#Polizei: BKA ermittelt in 85 Verfahren zum Waffenhandel im Darknet

Partner der German Rifle Association

Dass die Ermittler trotz all der digitalen Verschlüsselung und Anonymität Erfolge aufweisen können, hat einen einfachen Grund. Ein wesentlicher Teil des Online-Waffenhandels bleibt analog. Die Waffen müssen in einer Werkstatt bearbeitet, verpackt und dann versandt werden. Manchmal packen Komplizen aus. Oder die Kriminellen machen schlicht Fehler.

Aufgeflogen war der Schweinfurter Student Christoph K. offenbar auch, weil er seine Waffen an verdeckte Ermittler in Deutschland und Großbritannien verkaufte. Wie hätte er das auch ahnen können? Die Polizisten waren im Darknet anonym unterwegs.

Wenn man Polizeiarbeit in die Strafverfolgung statt in Hausbesuche steckt, hat man anscheinend auch Erfolg.

Zum Originalbericht: http://www.welt.de/politik/deutschland

Kurze URL zu dieser Seite: https://german-rifle-association.de/b75sG

4 Gedanken zu “#Polizei: BKA ermittelt in 85 Verfahren zum Waffenhandel im Darknet

  1. Es gibt nun mal nichts besseres als echte polizeiliche Ermittlungsarbeit. Diese erfordert allerdings Personal und entsprechende Mittel und in beides muss man natürlich investieren!

    Seltsam nur, dass ein Herr Grafe noch nicht auf die Idee gekommen ist das Internet einfach zu schließen! Aber vielleicht kommt das ja noch? ;-)

  2. Die Idee, das es “EIN Dark-Net” gäbe ist, so irreführend wie die Idee, das eine klassische “Überwachung” dieses “Netzes” erfolgversperechend wäre. Waffen sind physische Gegenstände, deren Vetrieb immer außerhalb elektronischer Netze stattfindet. Wo das sog. “Dark-Net” zur Kundengewinnung eingesetzt wird, ist es Teil des Internets und damit auch für jeden Fahnder mit Internet-Bedienkenntnissen zugänglich. Illegale Produktangebote an Neukunden finden sich im Internet ebenso zuhauf wie anderswo – mit und ohne “Dark-Net”. Auf der anderen Seite muß auch Geld fließen – was im Internet bzw “Dark-Net” wiederum nur elektronisch möglich ist.

    An Personal mangelt es offenbar nicht, wenn zB der Großteil aller “illegal” im Ausland (EU und Ex-EU) gekauften Arzneimittel abgefangen werden können. Am Willen womöglich schon eher.

    Laut Stimmen aus Kreisen der Dienste ist es Behörden inzwischen möglich, bis zu 80% des TOR-Verkehrs zu “analysieren” – d.h. selbst dort, wo TOR nicht durch technische Angriffe ausgehebelt werden kann, kann zumindest der Datenverkehr durch zB lauschen an großen IP-Exchanges in zeitliche Korrelation gebracht werden, was immerhin in vielen Fällen ermöglicht zu bestimmen, wer mit wem / was zu welchem Zeitpunkt “kommunizierte”. Ob und wie weit diese Daten genutzt werden, ist natürlich nicht öffentlich bekannt.

    Tatsächlich aber dürfte es eh kein Geheimnis sein, das gerade unter den aus Bürgerkriegsländern wie aus dem mittleren Osten stammenden Mitbewohnern illegale Waffen und Kriegswaffen besonders häufig besessen und zT. auch geführt werden. In den Kulturen ist es oft selbstverständlich, nicht ohne eigene Waffe aus dem Haus zu gehen oder ohne AK47 im Kofferraum mit dem Auto die Stadt zu verlassen. Echte Sachkunde ist dann allerdings ebnsowenig anzutreffen wie sachgerechter Umgang / Lagerung u.ä..

  3. Ist die Polizei erst jetzt aufgewacht? Lieber spät als nie.

    Bis jetzt hat sie aber genug Kapazitäten für den “Kampf gegen Hate-Speech” auf Anordnung von Maas & Co. gehabt.

    Anscheinend schien ein Depp, der “Kanak” auf Facebook schrieb, gefährlicher zu sein als ein Käufer von illegalen Waffen im Netz.

Kommentar verfassen