Hate Crime auf dem Uni-Campus Heidelberg

Am 24. Januar hat ein 18-jähriger Student auf dem Uni-Campus Heidelberg im Hörsaal vier Kommilitonen mit einer Schusswaffe verletzt, bevor er sich selber das Leben nahm. Eine Studentin erlag am Nachmittag ihren schweren Verletzungen.

Laut Pressekonferenz hatte er im Hörsaal drei Schüsse abgegeben, bevor er flüchtete. Man fand zwei Langwaffen (Repetierbüchse und Flinte) und 100 Schuss bei ihm. Laut Meldungen soll er seinem Vater per Whatsapp benachrichtigt haben, dass „Leute bestraft werden“ sollten und er eine Seebestattung möchte. Wie bei Beziehungstaten, Workplace Violence oder anderen Hassverbrechen (Hate Crimes) standen womöglich das Opfer bzw. die Opfergruppe vorher fest. Ansonsten hätte er im nächsten Hörsaal weiter gemacht.

Das Tatmittel

Das Tatmittel – hier die illegal aus dem Ausland beschaffte Flinte – scheint nicht ursächlich zu sein. Andere Hassverbrecher nutzen Autos, Schwerter, Äxte, selbst gebastelte Sprengstoffe, Säuren oder ähnliches. Die Polizei hat bereits verkündet, dass weder der Täter, noch sein Umkreis Zugang zu legalen Schusswaffen hatte. Nun wird eruiert, wie er an die Waffen kam. Angeblich soll es Kaufbelege geben, die zeigen, dass er sie sich erst vor Kurzem aus dem Ausland beschafft hatte. Seit Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie von 2017 hätte er in keinem andern EU-Staat oder den ECHA Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) diese Waffen legal kaufen können.

Das Motiv

Es wird gerade viel über das Motiv gerätselt, dabei ist jedem Motiv eines gemeinsam: Hass! Ob Hass auf einen Intimpartner (Beziehungstat), Hass auf Frauen (Femizid, INCEL), Hass auf Kommilitonen (Workingplace Violence) oder Hass aus religiösen oder politischen Gründen ist meines Erachtens nebensächlich. Mich persönlich interessiert, ob der Täter völlig allein (z.B. durch Schizophrenie und/oder Medikamente) oder durch Aufstachlung aus dem Umfeld (real oder virtuell) seinen Hass mehrte.

Die Prävention

Wir haben mittlerweile den legalen Zugang zu Schusswaffen EU-weit massiv beschränkt. Selbst Flinten und Repetierbüchse, die in vielen EU-Staaten ab 18 Jahre frei verkäuflich waren und nicht registriert wurden, benötigen jetzt eine Registrierung. Ausländische Kunden benötigen sogar Kauf- und Verkaufserlaubnisse beider Staaten.

Präventiv kann die Gesellschaft nur vorsorgen, in dem die Ursachen des Hasses ergründet und dafür Lösungen gefunden werden. Dazu gehören u.a. Aufforderungen und Anlaufstellen zum Leaking mit anschließender Hilfestellung für den mutmaßlichen Hater, V-Leute in Sozialen Netzen, die Hass fördern, einsetzen oder auch Begleitung beim Einsatz und Entzug von Medikamenten.

Wer jetzt fordert, die Waffengesetze müssten verschärft werden, übt billige Polemik. Vielleicht muss die Durchsetzung in dem betreffenden Ausland verbessert werden oder die Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Staaten – je nachdem woher die Waffe stammt.

Das Tatmittel ist bei Hassverbrechen sekundär

Wer nicht an eine Schusswaffe kommt, nimmt Alternativen. Viel wichtiger ist es, den Hass zu verringern. Und das geht nicht mit Verboten und Spaltung oder Ausgrenzung.

Ich verstehe nicht, wo wir gesellschaftlich gelandet sind, dass es gerade so viel Hass und auch Hassverbrechen gibt. Ich durfte zu einer Zeit groß werden, wo solche Hate Crimes nicht an der normalen Zivilbevölkerung in der Öffentlichkeit begangen wurden, um in die Medien zu kommen. Es gab damals sicherlich mehr interpersonelle Gewalt im Privaten. Es gab damals spektakuläre Morde an Politikern und anderen VIPs (Rote Armee Fraktion, Bewegung 2. Juni). Aber wir, die wir einfach nur zur Schule und Uni gingen, waren nicht gefährdet, Opfer eines Hassverbrechens zu werden. Ich wünsche, dass diese Mal niemand Fotos und „Homestory“ des Täters verbreitet. Er sollte als Looser namenlos bleiben, damit sein größter Wunsch, berühmt zu werden, nicht in Erfüllung geht.

Mein Beileid den Hinterbliebenen, auch den Eltern des Täters, den Verletzten, den Studenten auf dem Campus, deren Angehörigen und auch unserer Gesellschaft.

 

Eure Katja Triebel

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31 Gedanken zu “Hate Crime auf dem Uni-Campus Heidelberg

  1. @ralf45
    Dass es einen Zusammenhang zwischen Mass Murders und dem Gebrauch bzw. Missbrauch von Substanzen gibt, wird in dem von mir bereits zitierten Artikel (s. u.) bestätigt. Brucato u. A. sprechen von „Freizeitdrogen“ (recreational drugs). Dieser dehnbare Begriff bezieht sich auf legale und illegale Substanzen, die ohne ärztliche Verschreibung konsumiert werden. Aber auch Suchtmitteln auf Rezept sind stellen in den USA ein Problem dar. Die sogenannte Opioid-Krise soll fast 200 Menschenleben (nach einem Artikel von nzz ch von 2021 komme ich sogar auf rund 255.000) pro Tag fordern. Rechnet man die Zahl der Schusswaffenopfer in den USA im Jahre 2020 von gut 20.000 (tagesschau de) durch 365 Tage, kommt man auf etwa 55 Schusswaffentote pro Tag. Die Key Statistics – Brady Campaign kommt auf 316 Menschen, die 2019 täglich in den USA durch eine Kugel getroffen wurden, wovon 106 Menschen starben und 210 überlebten. Von den 106 Toten starben 64 durch Selbstmord (60,38 %). Erschossen wurden 2019 demnach 42 Personen täglich. Legen wir die Daten von Chicago von 2016 zugrunde, haben davon über 85 % mit dem Bandenmilieu zu tun. (Katja Triebel, Faktencheck Chicago, 2016).

    Ein weiterer Aspekt ist, ob man den Missbrauch von Substanzen als Ursache für Probleme oder als Reaktion ansieht. Sicher wird eine Sucht nach kurz oder lang selbst zum Problem. Dem Griff zur Droge liegen aber wohl in den meisten Fällen soziale, ökonomische oder gesundheitliche Probleme zugrunde. Bei den Schmerzmitteln in den USA spielen, laut nzz ch, auch „falsche Anreize aus dem Gesundheitssystem“ eine Rolle.

    Hier noch einmal der Auszug aus dem Abstract von „Psychotic symptoms in mass shootings v. mass murders not involving firearms: findings from the Columbia mass murder database“ in Originalsprache:

    „US-based mass shooters were more likely to have legal histories, use recreational drugs or misuse alcohol, or have histories of non-psychotic psychiatric or neurologic symptoms. US-based mass shooters with symptoms of any psychiatric or neurologic illness more frequently used semi-or fully-automatic firearms.“ Gary Brucato u. a. Autoren, columbiapsychiatry org

    Interessant ist auch wieviele Mass Shootings pro Jahr überhaupt stattfinden. Bei statista com finden wir die Zahlen für die USA von 1982 bis 2021. Danach waren es bis 1998 0 bis 4, 1999 erstmalig 5. Dann liegt die Zahl bis 2011 wieder bei 0 – 4 und von 2012 bis 2016 bei 1 bis 7. 2017 wird mit 11 erstmals eine zweistellige Zahl erreicht. 2018 ist das Rekordjahr mit 12. Dann folgen 2019 mit 10, 2020 mit nur 2 und 2021 mit 6.

    Zwischen 2017 und 2019 liegt also eine auffällige Spitze. Insgesamt zeichnet sich eine Zunahme ab. Mass Shootings finden alles in allem in den USA jedoch eher selten statt. Über die Ursachen möchte ich nicht spekulieren. Wenn man davon ausgeht, dass Trends aus der Wirtschaft in den USA etwa ein Jahr später nach Deutschland überschwappen, kann man dies auch für Mass Shootings annehmen. Traurige Beispiele gibt es ja bereits. Todesopfer:

    Bad Reichenhall (1999) 4
    Erfurt (2002) 16
    Eching/Freising (2002) 3
    Winnenden (2009) 15
    Lörrach (2010) 2
    Kerpen/Langerwehe (2013) 3
    Dossenheim (2013) 3
    Ansbach (2015) 2
    München (2016) 9
    Halle (2019) 2
    Hahnau (2020) 10
    Heidelberg (2022) 1.
    (augsburger-allgemeine de, 23.07.2016, statista, u. a.)

    1. @ D.Buhn
      Sie bestätigen mit den Daten, was mir schon lange durch den Kopf geht.
      Der Großteil der Schusswaffentoten in den USA sind seit jeher Selbstmorde, ihre aufgeführten Zahlen zeigen dies noch einmal. Wer eine Schusswaffe sein eigen nennt, der nimmt natürlich eher die Waffe um sein Leben zu beenden, als aus dem Fenster zu springen oder sich aufzuhängen, so wie das bei uns meist passiert.
      Bzgl. Gewalttaten müssen diese Toten natürlich aus der Statistik herausgenommen werden, da Selbstmord keine Gewalttat im Sinne der inneren Sicherheit bzw. des Strafrechts und damit auch nicht justiziabel ist. Wer sich einzig selbst umbringt, der schadet ja niemand anderem.
      Die meisten anderen Schusswaffentoten in den USA haben jedoch auffällig häufig einen Zusammenhang mit Gang Violence und damit natürlich auch mit Drogenhandel und damit auch mit Drogenmissbrauch.
      Und da kommen wir zum Kasus Knacksus:
      Wer Drogen konsumiert, der ist natürlich nicht mehr Herr seiner Sinne und damit letztlich auch nicht zurechnungsfähig. Beim Schusswaffenmissbrauch gegen Dritte haben wir es also zumeist nicht mit einer Unzuverlässigkeit im Sinne des deutschen Rechtes zu tun, sondern mit einer kompletten Unzurechnungsfähigkeit. Und das ist von Ursache und Wirkung her etwas ganz anderes, muss folglich anders bewertet werden und muss deshalb zu anderen Lösungsansätzen führen.
      Wenn jemand besoffen oder unter der Einwirkung anderer Drogen Auto fährt und deshalb einen schweren Unfall mit Toten und Verletzten verursacht, macht man dafür ja auch nicht die Autohersteller oder andere Autofahrer verantwortlich.

  2. Ich gehöre auch einer etwas älteren Generation an. Ich gin gin den 70er und 80er Jahren zur Schule und studierte in den 90ern. Opfer und Täter gab es auch bei uns. Als Tatmittel wurde wie richtig im Artikel geschrieben, alles Mögliche verwendet. Schusswaffen waren in der ehemaligen DDR verbreitet, aber die Gewaltbereitschaft war nicht weniger als heute.
    Deswegen verstehe ich diesen Satz, im ansonsten sehr gut formulierten und auf des wesentliche gebrachten Artikel nicht so richtig:
    „Aber wir, die wir einfach nur zur Schule und Uni gingen, waren nicht gefährdet, Opfer eines Hassverbrechens zu werden.“ Klingt irgendwie so, dass das Ofer selbst Schuld sein könnte. Wir die einfach nur zur Schule gegangen sind…unschldig? Vieleicht nur unglücklich formuliert.
    Warum nehme ich es so genau, mit dem Verständnis? Ich bin auch Waffenhändler und den täglichen abfälligen Bemerkungen der Weltverbesserer ausgesetzt.

    1. Ich verweise auf die „Liste von Amokläufen an Bildungseinrichtungen“ – so sicher war es früher auch nicht. Allerdings habe ich so Ende 60er bis Anfang 80er in der Schule und beim Studium in Ostberlin nichts davon mitbekommen, dass auch nur irgendjemand in Erwägung ziehen würde, es könnte ein Attentat stattfinden. Ich selbst wäre niemals auf so eine Idee gekommen. Man hat sich sicher gefühlt.

      Der private Besitz an Feuerwaffen in der DDR war stark eingeschränkt. Nur ein paar politisch zuverlässige Jäger hatten ein Jagdgewehr. Der Umgang mit körperlicher Gewalt war entspannter als heute. Man trug seine Meinungsverschiedenheiten auch schon mal mit der Faust aus, ohne dass gleich die Polizei gerufen wurde. Fußtritte waren verpönt. Ein Taschenmesser hatte wohl jeder Mann und Junge bei sich, im Wald auch ein Fahrtenmesser, aber ein Messer als Waffe trugen nur Kriminelle.

  3. In den letzten Jahren verbreitet sich das Narrativ, dass bestimmtes Gedankengut zu Hass und Hetze führt. Hass und Hetze wiederum führen zu Gewalt. Dieses Narrativ wird auch auf die letzten Mass Shootings in Deutschland angewandt.

    Abgesehen davon, dass ich die Begriffe „Hass und Hetze“ (einzeln oder zusammen) seit geraumer Zeit nicht mehr hören oder lesen kann, ohne eine geistige Übelkeit zu empfinden, kann ich mich oben benannter „Erzählung“ nicht anschließen. In meinen Augen handelt es sich um eine unzulässige Vereinfachung bzw. puren Populismus.

    Schauen wir zuerst nach Vorläufern für dieses Narrativ :

    „ Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, …“. Dieses Zitat wird dem Talmut zugeschrieben, soll aber laut Jüdischer Allgemeine von dem gesellschaftskritischen englischen Schriftsteller Charles Reade (1814–1884) stammen.

    „ … allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.“ — Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung

    Ich denke, man kann sehen, aus welcher ideologischen Richtung dieses Narrativ stammt.

    Mass Shootings, und damit haben wir es hier bei drei Verletzten und einem Todesopfer zu tun, werden in der englischsprachigen Welt seit Jahrzehnten genauestens untersucht und kriminologisch und psychiatrisch / psychologisch sowie soziologisch aufgearbeitet. Obwohl hier ja alle so gut Englisch in der Schule lernen, scheint aber kaum einer auch nur einen der so zahlreich auf Englisch erschienenen wissenschaftlichen Texte zu dem Thema zu kennen. Insbesondere Politiker äußern ihre Meinung, als würde es die ganze Forschung auf diesem Gebiet gar nicht geben.

    Bis jetzt hatte ich mich besonders auf zwei Quellen bezogen: Peter Morrall, Murder and Society sowie Mass Shootings and Mental Illness by James L. Knoll IV, M.D. George D. Annas, M.D., M.P.H.

    Um ständige Wiederholungen zu vermeiden, beziehe ich mich hier auf einen populärwissenschaftlichen Artikel aus der Los Angeles Times vom 4. August 2019 von Jillian Peterson und James Densley, We have studied every mass shooting since 1966. Here‘s what we‘ve learned about the shooters. Beide sind Professoren für Strafrechtspflege. Peterson ist Psychologe und Kriminologe, Densley ist Soziologe.

    Die Autoren fanden nach zwei Jahren intensivem Quellenstudium heraus, dass alle Mass Shooters vier Gemeinsamkeiten aufweisen.

    Traumata in der frühen Kindheit.
    Identifizierbaren Punkt einer Krise in den Wochen oder Monaten vor dem Shooting. Verärgerung.
    Die Meisten haben die Aktionen anderer Shooter studiert.
    Alle hatten die Möglichkeiten bzw. Mittel, ihre Pläne umzusetzen. Sie entschieden, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist und dass andere zu ermorden, die richtige Rache sei.

    Die vier Punkte decken sich mit den Erkenntnissen oben genannten anderen Wissenschaftler.

    Knoll und Mitautoren sehen die „Verärgerung“ als Ausgangspunkt, welche Peterson und Densley als zweiten Punkt aufführen. Ich gehe davon aus, dass es dies ist, was Frau Katja Triebel, mit „Hass“ meint. Es gibt da im Deutschen wohl kein Wort für so eine hochgradige Verärgerung, in die der Täter sich dermaßen hineingesteigert hat, dass sie krankhafte Züge annimmt.

    Deutsche Polizeipsychologen sind aber auf der Höhe der Zeit, wie man an der Aussage von Polizeipsychologe Adolf Gallwitz zu dem Fall sieht:

    „Generell könne ein Mensch zum Amokläufer werden, „weil er die vorhandenen oder die subjektiv wahrgenommenen Kränkungen von der Kindheit übers Jugendalter zum jungen Erwachsenenalter als besonders schlimm erlebt.“ (Heidelberg 24, 31.01.2022)

    1. @ D.Buhn

      Zitat:“Alle hatten die Möglichkeiten bzw. Mittel, ihre Pläne umzusetzen. Sie entschieden, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist und dass andere zu ermorden, die richtige Rache sei.“

      Das ist mir zu einfach. Jemand anderen eiskalt zu ermorden, erfordert entweder eine jahrelange Verrohung im direkten Umfeld, eine mentale Besonderheit, die jegliches Mitgefühl ausschaltet, oder ein ganz spezielles militärisches Training.
      Wenn jemand aus einem einigermaßen intakten Umfeld kommt und keine psychische Besonderheit aufweist, dann dreht er bei einer Beleidigung oder einer Demütigung, selbst wenn diese länger andauert, nicht einfach so hart durch, dass er plötzlich dazu in der Lage wäre, eiskalt andere Menschen umzubringen. So eine Tat kostet enorme Überwindung.
      Jemanden nur zu hassen ist etwas ganz anderes, als ihn gleich zu töten. Insbesondere dann, wenn es nicht nur um eine Person geht, sondern gleich um eine ganze Gruppe. Unabhängig davon, ob diese Gruppe jetzt rassisch definiert wird, aus penetranten Mitschülern besteht oder einfach aus der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Fußballclub hervorgeht.
      Es gibt auf dieser Welt etliche Rassisten, die dennoch nicht einfach andere Menschen anderer Rassen ermorden. Es gibt etliche Fußballclubs, deren Fans sich beim Aufeinandertreffen gegenseitig verprügeln. Das ist aber in beiden Fällen etwas ganz anderes, als jemanden ganz gezielt zu ermorden.
      Selbstmord ist ja nicht selten. Erweiterter Selbstmord, bei dem der Selbstmörder seine „Peiniger“, oder die, die er dafür hält, gleich umbringt, ist selten.
      Wenn solche Taten dann vorkommen, werden sie aufgrund ihrer brachialen Ausführung meist medial sehr stark wahrgenommen, was zu der Fehleinschätzung führt, dass dies ein generelles Phänomen wäre. Das ist es aber nicht. Gemessen an der Bevölkerungsdichte der Welt, sind derartige Amokläufe eine absolute Seltenheit. Und da reicht der Gedanke einer simplen Rache an seinen „Peinigern“ meiner Einschätzung nach nicht im Ansatz aus.
      Wie hat man sich denn selbst früher an seinen nervigen Mitschülern gerächt? Bestenfalls indem man ihnen eine Backpfeiffe verpasst und sie so in eine Keilerei verwickelt hat oder ihnen einen kalten Eimer Wasser über den Kopf goss. Aber da hörte es schon auf.
      Wenn jemand andere eiskalt umbringt, dann reicht das Wort „Hass“ dafür gar nicht aus.
      Es braucht zusätzlich einen massiven Mangel an jeglicher Empathie. Und da sind wir wieder bei einer psychischen Besonderheit, die auf eine mentale Störung oder vielleicht sogar deren Medikation oder den gezielten Missbrauch von Drogen, um die Tat überhaupt durchführen zu können, hinausläuft.
      Ich hatte das hier auf dieser Website schon vor Jahren mal angesprochen, das bestimmte Medikamente (oder Drogen) bei psychischer Vorbelastung Menschen auf absolute emotionale Kälte herunterbremsen können. Dieser Effekt ist nicht nur in der normalen Medizin bekannt und wird meist bei Depressionen (z.B. Lithium) zum Einsatz gebracht, er wird teils auch beim Militär genutzt.
      Die Erschießungskommandos der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sind häufig mit Alkohol abgefüllt worden, um die Hemmschwelle zu senken. Später folgte dann der gezielte Einsatz von Pervitin (ein Vorläufer von Crystal Meth) bei Soldaten, um diese „härter“ zu machen.
      Und wenn man sich mal die vollkommen abartigen Mord & Totschlag-Propaganda Videos des IS angeschaut hat, wo Menschen anderen Menschen mit einem Grinsen im Gesicht die Köpfe abschneiden und danach damit Fußball spielen oder andere Menschen in voller Absicht mit dem Panzer überfahren und dann nachher grinsend neben den Überresten posieren, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass diese Leute entweder total wahnsinnig sind, oder eben unter Drogen stehen.
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass das letztere eine viel größere Rolle bei Amokläufen und Attentaten spielt, als bisher erkannt worden ist. Es gibt ja eine Tendenz bei Schülern und Studenten, durch Medikamentenmissbrauch die eigenen Leistungsfähigkeit steigern zu wollen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das bei der Verrohung unserer Gesellschaft eine gewichtige Rolle spielt. Viel eher, als der Konsum von Filmen oder Computerspielen, denen man dies jahrelang nachsagte, aber bis heute kein schlüssiger Beweis dafür erbracht worden ist.
      Ich war jahrelang in der Pflege tätig und habe die teils massive bewusstseinsverändernde Wirkung von (verschreibungspflichtigen) Medikamenten bei Patienten beobachten können.
      Genauso, wie auch die massive bewusstseinsverändernde Wirkung von bestimmten Drogen bei aggressiven Problemfällen, während meiner Arbeit im Sicherheitsbereich.
      Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, ob die Gerichtsmedizin bei Amokläufern im Nachgang ihres Amoklaufes diese generell auf Drogen- oder Medikamentenmissbrauch hin untersucht. Und wenn nein, warum nicht?

      1. @ Ralf Pöhling
        Die vier Punkte von Peterson und Densley hatte ich durchnummeriert. Aufzählungen mit Zahlen oder Gedankenstrichen verschwinden aber beim Posten. Die Autoren verwiesen darauf, dass sie bei allen untersuchten Mass Shootern alle diese vier Gemeinsamkeiten gefunden hätten. Greifen wir uns den strittigen Punkt mit den „Möglichkeiten“ im Original heraus. Zunächst ist der englische Begriff „means“ mehrdeutig. Hier für zutreffend halte ich sowohl die Übersetzung „Mittel“ als auch „Möglichkeit“. Zitat:

        „ Fourth, the shooters all had the means to carry out their plans. Once someone decides life is no longer worth living and that murdering others would be a proper revenge, only means and opportunity stand in the way of another mass shooting. Is an appropriate shooting site accessible? Can the would-be shooter obtain firearms? In 80% of school shootings, perpetrators got their weapons from family members, according to our data. Workplace shooters tended to use handguns they legally owned. Other public shooters were more likely to acquire them illegally.“

        Automatische Übersetzung (mit den nötigsten Korrekturen):
        „ Viertens hatten die Schützen alle die Mittel, um ihre Pläne auszuführen. Sobald jemand entscheidet, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist und dass die Ermordung anderer eine angemessene Rache wäre, stehen nur Mittel und Gelegenheit einer weiteren Massenerschießung im Weg. Ist ein geeigneter Platz zum Schießen zugänglich? Kann der Möchtegern-Schütze Schusswaffen beschaffen? Bei 80 % der Schießereien in Schulen haben die Täter nach unseren Daten ihre Waffen von Familienmitgliedern erhalten. Schützen am Arbeitsplatz tendierten dazu, Handfeuerwaffen zu verwenden, die sie legal besaßen. Andere Schützen im öffentlichen Raum erwarben sie eher illegal.“

        Ich denke, dass dies jetzt verständlicher ist, als meine ursprüngliche Kurzzusammenfassung. Allerdings ist der Widerspruch begründet, da die Autoren hier zwei Punkte vermengen. Die psychische Verfassung der Täter bzw. ihr Wunsch nach Rache gehört meiner Meinung nach bereits zum zweiten Punkt, wo es um den kritischen Punkt innerhalb der Krise und Ärger und Niedergeschlagenheit geht. Die Autoren gehen hierauf im vierten Punkt aber noch einmal ein, um zu betonen, das nach der Entscheidung zum Töten nun nur noch die Wahl von Mittel und Ort erfolgt. Hinzuzufügen wäre der Faktor Zeit, da solche Mass Murders (im Gegensatz zu echten Amokläufen) i. d. R. langfristig geplant und vorbereitet werden. Die beiden Täter vom Columbine High School Massacre 1999 nutzten diese Zeit der Vorbereitung nicht nur zur Beschaffung von Waffen und zum Bombenbau sondern auch zur mentalen Vorbereitung, was durch Videos dokumentiert ist.

        Die Beschaffung der Waffe und die Wahl des Ortes stellen eigene Punkte dar, zwischen denen interessantermaßen auch ein Zusammenhang besteht. Ein simpler aber extrem wichtiger Punkt bleibt, dass es ohne die Möglichkeit zur Beschaffung einer Feuerwaffe natürlich auch keine Mass Shootings geben kann, wenn wir von dem Amoklauf mit Pfeil und Bogen vor kurzem einmal absehen. Viele ziehen ja den Kurzschluss, dass ein Verbot von Feuerwaffen das Ausbleiben von Feuerwaffentoten nach sich zieht, weshalb man Feuerwaffen verbieten sollte.

        Gehen wir noch auf den Zusammenhang zwischen Mass Shootings und Medikamenten bzw. Drogen ein. Da kann man in der Geschichte noch weiter zurückgehen bis zu den Assassinen, deren Name al-Hassasin „Haschischleute“ bedeutet. In der britischen Armee und Marine wurde in napoleonischen Zeiten vor den Gefechten Rum ausgegeben. Rum stumpft nicht nur ab sondern soll auch besonders die Aggressivität fördern.

        Ein besonderer Zusammenhang zwischen Drogen bzw. Medikamenten oder Alkohol und Mass Shootings oder Mass Murders wird allerdings durch Studien nicht bestätigt. Es gibt zwar solche Effekte, dass sowohl unter dem Einfluss als auch durch den Entzug von Substanzen psychische Ausnahmezustände hervorgerufen werden können. Solche psychotischen Zustände können jedoch ebenso durch neurologisch-psychiatrische Krankheiten oder durch einen psychischen Entwicklungsprozess hervorgerufen werden. Vergessen werden sollte auch nicht, dass in bestimmten Situationen der Körper seine eigenen „Drogen“ in Form von Hormonen produziert.

        Ich zitiere, in Übersetzung, aus dem Abstract der Studie:

        Brucato G et al (2021). Psychotic symptoms in mass shootings v. mass murders not involving firearms: findings from the Columbia mass murder database. Psychological Medicine 1–9.

        „ Ergebnisse. Wir identifizierten 1315 Massenmorde, von denen 65 % Schusswaffen betrafen. Lebenslange psychotische Symptome wurden bei 11 % der Täter festgestellt, was mit früheren Berichten übereinstimmt, einschließlich 18 % der Massenmörder, die keine Schusswaffen benutzten, und 8 % derjenigen, die dies taten (χ2 = 28,0, p < 0,01). In den USA ansässige Massenschützen hatten mit größerer Wahrscheinlichkeit Vorstrafen, konsumierten Freizeitdrogen oder betrieben Alkoholmissbrauch oder hatten in der Vergangenheit nicht-psychotische psychiatrische oder neurologische Symptome. In den USA ansässige Massenschützen mit Symptomen einer psychiatrischen oder neurologischen Erkrankung benutzten häufiger halb- oder vollautomatische Feuerwaffen.“

        Nur 11 % der Täter litten also an lebenslangen psychotischen Symptomen, was ich so interpretiere, dass eine neurologisch-psychiatrische Krankheit als Ursache für eine primäre Psychose vorlag. Den Täter von Heidelberg können wir wohl unter diese 11 % einordnen, da er, laut „Spiegel“, an Schizophrenie gelitten haben soll. Zusätzlich soll er an Anpassungsstörungen gelitten haben. Wir hätten hier also beides: eine neurologisch-psychiatrische Erkrankung und eine psychische Störung. Beides soll schon lange zurückgelegen haben. (Quelle: Heidelberg 24, 04.02.2022) Zumindest die Schizophrenie ist jedoch unheilbar. Lediglich die Symptome können behandelt werden.

        Ich erinnere auch an die Diskussion hier zum Gastbeitrag von Dr. med. Härtel vom 25. 02. 2020 #Hanau Politischer Missbrauch eines psychisch Kranken.

      2. @ D.Buhn

        Mir geht es um folgendes:
        Lässt sich ein Drogen-/Medikamentenmissbrauch immer unzweifelhaft nachweisen?
        Und wenn ja, wird überhaupt immer danach gesucht?
        Denn was man nicht sucht, wird man ja auch niemals entdecken.
        Ich weiß, dass man Marihuana- oder auch Kokainkonsum in den Haaren nachweisen kann.
        Bei Koks kommen noch die üblichen Probleme mit den Schleimhäuten dazu.
        Bei Dauerkonsum von Crystal fallen hingegen langfristig die Zähne aus.

        Aber: Gilt das auch für Medikamente und Designerdrogen aus dem Internet?
        Ich habe nun schon öfters von Fällen gehört, die nach einmaligem(!) Konsum von privat zusammengebrauten Drogen, die sie irgendwo bei Dealern auf der Straße oder in der Disco gekauft haben, komplett durchgeknallt und dauerhaft in der Psychiatrie gelandet sind.
        Der illegale Vertrieb von eigentlich verschreibungspflichtigen Medikamenten ist ebenso nicht wegzudiskutieren. Kann man das überhaupt sauber nachweisen? Und wie will man das überhaupt nachweisen, wenn man die im Keller selbstgebastelten Drogen von ihrer Zusammensetzung und Wirkung überhaupt nicht kennt? Und wird überhaupt auf Medikamentenmissbrauch untersucht?

        Drogenmissbrauch und Selbstdoping mit illegal erworbenen verschreibungspflichtigen Medikamenten (oftmals Demenzmedikamente bei Studenten) passiert immer(!) im Geheimen. Drogen- /Medikamentenmissbrauch gibt niemand, abgesehen von ein paar harmlosen Kiffern, offen zu.
        Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir es hier mit einer enormen Dunkelziffer zu tun haben und viele psychische Erkrankungen gar nicht aus einer natürlichen Veranlagung des Patienten oder einer dauerhaft negativ wirkenden Umgebung entstammen, sondern aus genau so einem Dunkelfeld, das niemand wirklich auf dem Schirm hat.

  4. Mir gefällt die unreflektierte Übernahme amerikanischer Rechtsbegriffe ganz und gar nicht. Die dahinter stehenden Theorien sind in Deutschland auch nicht strafrechtsrelevant. In Deutschland haben wir ein systematisches Strafrecht mit klaren Begriffen. Wir müssen uns nicht mit schwammigen Begriffen wie „murder first degree“, „murden second degree“ usw. zu einer differenzierten Betrachtung eines Falles durchhangeln. Die Rechtsanwendung ist deshalb bei uns vergleichbar und nachvollziehbar. Spielräume gibt es noch genug.
    „Hate crime“ sagt mir gar nichts. Manche begehen einen Mord sogar aus Liebe. Gefühle spielen in unserem Strafrecht keine Rolle. Wir fragen, ob der Täter schuldfähig war, ob er mit Vorsatz handelte, was seine Beweggründe waren, ob er eine Rechtfertigung für seine Tat hatte. Begriffe aus amerikanischen Krimi-Serien bringen uns nicht weiter.

    1. Richtig. Hier in Deutschland gelten deutsche Gesetze. Gesetze anderer Länder durch die Hintertür mittels Agitprop der deutschen Bevölkerung bzw. dem deutschen Staat aufzwingen zu wollen oder sich am deutschen Recht mittels Religionsfreiheit vorbei mogeln zu wollen, ist rechtlich überhaupt nicht haltbar. Das ist schlicht getarnter Rechtsbruch.
      Sehen wir ja auch beim Asylrecht, wo Menschen zu Millionen Asyl zugestanden wird, was sie nach immer noch geltendem deutschen Recht wegen der Drittstaatenregelung gar nicht beanspruchen können.
      Im Prinzip geht es hier nur darum, möglichst viele Billiglöhner und Terroristen nach Deutschland einzuschleusen. Und weil das rechtlich eben gar nicht geht, übertüncht man den Rechtsbruch mit rechtlich völlig bedeutungsloser Propaganda. Und der Durchschnittsbürger frisst diesen Rechtsbruch dann irgendwann, weil er aufgrund des Dauerfeuers meint, es wäre wirklich geltendes deutsches Recht. Was aber nicht der Fall ist.

      1. So politisch sollten Sie meinen Kommentar nicht interpretieren. Ich will sagen, dass es im deutschen Strafrecht Hass als Mordmerkmal nicht gibt. Es gibt niedere Beweggründe und verwerfliche Zielsetzungen. Hass kann ein sonstiger niederer Beweggrund sein, muss aber nicht in jedem Fall so bewertet werden. Doch nun suchen alle nach einem Motiv. Das Motiv kommt aus der Psychologie und hat sich in der alltäglichen Küchenpsychologie des Verbrechens zu einer Art Sammelbegriff für die Beweggründe und Zielsetzungen entwickelt. Es kann sein, dass das amerikanische Recht als Fallrecht für schwammige Begriffsbildungen anfälliger ist. Ich meine überhaupt nicht, dass es in irgendeiner Absicht Agitprop, Umerziehung oder sonst etwas gibt. Für mich scheint es nur so zu sein, dass über Krimis und Fernsehserien solche Vorstellungen unreflektiert verbreitet und zu nicht verstandenen Erklärungsmustern werden. Was uns nicht weiterbringt, ist die Deutung tatsächlicher Ereignisse nach solchen Mustern. Zustimmen kann ich dem Ausgangsbeitrag von Katja Triebel insofern, dass man die als erweiterten Selbstmord eingeordneten Taten gesellschaftlich lösen muss, da das Recht hier an seine Grenzen stößt. Wenn schon das Strafrecht überfordert ist, dann das Waffenrecht schon zweimal.

      2. @kipplauf

        Die USA sind ein anderes Biotop. Dort wird der Staat nicht als Problemlöser, so wie bei uns, sondern als Problem angesehen. Was dann zu sehr starkem privatem Engagement und privater Meinungsmache führt, was wiederum dort deutlich mehr Impact auf die Gesellschaft hat, als ein Gerichtsurteil bei uns durch eine höhere Instanz.
        Insofern glaube ich schon, dass die USA für solche Meinungsmache sehr empfänglich sind, was wiederum im Rahmen der Globalisierung stark zu uns durchschlägt und für Verwirrung sorgt. Insbesondere deshalb, weil sich die spezielle politische Methodik der USA mit unserer europäischen Weltanschauung vermischt und dann zu gesellschaftlichen Entwicklungen an unserem System vorbeiführt. In der EU ist das ja überdeutlich erkennbar. Da verschwimmen plötzlich NGOs und Parteien, Staaten und Interessen und am Ende wird die Demokratie durch Meinungsmache ersetzt. Was wiederum dann dazu führt, das hier in Deutschland nicht zu unrecht mehr und mehr Menschen nicht mehr nachvollziehen können, wer da mit wem eigentlich was wie entscheidet.

  5. Nach den mir aus der Presse bekannten Informationen kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass der Waffenerwerb in Österreich illegal war. Man müsste wissen, ob er in Österreich eine WBK oder eine Jagdkarte hatte. Wenn er ausreichend lange in Österreich gelebt hat und die Sperrfrist von 3 Tagen eingehalten wurde, wäre der Erwerb nach meinem Wissen in Österreich auch legal gewesen. Die Mitnahme nach Deutschland könnte auch legal gewesen sein, wenn er sich die erforderlichen Genehmigungen eingeholt hatte. Nach dem ersten Eindruck ist das alles nicht der Fall, möglich ist es allerdings.

    1. Das kommt dabei heraus, wenn man die Nationalstaaten und ihre Grenzen einfach schleift, ohne vorher mal über die Konsequenzen einer uneingeschränkten Niederlassungsfreiheit oder die mittlerweile massenhaft eingerissene Verteilung von doppelten Staatsbürgerschaften für alles und jeden nachzudenken. Gerade das letztere führt nämlich ebenso zu mehr und mehr Problemen.
      Wer mehrere Staatsbürgerschaften hat, der kann nämlich in mehreren Ländern gleichzeitig wählen und dessen Wahlstimme hat dann mindestens das doppelte Gewicht, wie von einem Wähler mit einer einfachen Staatsbürgerschaft. Und so etwas ist schlicht verfassungswidrig.

  6. @Ralf45
    Mein Kommentar von gestern Mittag wartet immer noch auf Freischaltung. Mittlerweile reicht offenbar der Einbau eines einzigen Links, damit ein Post tagelang festsitzt. Ich poste ihn daher erneut und gebe statt dem Link Autor und Titel des Aufsatzes an.

    „Ich mag die Kunstbegriffe ‚Hass‘, ‚Hassverbrechen‘ oder den ursprünglich aus den USA stammenden Begriff ‚Hatecrime‘ überhaupt nicht, weil sie auf die falsche Fährte führen.
    … Im Prinzip wird damit .. jedes potentielle Attentat in eine rechtsextreme, rassistische und antisemitische Ecke verschoben, was dann den Fokus dort setzt, wo er eigentlich nicht hingehört.“

    Sie sind schon am Anfang Ihres Kommentars vom 26.02.22 im wahrsten Sinne des Wortes auf der richtigen Fährte. Man kann bereits dadurch, dass man bestimmte Wörter nutzt oder eben nicht nutzt, also durch absichtliche Sprachmanipulation, das Denken der Menschen und damit den ganzen öffentlichen Diskurs sanft aber sehr effektiv lenken, vor allem, wenn man das über Jahrzehnte betreibt. Die Sprachmanipulation ist deshalb so effektiv, weil sie viele gar nie bemerken bzw. weil sie manchmal fast gar nicht zu erkennen ist.

    Ich will hier einmal aus dem Waffenrecht ein Beispiel für perfekte Sprachmanipulation liefern:

    In der amerikanischen Waffendebatte ist der Terminus „gun control“ allgegenwärtig. Kaum ein Begriff wird öfter benutzt. Man findet ihn in jedem Aufsatz, in jedem Buch. Die deutsche Übersetzung ist „Waffenkontrolle“. Das Problem bei der Übersetzung ist, dass „Waffenkontrolle“ im deutschen Sprachgebrauch gar nicht existiert. Im Duden online ist der Begriff nicht abrufbar. Man könnte daher meinen, dass es in Deutschland keine Waffenkontrolle gibt, wir also ein sehr liberales Waffenrecht haben. Wir wir alle wissen, haben wir eines der restriktivsten Waffengesetze der Welt. Die Amerikaner reden dagegen ständig von Waffenkontrolle, haben aber in den meisten Bundesstaaten die liberalsten Waffengesetze der Welt. Wie kann das sein?

    Man hat in Deutschland hier schon vor Jahrzehnten die Weichen gestellt: Das Waffenrecht und seine ständigen Verschärfungen sollen vom Bürger nicht mit Kontrolle in Verbindung gebracht werden, denn Kontrolle lässt sich schlecht verkaufen. Daher macht man dem Bürger weis, dass es nicht darum geht, ihn zu kontrollieren und schlussendlich zu entwaffnen. Man erzählt ihm vielmehr, es ginge darum, die öffentliche, die innere SICHERHEIT wie auch die Sicherheit des Einzelnen zu erhöhen. Selbst mir ist diese Manipulation eine ganze Zeitlang nicht wirklich aufgefallen. Erst als ich den Artikel „Gun Speak“ von Charles C.W. Cooke gelesen habe, habe ich den Zusammenhang in aller Deutlichkeit erkannt. Das Bild zum Text ist einfach genial. Auf dem Shirt des Schreihalses mit den roten Haaren steht übrigens „Everytown for Gun Safety“, eine vom Waffenhasser M. Bloomberg finanzierte Organisation.

    Und ja, was die Belege anbelangt, die man hier von Ihnen fordert(e), so kann ich nur sagen: Belege sind immer eine sehr gute Sache. Ich warte aber bis heute auf die Belege des Innenministeriums bzw. der EU, die beweisen, dass sog. „große Magazine“ – die in Wirklichkeit Standardmagazine sind, also auch hier Sprachmanipulation – wirklich so gefährlich sind, dass das Verbot gerechtfertigt ist. Wenn also nicht einmal das BMI ein Verbot mit Fakten unterfüttern kann, dann dürfen Sie auch hier mal eine etwa steilere These aufstellen ohne jeden Satz mit einer Fußnote versehen zu müssen, was in der Kommentarspalte sowieso nicht funktioniert. Das Problem ist hier, das man maximal zwei Links als Nachweis setzen kann. Mehr geht nicht, sonst geht der Kommentar tagelang nicht online, wenn man Pech hat, sogar gar nicht. [Mittlerweile muss man ganz auf Links verzichten, siehe den Anfang meines Posts!] Außerdem muss man noch einen weiteren Faktor berücksichtigen: Wir haben es in diesem Land inzwischen mit einer deutlich eingeschränkten Meinungsfreiheit zu tun, was bedeutet: zu steil darf die These auch nicht werden.

    1. Das Problem ist hier, das man maximal zwei Links als Nachweis setzen kann. Mehr geht nicht, sonst geht der Kommentar tagelang nicht online, wenn man Pech hat, sogar gar nicht. [Mittlerweile muss man ganz auf Links verzichten, siehe den Anfang meines Posts!]

      Vielleicht ist das nicht bekannt, aber wir haben hier Probleme mit SPAM Nachrichten gehabt, und ein guter Hinweis auf so etwas sind viele Links im Kommentar. Das machen wir nicht freiwillig, denn dann müssen alle ausstehenden Kommentare manuell gesichtet und freigegeben werden, das ist viel Arbeit. Und manchmal schaut am Wochenende auch niemand in die Mailbox!
      Ein Link ist immer erlaubt. Ab drei Links wird der Kommentar zurück gehalten, bis er freigeschaltet wird (bisher waren das zwei Links). Es werden alle Kommentare freigeschaltet, welche kein SPAM sind (außer es wäre etwas illegales geschrieben worden). Jeder Erstkommentar muss freigschaltet werden, ansonsten funktioniert der SPAM-Filter nicht – beim letzten Mal hatte sich jemand regulär angemeldet und dann sehr viele Leute privat über unsere Webseite angeschrieben.

    2. @schmiedvonkochel

      Genau das. Es gibt noch ein anderes, ganz offensichtliches Beispiel, wo wir hier in Europa und ganz besonders in Deutschland ein offensichtliches Missverhältnis zwischen „zivilgesellschaftlicher“ NGO Propaganda und der Realität vorfinden:
      Bei „Black Lives Matter“.

      Was hat eine solche Agitprop Maßnahme eigentlich in Deutschland zu suchen?
      Das passt hier gar nicht. Friedrich Merz hatte das vor geraumer Zeit mal kurz angesprochen, es hat leider keinen öffentlichen Widerhall gefunden und wurde weitgehend ignoriert.
      Die Entführung und Versklavung von Schwarzafrikanern ist ein Teil der amerikanischen und arabischen Historie, nicht(!) der europäischen und schon gar nicht der deutschen.
      Wir haben keine Afrikaner aus Afrika entführt und in Deutschland versklavt. Weder vor ewigen Zeiten, noch in der neueren Geschichte. Das waren die Amerikaner und die Araber.
      Auch bezüglich Kolonialgeschichte sind wir als Deutsche in Afrika, im Vergleich zu den Arabern, den Niederländern, den Belgiern, den Franzosen und Engländern ein ganz kleines Licht gewesen.
      Die handvoll deutsche Söldner (man denke an Kongo Müller) in Afrika in den 60ern, standen im Dienst der Belgier und besonders der Franzosen mit ihrer Fremdenlegion und agierten nicht(!) für den deutschen Staat.

      Und wer sich ein wenig genauer mit der Geschichte des 2. Weltkrieges auskennt, der dürfte noch wissen, dass die deutschen Truppen des Afrikakorps unter Rommel von den meisten Afrikanern als Befreier von den Franzosen und Engländern willkommen geheißen worden sind.
      Es gab sogar schwarzafrikanische Einheiten in der Wehrmacht. Das ist Fakt.
      Davon will heute aber keiner mehr was wissen. Im Gegenzug werden wir im Rahmen der Globalisierung nun in den selben Topf geworfen, wie alle anderen auch. Wir sind also mittlerweile nicht mehr nur für den Holocaust verantwortlich, sondern auch für die Kolonialverbrechen aller anderen. Obwohl wir damit so gut wie nichts zu tun hatten.

      Und was ist die Ursache dafür?
      Die alles und jeden gleichschaltende Agitprop Propaganda der zentralistisch organisierten UN und des WEF. Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich hier auf dieser Webseite mal einen längeren Kommentar zu den individuellen Zahnrädern einer jeden Gesellschaft schrieb und dass man diese nicht so einfach untereinander austauschen könnte.
      Genau in dieses Problem rennen UN und WEF andauernd hinein.
      Wer uns hier in Deutschland eine Agenda gegen Kolonialisierung und gegen die Sklaverei von Schwarzen um die Ohren haut, der trifft genau die Falschen, was dann natürlich für umso mehr Unverständnis und Widerstand in der mit dieser Propaganda zu unrecht überschütteten Bevölkerung sorgt. Man stelle sich mal vor, die UN würden plötzlich den Amerikanern, den Briten und den Franzosen vorwerfen, sie wären am Holocaust mitschuldig. Das würde genauso in die falsche Richtung laufen und noch mehr Widerstand hervorrufen.

      Diese zentralistische Gleichmacherei von allem und jedem auf diesem Planeten führt in der Endkonsequenz dann auch zu der unerträglichen Gleichmacherei nicht nur von gesetzestreuen Legalwaffenbesitzern und Kriminellen mit ihren illegalen Waffen, sondern am Schluss zu der offenkundig falschen Behauptung, alle „alten, weißen Männer“ auf diesem Planeten wären für alles Böse auf Erden verantwortlich und alle anderen nur Opfer.
      Man muss in diesem Zusammenhang nur noch mal auf den Völkermord von Ruanda verweisen, der den Holocaust in der „Tote-pro-Minute“ Statistik meilenweit überholt. Und dabei waren Weiße überhaupt nicht involviert. Dort haben Schwarze andere Schwarze zu Millionen massakriert. Aber gegen „junge schwarze Männer“ gibt es keine Agitprop der UN oder des WEF.
      Im Gegenteil, diese werden in Millionenstärke seit Jahren als billige Arbeitskräfte nach Europa importiert und als Opfer dargestellt. Was sie nicht sind.

      Diesen alles und jeden gleichmachenden Unsinn muss man endlich mal beenden, denn er produziert mehr und mehr Kollateralschäden unter vollkommen unschuldigen Menschen, die sich plötzlich für etwas verantworten sollen, was sie nicht nur nicht selbst, sondern nicht einmal ihre Vorfahren begangen haben.
      Ich habe in meinem ganzen Leben nie Probleme mit Schwarzafrikanern gehabt, weder privat noch im Dienst, sie auch nicht unterdrückt oder rassistisch beleidigt. Nicht ein einziges Mal. Meine Familie auch nicht. Soweit ich das zurückverfolgen kann, ist keiner aus meinem Stammbaum überhaupt jemals in Afrika gewesen. Auch nicht während des Zweiten Weltkrieges oder davor. Ich muss mir als „alterndem, weißen Mann“ jetzt aber von einer politisch gehirngewaschen und zentral ferngesteuerten Trollarmee von Halbgebildeten ohne Geschichtskenntnis vorwerfen lassen, dass ich für die Verbrechen von ganz anderen Leuten aus ganz anderen Ländern verantwortlich sein soll. Auf so etwas reagiere ich total allergisch.

      Und genau diese Gleichmacherei zeigt sich dann natürlich auch beim Waffenrecht.
      Was in der Konsequenz nämlich, wie bei der angeblichen Alleinschuld „alter, weißer Männer“ für jedes erdenkliche Verbrechen auf Erden, zu der genauso falschen Gleichbehandlung von gesetzestreuen Legalwaffenbesitzern und Kriminellen mit illegalen Waffen führt.
      Was insbesondere in Anbetracht des wahren Hintergrunds der Anschläge von Paris 2015, die ja hauptursächlich für den politischen Amoklauf der EU in den letzten Jahre gegen Schusswaffen in privater Hand sind, extrem sauer aufstößt.

      Ich bin kein Krimineller und will auch nicht so behandelt werden.
      Ich bin das absolute Gegenteil eines Kriminellen und arbeite genau aus diesem Grund selbst im Sicherheitsbereich. Und nun werde ich von einer halbgebildeten politischen Trollarmee ohne Lebenserfahrung und ihren Wurmfortsätzen im Staatsapparat plötzlich zum Verbrecher hochstilisiert, nur weil ich ein „alternder, weißer Mann“ bin.
      Dazu nur noch ein Satz:
      Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

  7. @Ralf45 (Ralf Pöhling)
    „Ich mag die Kunstbegriffe ‚Hass‘, ‚Hassverbrechen‘ oder den ursprünglich aus den USA stammenden Begriff ‚Hatecrime‘ überhaupt nicht, weil sie auf die falsche Fährte führen.
    … Im Prinzip wird damit .. jedes potentielle Attentat in eine rechtsextreme, rassistische und antisemitische Ecke verschoben, was dann den Fokus dort setzt, wo er eigentlich nicht hingehört.“

    Sie sind schon am Anfang Ihres Kommentars vom 26.02.22 im wahrsten Sinne des Wortes auf der richtigen Fährte. Man kann bereits dadurch, dass man bestimmte Wörter nutzt oder eben nicht nutzt, also durch absichtliche Sprachmanipulation, das Denken der Menschen und damit den ganzen öffentlichen Diskurs sanft aber sehr effektiv lenken, vor allem, wenn man das über Jahrzehnte betreibt. Die Sprachmanipulation ist deshalb so effektiv, weil sie viele gar nie bemerken bzw. weil sie manchmal fast gar nicht zu erkennen ist.

    Ich will hier einmal aus dem Waffenrecht ein Beispiel für perfekte Sprachmanipulation liefern:

    In der amerikanischen Waffendebatte ist der Terminus „gun control“ allgegenwärtig. Kaum ein Begriff wird öfter benutzt. Man findet ihn ihn jedem Aufsatz, in jedem Buch. Die deutsche Übersetzung ist „Waffenkontrolle“. Das Problem bei der Übersetzung ist, dass „Waffenkontrolle“ im deutschen Sprachgebrauch gar nicht existiert. Unter duden.de ist der Begriff nicht abrufbar. Man könnte daher meinen, dass es in Deutschland keine Waffenkontrolle gibt, wir also ein sehr liberales Waffenrecht haben. Wir wir alle wissen, haben wir eines der restriktivsten Waffengesetze der Welt. Die Amerikaner reden dagegen ständig von Waffenkontrolle, haben aber in den meisten Bundesstaaten die liberalsten Waffengesetze der Welt. Wie kann das sein?

    Man hat in Deutschland hier schon vor Jahrzehnten die Weichen gestellt: Das Waffenrecht und seine ständigen Verschärfungen sollen vom Bürger nicht mit Kontrolle in Verbindung gebracht werden, denn Kontrolle lässt sich schlecht verkaufen. Daher macht man dem Bürger weis, dass es nicht darum geht, ihn zu kontrollieren und schlussendlich zu entwaffnen. Man erzählt ihm vielmehr, es ginge darum, die öffentliche, die innere SICHERHEIT wie auch die Sicherheit des Einzelnen zu erhöhen. Selbst mir ist diese Manipulation eine ganze Zeitlang nicht wirklich aufgefallen. Erst als ich diesen Artikel hier (https://www.americas1stfreedom.org/articles/2021/8/29/gun-speak) gelesen habe, habe ich den Zusammenhang in aller Deutlichkeit erkannt. Das Bild zum Text ist einfach genial. Auf dem Shirt des Schreihalses mit den roten Haaren steht übrigens „Everytown for Gun Safety“, eine vom Waffenhasser M. Bloomberg finanzierte Organisation.

    Und ja, was die Belege anbelangt, die man hier von Ihnen fordert(e), so kann ich nur sagen: Belege sind immer eine sehr gute Sache. Ich warte aber bis heute auf die Belege des Innenministeriums bzw. der EU, die beweisen, dass sog. „große Magazine“ – die in Wirklichkeit Standardmagazine sind, also auch hier eine Sprachmanipulation – wirklich so gefährlich sind, dass das Verbot gerechtfertigt ist. Wenn also nicht einmal das BMI ein Verbot mit Fakten unterfüttern kann, dann dürfen Sie auch hier mal eine etwa steilere These aufstellen ohne jeden Satz mit einer Fußnote versehen zu müssen, was in der Kommentarspalte sowieso nicht funktioniert. Das Problem ist hier, das man maximal zwei Links als Nachweis setzen kann. Mehr geht nicht, sonst geht der Kommentar tagelang nicht online, wenn man Pech hat, sogar gar nicht. Mittlerweile muss man noch einen weiteren Faktor berücksichtigen: Wir haben es in diesem Land inzwischen mit einer deutlich eingeschränkten Meinungsfreiheit zu tun, was bedeutet: zu steil darf die These auch nicht werden.

  8. @Ralf Pöhling

    Interessante Sichtweise und Interpretation der Grafik.

    Zitat: „Man achte auf den ersten Peak direkt nach Mauerfall (eventuell Zerfall Jugoslawiens) und dann auf den enormen Anstieg ab 2010, mit dem Peak 2015 (Migrationskrise-> Anschläge in Paris, etc.). Die Abflachung zum Ende der Kurve hin, geht vermutlich auf den weltweiten Coronalockdown zurück.“

    Der angegeben Link zeigt, wie von @Ralf Pöhling angemerkt, den „allgemeinen WELTWEITEN Anstieg von TERRORISTISCHEN Attacken“

    Originaler Link: https://www.start.umd.edu/gtd/search/Results.aspx?search=&sa.x=54&sa.y=3

    Nach nachvollziehbaren Suchkriterien erzeugter Link: https://www.start.umd.edu/gtd/search/Results.aspx?start_yearonly=&end_yearonly=&start_year=&start_month=&start_day=&end_year=&end_month=&end_day=&region=12&region=2&region=7&region=4&region=9&region=10&region=1&region=3&region=6&region=5&region=11&region=8&asmSelect0=&asmSelect1=&dtp2=all&success=yes&casualties_type=b&casualties_max=

    Löst man allerdings mal nach „Westeuropa“ auf, dann zeigt sich hier ein etwas anderes Bild:
    https://www.start.umd.edu/gtd/search/Results.aspx?chart=overtime&casualties_type=b&casualties_max=&dtp2=all&region=8&count=100

    Die „Peaks“ Anfang der 90 zeigen bei schneller Betrachtung sehr viele Attentate die auf das Konto der ETA, IRA, UFF und ähnlichen separatistischen Gruppen gehen. Also Gruppen die sich abspalten wollten. (Zitat @Ralf Pöhling: „eventuell Zerfall Jugoslawiens“)

    Bei den 2015er „Peak“ sind neben SEHR vielen „unknown“ auch diverse Rechtsgerichtete, Antisemitische, Anit-Muslimische, Linksradikale usw. aufgeführt. Am 02.03.2015 ein terroristischer Anschlag von PEGIDA.

    Es fehlt immer noch der NACHWEIS für folgende Aussage:
    „Die Hauptursache für die Steigerung solcher Vorfälle, […], liegt in der massiven Vermischung der Völker […], die inkompatible Weltanschauung näher zueinander bringt[…].
    Je näher die Probleme aneinander rücken, desto häufiger knallt es also.
    Und das lässt sich statistisch eindeutig nachweisen.[…]

    1. Finde hier gerade sehr interessant, dass gut recherchiert wird und keiner einfach irgendwelche Behauptungen aufgreift. Sehr interessante Links auch. Wegen vieler Links muss ich die Kommentare übrigiens auch manuell freigeben, ihr wisst schon, SPAM-Schutz. Aus Gründen. 🙂

    2. Meine These war, dass die Globalisierung die weltweiten Konflikte schürt.
      Nun mokieren Sie, dass ich auf eine Datenbank des WELTWEITEN Terrorismus verlinke.
      Dass die Globalisierung ein weltweites Phänomen ist, steht außer Frage, oder?
      Dass die Anzahl an Terroranschlägen weltweit seit Mauerfall drastisch zugenommen hat, wird durch die Kurve eindeutig belegt. Im Rahmen der Globalisierung und der Migration fließen sämtliche internationalen Konflikte ineinander, was den internationalen Terrorismus befeuert, und bestehende Bündnisse außeinander treibt, was dann zu Separatismus führt.
      Die Franzosen sprechen derzeit nicht ohne Grund vom „islamischen Separatismus“ in Frankreich. Deutschland ist z.B. Rückzugsraum für den islamischen Terror und deshalb selbst von islamischen Terroranschlägen bisher nur wenig betroffen. Man sprengt ja nicht seine eigene „Kaserne“ weg, um mal Erdogan zu zitieren. Die Amerikaner kämen ja auch nicht auf die Idee, Deutschland zu bombardieren, während sie hier ihre eigene Airbase in Rammstein dringend brauchen. Etliche IS Kämpfer kamen aus Deutschland, es gibt ja gerade nicht wenige Gerichtsverfahren gegen IS Heimkehrer bei uns, die Attentäter in Frankreich 2015 waren teils als Flüchtlinge im Flüchtlingsstrom und der Einladung durch Bundeskanzlerin Merkel 2015 nach Frankreich eingereist, andere wiederum kamen aus Belgien und hier aus Brüssels berüchtigtem islamischen Ghetto Moolenbeek, was Eric Zemmour, der sich gerade in Frankreich als Shooting Star der politischen Szene darstellt, zur Einschätzung brachte, man müsse nicht die IS Hochburg Raqqa in Syrien, sondern Moolenbeek bombardieren, um das abzustellen. Diese Einschätzung ist weit weniger populistisch, als es zunächst scheint. Da ist nämlich wirklich etwas dran. In dem Zusammenhang ist die Lektüre des Verfassungsschutzberichtes erhellend. Ich könnte da auch meine persönliche Erfahrung ins Spiel bringen, dies würde aber vermutlich eine Klage wegen Geheimnisverrats nach sich ziehen.
      Bzgl. der „rechtsgerichteten“ und „antisemitischen“ Anschläge dürfte mittlerweile bekannt sein, dass die Statistiken dort nur unzureichend zwischen heimischen Rechtsterrorismus/Antisemitismus und importierten Varianten unterscheidet. Die rechtsgerichteten türkischen(!) Grauen Wölfe fallen bei uns z.B. auch in die Kategorie „rechts“ und „deutsch“ weil fast alle von denen einen deutschen „Doppelpass“ haben, was wiederum beim schnellen überfliegen den Eindruck erweckt, bei rechtsgerichteten Aktivitäten in den Statistiken handele es sich zuvorderst um Aktivitäten deutscher Glatzen. Und das ist eben nicht der Fall. Denken Sie in diesem Zusammenhang an die Ereignisse vor der Synagoge in Gelsenkirchen im letzten Jahr. Das waren keine deutschen „Kartoffeln“, die da vor der Synagoge ihren Judenhass ausgelebt haben, sondern zugewanderte Muselmanen, die dennoch wegen ihres deutschen Passes als Deutsche in die Statistik rechtsgerichteter Antisemitismus verfrachtet worden sind. Und das passiert in der Art regelmäßig. Anti-muslimische Attentate in die andere Richtung sind dann die Folge solcher Fehlentwicklungen. Actio und Reactio ist eben Naturgesetz.
      Wobei man eindeutig feststellen kann, das anti-muslimische Attentate sich zumeist auf das Werfen von Schweineköpfen oder dem Feuern mit dem Luftgewehr beschränken und damit keinesfalls vergleichbar sind zu professionell ausgeführten Massakern im Namen des Islam, wie 2015 bei Charlie Hebdo und besonders dem Bataclan.
      Dass das Bataclan nicht nur wegen der dort damals aufspielenden amerikanischen Band zum Ziel islamischer Terroristen wurde, sondern einen „globalen“ Vorlauf hatte, ist ihnen vielleicht nicht bekannt. Der Betreiber des Bataclan hat einen Teil seiner Einnahmen regelmäßig an die israelische IDF gespendet. Im Vorfeld des Attentats wurde aus radikalislamischen Kreisen diesbezüglich eine Warnung ausgesprochen, man solle dies unterlassen, sonst würde man zum Ziel. Was dann auch passierte. Die Ursache für das Attentat war also der globalisierte Nahostkonflikt.
      Wer sich mit dem Phänomen des internationalen Terrorismus auskennt, der wird mich zudem bestätigen, dass es sich hier meist eben nicht(!) um radikalisierte Einzeltäter handelt, sondern um militärisch geplante und von ausländischen Geheimdiensten gesteuerte Anschläge auf fremden Territorium. Was natürlich wegen der geheimdienstlichen Beteiligung nicht nur verschleiert wird, sondern überhaupt nur dadurch erst möglich wird, das die Welt mehr und mehr globalisiert worden ist in nahezu jeder überall widerstandslos hinreisen kann. Zumindest bis vor Corona.
      Die Attentäter vom 11. September 2001 (also nach Mauerfall) waren Saudis, die in Hamburg studiert haben, in den USA das Fliegen lernten und aus Afghanistan gesteuert worden sind. Unterstützt und gedeckt vom pakistanischen Geheimdienst, der Bin Laden im Nachgang sogar in Pakistan versteckte.
      Und dann denken Sie auch mal den tschetschenischen Separatismus, den Tschetschenienkrieg und die darauf folgende Geiselnahme 2002 in einem Theater in Moskau und 2004 in einer Grundschule in Beslan, die direkt ihre Ursache in dem von mir beschriebenen Phänomen des durch den Zusammenbruchs des Ostblocks entstandenen Vakuums und der daraus folgenden Globalisierung hatte bzw. in die Internationalisierung sämtlicher lokaler Konflikte wunderbar hineinpasst.

      Nebenbei: Das Waffenrecht ist schon lange kein nationales Thema mehr. Denken Sie an die EU Feuerwaffenrichtlinie als Folge der Anschläge 2015 von Paris, die eben Folge der Globalisierung des Nahostkonfliktes waren. Und dann denken Sie mal an die globale Berichterstattung zu den Themen „Kenosha“ oder auch zu „Rust/Alec Baldwin“.
      Auf rein deutscher Ebene spielt sich hier schon lange nichts mehr ab. Aber die Deutschen sind mit ihrem Engagement bzgl. Migrationspakt und Flüchtlingsströme seit 2015 stark treibende Kraft der Globalisierung. Und gerade wir hier versuchen das ganze mit einem schärferen Waffenrecht für Privatbürger zu kontern, während unser Sicherheitsapparat aufgrund unserer globalistischen politischen Agenda mehr und mehr von zugewanderten Muslimen unterwandert wird. Also genau so, wie in Frankreich, denn es war der Sicherheitsdienst des Bataclan, der das Attentat ausführte.
      Dass es das alles zu Zeiten des Eisernen Vorhangs natürlich nicht gab, nicht geben konnte, muss ich wohl nicht erklären. Und die Kurve auf der von mir verlinkten Seite bestätigt genau dies.

      1. Ich schreibe jetzt ein letztes Mal unter dieser Meldung.
        Die Kommentarfunktion hier sollte nicht für so etwas sein. Vielleicht kann man die Möglichkeit eines internen Forums umsetzen.

        @Ralf Pöhling
        Mir gefällt dass Sie sehr interessiert und engagiert sind.
        Nur leider ist es viel zu viel Text, zu viel ineinander geworfenes mit nicht nachprüfbaren Behauptungen ohne Quellen (Diese Behauptungen sind dadurch wertlos!) und vor allem ohne „Roten Faden“

        Sie schrieben:
        Zitat: „Meine These war, dass die Globalisierung die weltweiten Konflikte schürt.
        Nun mokieren Sie, dass ich auf eine Datenbank des WELTWEITEN Terrorismus verlinke.“

        Warum schreiben Sie das dann nicht einfach so. Mit einer kurzen, knackigen Begründung für Ihre These? Warum versuchen Sie weitschweifig irgendwelche Zusammenhänge und Ursachen zu konstruieren? Die Globalisierung nutzt vor allem die Armen aus und macht die Reichen noch reicher. Dass die ausgenutzten das nicht gut finden sollte klar sein. Diese laufen dann irgendwelchen „Heilsbringern“ (z.B. ISIS, Boko Haram) hinterher die Ihnen zumindest eine Rache und das Paradies versprechen.

        Die Anzahl der terroristischen Attacken weltweit stieg laut den Links zur GTD seit den 90ern an. Das stimmt zweifelsfrei.
        Und Sie meinen dass dies mit dem Fall der Mauer (Demnach den Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des kalten Krieges) zu tun hatte. Sicherlich auch irgendwie richtig, schließlich hat sich die gesamte Welt neu ordnen müssen.

        Allerdings ist durch die genannten Quelle KEIN kausaler Zusammenhang zu beweisen.
        Beispiel gefällig?
        1996 veröffentlichte DJ BoBo sein viertes Album: World in Motion. Danach sank die Zahl der terroristischen Attacken laut den o.g. Links stark ab.
        Ist das demnach ein BEWEIS dass das Album von DJ Bobo einen Einfluss auf die Zahl der terroristischen Attacken hatte?

        Die verlinkte Datenbank ist eine reine Sammlung von Meldungen aus sozialen Medien, Nachrichten, Zeitungen etc. Vorsortiert von KI, danach gesichtet und bewertet von Mitarbeitern. Nicht alles was aufgeführt wird ist eine terroristische Attacke im klassischen Sinne mit Toten und Verletzten. Es wird auch darauf verwiesen dass die Daten mit Vorsicht zu interpretieren sind (Unter „about“ zu finden: […] In general, users should interpret trends over time with caution […] Likewise, the GTD is not directly comparable to other sources of data on terrorism, as differences in definitions, sources, and workflows will produce misleading inferences.)

        Für folgendes hätte ich gern noch Nachweise:
        Zitat: „Also genau so, wie in Frankreich, denn es war der Sicherheitsdienst des Bataclan, der das Attentat ausführte.“
        Das lese ich zum ersten Mal. Gibt es eine zitierfähige, öffentliche QUELLE? Falls nicht, dann nenne ich die Aussage eine böse Lüge.

        Zitat: „Dass es das alles zu Zeiten des Eisernen Vorhangs natürlich nicht gab, nicht geben konnte, muss ich wohl nicht erklären.“
        Olympia 1972?
        Lockerbie 1988?
        Internationaler Terrorismus. Wer suchet der findet…

        Das Attentat in Heidelberg ist schrecklich und ich hoffe inständig dass die Verletzten und Betroffenen rasch genesen, die Angehörigen die notwendige Unterstützung erfahren.
        Ebenso wie Katja Triebel denke ich dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist Prävention zu betreiben, die Ursachen für den „Hass“ zu finden und abzustellen.

      2. @ DaKiel

        Sie haben meinen obigen Kommentar nicht aufmerksam genug gelesen.
        Der Grund warum ich hier so viel „drumherum“ schreibe, ist Geheimhaltung.
        Wenn ich hier bestimmte Details veröffentliche, dann sitze ich bei der jetzigen Machtstruktur und Machtverteilung in Deutschland und auch meinem Bundesland sofort im Bau oder schlimmeres. Mehrere Versuche gab es bereits.

        Zitat:“Für folgendes hätte ich gern noch Nachweise:
        Zitat: „Also genau so, wie in Frankreich, denn es war der Sicherheitsdienst des Bataclan, der das Attentat ausführte.“
        Das lese ich zum ersten Mal. Gibt es eine zitierfähige, öffentliche QUELLE? Falls nicht, dann nenne ich die Aussage eine böse Lüge.“

        Fragen Sie die Band, die damals dort aufgetreten ist. Oder suchen Sie nach dem im Netz frei verfügbaren Videointerview, in dem die Band selbst in eindringlichen Worten und mit Personenbeschreibung bestätigt, dass die Attentäter genau die waren, die vorher die Eingangskontrolle gemacht haben. Und als jemand der im Sicherheitsbereich arbeitet und tagtäglich beobachtet, wie die private Sicherheitsbranche seit Jahren von halbseidenen Gestalten aus der nach Deutschland eingewanderten Unterwelt unterwandert wird, habe ich an dieser Aussage keine Zweifel.
        Es gibt zu den Attentaten in Frankreich 2015 auch eine sehr gute Dokumentation des Senders Arte, der das Totalversagen des französischen Sicherheitsapparates mit etlichen Interviews vor laufender Kamera eindeutig belegt. Und es lag laut dieser Dokumentation nicht(!) an den Spezialeinheiten (diese kommen auch zu Wort) die in unmittelbarer Nähe warteten, dass die Attentate nicht verhindert bzw. zeitnah gestoppt worden sind, sondern an der Einsatzleitung, die den Eingriff verbot! Jetzt zählen Sie eins und eins zusammen. Und dann denken Sie nochmal an das Thema Geheimhaltung. Vielleicht fällt dann ja der Groschen.
        Ich werde es hier nichts verlinken, weil die Freischaltung dieses Kommentars sonst vermutlich länger dauert, ich kann zu diesem Thema aber auch die Artikel der Frau Riffler auf Tichys Einblick wärmstens empfehlen.

        Zu ihren beiden Beispielen am Schluss:
        Olympia 1972 traf die Behörden eiskalt und niemand war darauf vorbereitet.
        Im Prinzip war das der erste wirklich große Schlag ausländischen Terrorismus auf deutschem Territorium. Olympia 1972 gab den Startschuss für die GSG9. Vorher war da nichts. Weil es eigentlich nicht nötig war. Der linksradikale Inlandsterrorismus hat dem islamischen antiisraelischen Terrorismus damals hier bei uns das erste mal die Tür geöffnet.
        Und nun im Jahre 2022 wohnen die auch noch alle hier. Was dann auch zu solchen Auswüchsen wie letztes Jahr in Gelsenkirchen vor der Synagoge führt.

        Zu Lockerbie: Das war ein Bombenattentat auf einen Interkontinentalflug.
        Es war kein Attentat, was durch ausländische Kräfte in fremdem Territorium durchgeführt worden ist, so wie der 11. September 2001 in New York, die Geiselnahme im Theater in Moskau 2002, die Geiselnahme in Beslan 2004, die Madrider Zuganschläge 2004, die Terroranschläge in London 2005, das Attentat auf Charlie Hebdo und das Attentat im Bataclan 2015, das Attentat auf dem Breitscheidplatz 2016 in Berlin, die Häufung von islamischen Anschlägen in London 2017, diverse islamische Attentate und Attentate durch die PKK in 2017,2018,2019, die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty in einem Pariser Vorort und der Anschlag von Wien im Jahre 2020, den Mord am britischen Abgeordneten David Amess in seinem Wahlkreis in Essex in 2021, etc..
        Ich könnte die Liste hier noch ewig und drei Tage fortführen, aber jetzt mache ich es kurz, so wie Sie wünschen: Militante Terroranschläge in der Häufung durch eingewanderte(!) Attentäter und ihr Umfeld, gab es vorher nicht. Weil sie hier nicht so ohne weiteres einwandern konnten. Dass es vorher schon und bis heute Attentate durch deutsche Linksextremisten und Rechtsextremisten gab, steht außer Frage. Aber das war Inlandsterrorismus und kein zugewanderter Auslandsterrorismus, der erst durch die massiven Migrationsbewegungen derart zugenommen hat. Was ich hier schreibe, können Sie gerne anhand öffentlich zugänglicher Quellen, inklusive der von mir hier in diesem Kommentar gerade angegeben, selbst überprüfen. Sie müssen es nur tun.
        Seeing is believing.

  9. Ich mag die Kunstbegriffe „Hass“, „Hassverbrechen“ oder den ursprünglich aus den USA stammenden Begriff „Hatecrime“ überhaupt nicht, weil sie auf die falsche Fährte führen.
    Es ist ja bei hart-rechten Gruppierungen in den USA nicht selten, dass sich deren Anhänger die Buchstaben „H-A-T-E“ auf die Finger tätowieren. Meines Wissens hat der Begriff „Hatecrime“ da auch seinen Ursprung. Im Prinzip wird damit also jedes potentielle Attentat in eine rechtsextreme, rassistische und antisemitische Ecke verschoben, was dann den Fokus dort setzt, wo er eigentlich nicht hingehört, weil er den anderen Teil des Spektrums an potentiellen Attentätern und Amokläufern komplett ausspart. In Deutschland haben wir diese Begrifflichkeit leider übernommen, was zum gleichen verengten Fokus und damit zu politischen Fehlschlüssen und zu einseitigen politischen Initiativen führt. Weshalb das Problem auch nicht entschärft wird.

    Es gibt unzählige mögliche Tatmotive für Attentäter bzw. Amokläufer. Das kann rechtsextrem, rassistisch oder antisemitisch motiviert sein, ist es aber sehr häufig nicht.
    Und das sind dann genau die Fälle, wo der Täter und seine Herkunft in den Medien nicht genannt oder die Tat nur im Nebensatz in einer detailarmen Kurzmeldung verschwindet, weil sie nicht ins gewünschte bzw. erhoffte politische Wunschbild passt.
    Sehr häufig ist es einfach eine banale Beziehungstat, in diesem Fall war es das erste was mir durch den Kopf ging, das kann aber auch ein psychische Erkrankung bzw. eine Nebenwirkung der dazu gehörigen Medikation sein, es kann auch ein religiös motiviertes, ein linksextrem motiviertes Attentat sein oder sogar eine vertuschte Geheimdienstoperation, zum Zwecke der Destabilisierung der Gesellschaft oder zur Forcierung von Gesetzesänderungen.
    Und genau diese möglichen Motivationen sind deutlich häufiger als echte rechtsextreme, rassistische oder antisemitische Attentate.
    Das gleiche gilt auch für den Begriff „Femizid“, der den Hass auf Frauen in unzulässiger Weise verallgemeinert, wo die Unterdrückung und Ermordung von Frauen doch in bestimmten Kulturkreisen zuvorderst religiös motiviert ist und weltweit in dem Zusammenhang am häufigsten vorkommt.

    Warum Menschen andere Menschen ermorden hat so vielfältige Gründe, wie die Menschen auf diesem Planeten vielfältig sind. Die Hauptursache für die Steigerung solcher Vorfälle, und die gibt es unzweifelhaft, liegt in der massiven Vermischung der Völker durch die Globalisierung und die künstlich forcierte Massenmigration, die inkompatible Weltanschauung näher zueinander bringt und zudem unter stetig steigenden Konkurrenzdruck setzt.
    Je näher die Probleme aneinander rücken, desto häufiger knallt es also.
    Und das lässt sich statistisch eindeutig nachweisen. Die Anzahl solcher Attentate nimmt mit steigender Vermischung der Völker zu. Und zwar global. Das will bloß keiner hören.
    Im Gegenzug sehen wir eine stetige Verschärfung des Waffenrechts überall wo man hinschaut.
    Dennoch nehmen die Attentate zu. Weil die Waffen natürlich dafür nicht(!) ursächlich sind, sondern politische Weichenstellungen, die fälschlicherweise von einem weltweit einheitlichen Menschenbild ausgehen oder den Umstand der Unverträglichkeit bestimmter kultureller Unterschiede schlicht ignorieren.
    Weil diese Unterschiede und das daraus entstehende Konfliktpotential den Entscheidern vollkommen egal ist, da sie selbst in ihren gepanzerten Limousinen und ihren Gated Communities mit eigenem Sicherheitsdienst davon nicht betroffen sind.

    1. Zitat: „Die Hauptursache für die Steigerung solcher Vorfälle, und die gibt es unzweifelhaft, liegt in der massiven Vermischung der Völker durch die Globalisierung und die künstlich forcierte Massenmigration, die inkompatible Weltanschauung näher zueinander bringt und zudem unter stetig steigenden Konkurrenzdruck setzt.Je näher die Probleme aneinander rücken, desto häufiger knallt es also.
      Und das lässt sich statistisch eindeutig nachweisen. Die Anzahl solcher Attentate nimmt mit steigender Vermischung der Völker zu. Und zwar global. Das will bloß keiner hören.“

      Gibt es auch eine zitierfähige Quelle in der man den „statistisch eindeutigen Nachweis“ mal nachlesen kann?

      1. @DaKiel
        @Niclas (GRA e.V.)

        Gibt es.
        Hier zwei Links auf die Global Terrorism Database:
        (Man kann links neben der Kurve selbst anklicken und nach Anzahl allgemein, verwendete Waffen, Anzahl an Opfern, etc. auswählen.)

        Zahlen allgemein von 1970(!) bis heute:
        https://www.start.umd.edu/gtd/search/Results.aspx?search=&sa.x=54&sa.y=3

        Zahlen nach verwendeten Waffenarten:
        https://www.start.umd.edu/gtd/search/Results.aspx?chart=weapon&casualties_type=&casualties_max=

        Der Anstieg über die Zeit ist wohl eindeutig. Meiner Ansicht nach ist der Grund dafür der Fall des Eisernen Vorhangs bzw. der Zerfall des Ostblocks und die darauf folgende Globalisierung. Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es keine globale Reise- bzw. Niederlassungsfreiheit. Das kam erst mit dem Zusammenbruch des Ostblocks, der den Ost-West Verkehr, sowie das Wiedererstarken des globalen islamischen Machtanspruchs nach sich gezogen hat und sich dann mit den Ambitionen der UN in Richtung Migrationspakt massiv forciert hat.
        Man achte auf den ersten Peak direkt nach Mauerfall (eventuell Zerfall Jugoslawiens) und dann auf den enormen Anstieg ab 2010, mit dem Peak 2015 (Migrationskrise-> Anschläge in Paris, etc.). Die Abflachung zum Ende der Kurve hin, geht vermutlich auf den weltweiten Coronalockdown zurück.

        Bei der Kurve zu den verwendeten Waffen für die Terroranschläge, steht ganz weit vorne Sprengstoff, direkt danach folgen Anschläge mit Schusswaffen, Und das trotz der Tatsache, dass weltweit mit ganz wenigen Ausnahmen wie z.B. Tschechien, das Waffenrecht seit 1970 überall verschärft worden ist. Insbesondere in Deutschland. Aber das wisst ihr hier ja alles.
        Die Intensität der Waffenrechtsverschärfungen läuft über die Zeit also gegenläufig zu den mit Schusswaffen begangenen Attentaten.
        Wie das wohl kommt, soll mir mal einer aus den technokratischen EU Schwafelclubs erklären und mir dann noch erzählen, Waffen in privater Hand wären ursächlich für mehr Gewalt. Das sind sie nämlich nicht. Und auch beim WEF möge man sich diese Statistiken genauestens anschauen und mal darüber nachdenken.

        Zu Amokläufen gibt es ähnliche Kurven mit ähnlichem Anstieg.
        Aber eins nach dem anderen. 😉

  10. @Katja Triebel
    „Ich verstehe nicht, wo wir gesellschaftlich gelandet sind, dass es gerade so viel Hass und auch Hassverbrechen gibt. Ich durfte zu einer Zeit groß werden, wo solche Hate Crimes nicht an der normalen Zivilbevölkerung in der Öffentlichkeit begangen wurden, um in die Medien zu kommen.“

    Ich denke, wir gehören beide der Generation an, die in den 1970ern die Grundschule besucht hat. Zu dieser Zeit war Deutschland noch völlig anders. Das können sich jene, die nach 1990 geboren wurden, gar nicht mehr vorstellen.

    Damals waren viele Familien noch intakt. Mütter, die gearbeitet haben, waren die Ausnahme. Ich erinnere mich an meinen Banknachbarn in der Grundschule. Der Vater war Handwerker, und es waren noch zwei Brüder da. Diese 5-köpfige Familie konnte es sich damals noch leisten, ein Häuschen zu mieten. Ein Auto (einen Käfer!) hatten die fünf auch schon. Die Mutter der drei musste nicht arbeiten und konnte sich um das Haus und die vier „Kerle“ kümmern. Und heute? Die Steuer- und Abgabenlast ist so irre hoch, die Kaufkraft und Verzinsung des Euro so miserabel, dass man als (Ehe-)Frau und Mutter gar keine Wahl mehr hat. Mann und Frau müssen in den meisten Fällen beide einer bezahlten Arbeit nachgehen, da es sonst nicht mehr reicht am Monatsende. Die Kinder laufen da so nebenbei mit. Wirklich kümmern kann sich um die keiner mehr. Es fehlt die Zeit. Kein Wunder also, wenn immer öfter völlig gestörte Persönlichkeiten auftauchen, erfüllt von Hass, weil sie in Kindheit und Jugend zu wenig Zuneigung und Aufmerksamkeit erfuhren, mit ihren Problemen oft allein gelassen wurden. Hier sehen wir, was passiert, wenn man die Familie zerstört.

    Auffällig ist auch wieder einmal, welches Medienecho entsteht, wenn ein Verbrechen mit einer Schusswaffe begangen wird. Das Echo ist riesig. Wäre das Tatmittel ein Messer gewesen, wäre dem Fall deutlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden. Der zivile Waffenbesitz soll abgeschafft werden und da wird jedes Ereignis propagandistisch ausgeschlachtet.

    Das ist in USA auch nicht anders. Auch dort verunglimpfen die überwiegend linken Mainstreammedien bei jeder Straftat mit einer Schusswaffe den zivilen Waffenbesitz. Gleichzeitig verschweigen die US-Medien es mit großer Konsequenz, wenn sich ein rechtschaffener Bürger mit seiner Schusswaffe erfolgreich gegen einen Verbrecher gewehrt hat oder einen Mitbürger mit seiner Waffe vor einem Angriff geschützt hat.

    Wie immer wird natürlich nur der zivile Waffenbesitz hinterfragt, nicht aber der staatliche. Mit welchen Waffen wurden denn in den letzten Jahrhunderten all die Kriege geführt, all die Diktaturen errichtet? Das geschah mit staatlichen Waffen und die sind auch das Problem!

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