl=en&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fwww.firearms-united.com%2Ffirearms-united-articles%2F87-how-to-decrease-firearms-related-death&edit-text=

Weitere Informationen bei unserem Partner Firearms United:
http://www.firearms-united.com/firearms-united-articles/87-how-to-decrease-firearms-related-death

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