#Presse: Die Geschichte davon, wie der SWR (Report Mainz) sich eine Geschichte über die GRA bastelt

Partner der German Rifle Association

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi

Am Dienstag, den 05.07.2016 lief um 21.45 Uhr die vom SWR produzierte Sendung “Report Mainz” in der ARD, in dem über die geplante Waffenrechtsverschärfung der EU berichtet wurde. Der Bericht ist genau so, wie wir es erwartet hatten: Er strotzt von Fehlern, folgt klar einer Agenda, stellt unzulässige Verknüpfungen her und es wurde sogar trotz Drehverbot heimlich auf einer GRA Veranstaltung gefilmt. All dies hatten wir genau so erwartet und waren daher vorbereitet. Von allen Vorgesprächen gibt es Protokolle. Auch das Interview, das Marc gegeben hat, haben wir protokolliert. Wir möchten euch in diesem Artikel darlegen, wie es zu solcher Berichterstattung kommt. Bitte bedenkt dabei immer: Ihr bezahlt solche Berichterstattung – mit euren Rundfunkbeiträgen.

Die Vorgeschichte

Am 21.06.2016 (also 4 Tage vor dem GRA Rangeday) kontaktierte der SWR Journalist Eric Beres telefonisch Marc und bat um eine Drehgenehmigung für den GRA Rangeday, da der SWR eine Reportage über die geplanten Waffenrechtsverschärfungen der EU machen wollte. Marc lehnte eine Zusammenarbeit in diesem Rahmen aufgrund der Kurzfristigkeit zunächst ab, schließlich einigte man sich jedoch darauf, dass Marc diese Bitte mit den GRA Redaktionsmitgliedern bespricht und vereinbarte für den nächsten Tag ein weiteres Telefonat.

Schon während des Gesprächs war auffällig, dass Herr Beres nicht viel Wissen über das Thema Waffen besitzt. Stattdessen hat er eine sehr feste, persönliche Meinung dazu. Deswegen stand die gesamte GRA Redaktion der Zusammenarbeit mit Herrn Beres von Anfang an kritisch gegenüber. Marc hatte im ersten Vorgespräch sehr direkt angesprochen, dass wir ungern mit öffentlich rechtlichen Medien zusammenarbeiten, da die Berichte – insbesondere vom SWR und WDR – in der Vergangenheit größtenteils qualitativ unterirdisch und einseitig waren. Auf die Bitte um faire Berichterstattung antwortete Herr Beres wörtlich: “Irgendjemand ist ja immer mit der Berichterstattung unzufrieden.” Die Vermutung, dass eine faire Berichterstattung von Anfang an nicht das Ziel der Sendung war, erhärtete sich damit zur Gewissheit. Die GRA Redaktion entschied gemeinsam, den Dreh auf dem GRA Rangeday nicht zuzulassen, Herrn Beres fairerweise aber zwei Alternativen anzubieten. Die GRA bemüht sich sogar dann um Fairness, wenn der Gegenüber unfair ist. Die erste Alternative war ein Dreh bei der GRA Out Of The Box Challenge mit Oliver. Als zweite Möglichkeit bot Marc einen Dreh auf dem Schießstand an, wie er es auch schon mit N-TV für die Sendung “Schreiber vor Ort” gemacht hatte.

Am nächsten Tag (22.06.2016) fand dann das erwartete zweite Vorgespräch statt, wo Herrn Beres das Drehen auf dem GRA Rangeday untersagt wurde. Als Begründung wurde die Kurzfristigkeit genannt. Die oben beschriebenen Alternativen nannte Marc natürlich, woraufhin vereinbart wurde, dass Herr Beres sich gegebenenfalls noch mal melden würde. Im Nachgang telefonierte Herr Beres noch mit Oliver, jedoch entstand aus dem Telefonat ebenfalls keine Möglichkeit der Zusammenarbeit, weil es auch terminlich nicht passte.

Das nächste Telefonat zwischen Marc und Eric Beres fand dann am 28.06.2016 statt – also NACH dem GRA Rangeday, was wichtig ist! Sie vereinbarten einen Termin für Filmaufnahmen und ein Interview für Donnerstag den 30.06.2016. In allen Gesprächen, die Herr Beres mit uns geführt hatte, zeigte sich, dass er wenig Ahnung, aber viel eigene Meinung zu dem Thema besitzt, weswegen wir entsprechend vorsichtig waren.

Am Drehtag bestätigten sich unsere Befürchtungen. Insgesamt war der Dreh organisatorisch unprofessionell, wenig vorbereitet und Herr Beres kannte nicht einmal allgemeine Begrifflichkeit über Waffen. Er bezeugte damit weiterhin seine absolute Unwissenheit; dabei ist sein Profil auf der SWR Seite mit “akribisch” untertitelt. Selbst einmal schießen wollte er auch nicht und im Interview antwortete Marc so zögerlich, dass der SWR im Schnitt später wohl nicht mehr viel verwenden konnte, um die politische Linie des Beitrags zu untermauern. Die Fragen, die Herr Beres im Interview stellte, waren teilweise suggestiv und versuchten eine Nähe zur AfD zu konstruieren, die es bei der GRA nicht gibt. Die German Rifle Association ist parteiunabhängig und das schon von Anfang an. Wir berichten über jede relevante Partei, die versucht unsere Bürgerrechte einzuschränken und umgekehrt genau so.

Nach diesen Erfahrungen mit dem Journalisten Beres entsprach der Beitrag dann auch den Erwartungen, die wir von Anfang an hatten.

Der Beitrag von Report Mainz

Schon in der Anmoderation zeigt sich, was Sache ist. Der Moderator nimmt Bezug auf den islamistisch und homophob motivierten Terroranschlag in Orlando, USA. Das Motiv wird nicht genannt. Es geht ihm bei der Tat nur um das  “Massaker”, das mit einem “halbautomatischen Sturmgewehr” begangen wurde.

“Halbautomatische Sturmgewehre” gibt es nicht, dies ist ein Wortschöpfung der Presse. Sturmgewehre sind immer vollautomatisch und in Deutschland für Jäger und Sportschützen verboten. Auch halbautomatische Gewehre, die vorher Vollautomaten waren, sind verboten. Erlaubt sind nur echte halbautomatische Waffen, kurze Pistolen und lange Gewehre. Sportschützen benötigen für jeden Kauf vorab eine gesonderte behördliche Genehmigung.

Danach wird sich noch über die “laschen Waffengesetze” gewundert, was offenbart, dass die Redaktion nicht mal weiß, dass es in den USA sehr viele unterschiedliche Waffengesetze gibt, da dies nicht bundeseinheitlich geregelt wird. In den ersten zwei Sätzen wird offenbart, was sich dann den ganzen Bericht über fortsetzt: Unwissen.

Danach wird vom Moderator geschickt übergeleitet auf die europäischen Verhältnisse und so ein Verknüpfung zwischen Schusswaffenmissbrauch in den USA mit der europäischen Waffengesetzgebung hergestellt. Dann stellt der Moderator die Behauptung auf, dass nach den Anschlägen in Paris das europäische Waffenrecht “minimal verschärft werden” soll und dass die Waffenlobby dagegen Sturm läuft. Der letztere Teil der Aussage ist korrekt, wir setzen uns natürlich intensiv für die Wahrung unserer Bürgerrechte ein, weil die geplante Verschärfung eben nicht “minimal” ist, sondern entgegen der Faktenlage völlig unbegründet und vollkommen überzogen ist. Die Anmoderation endet mit einem Verweis auf den GRA Rangeday, “wo Waffen von Männern liebevoll gestreichelt werden und Frauen T-Shirts mit der Aufschrift BANG tragen”. So hat man geschickt das Wort “Waffennarren” umschifft – was die Aussage allerdings nicht weniger fragwürdig macht.

Dann beginnt der Filmbeitrag mit heimlich während des GRA Rangeday gedrehten Szenen, wobei die Bildauswahl teilweise sehr “unglücklich” ist. Es werden Waffen vor dem Logo eines Herstellers gezeigt, der keine Waffen, sondern nur Produkte aus dem Outdoor-Bereich produziert. Da das Logo ein wenig “martialisch” wirkt, passte das wohl.

In einem Schützenhaus im Sauerland vor zehn Tagen: Die “German Rifle Association” hat Waffenfreunde aus ganz Deutschland eingeladen. Wir sind hier unerwünscht. Uns zugespielte Aufnahmen zeigen: Hier dreht sich fast alles um so genannte halbautomatische Gewehre.

Die Aussage “wir sind hier unerwünscht” ist nicht korrekt: Herr Beres kann sich nicht 3,5 Tage vor einer Veranstaltung melden und dann noch erwarten, dass wir uns den zusätzlichen organisatorischen Aufwand anlasten und Hersteller und Besucher fragen, ob sie dem Dreh zustimmen bzw. das überhaupt in unsere Planungen mit einbeziehen, die zu dem Zeitpunkt schon weitgehend abgeschlossen waren. Zudem haben wir zwei Alternativen angeboten. Trotzdem wurde dann auf dem Rangeday heimlich gefilmt und wir halten die Aussage, dass es sich um “zugespielte Aufnahmen” handle, um eine reine Schutzbehauptung seitens des SWR. Interessant ist übrigens auch die Auswahl der Hintergrundmusik.

Danach folgt eine Aussage aus dem Gedächtnisprotokoll: “Also das hier ist ein russisches Modell und sehr putzig, sehr sehr putzig”. Das hier mit einem “Gedächtnisprotokoll” gearbeitet wird, ist unglaubwürdig, insbesondere, weil es bei Schmeisser keine “russischen Modelle” gibt, sondern AR15. Soviel zum “Gedächtnisprotokoll”. Außerdem: Wenn man heimlich filmt, hat die Kamera in der Regel auch Ton. Im folgenden taucht auch immer wieder der Begriff “kriegsähnliche Gewehre” auf. Es wird aber nicht darauf eingegangen, dass ein VW Käfer, der in Tarnfarben lackiert wird, diesen nicht zum Panzer macht.

Dann wird es journalistisch noch unsauberer. Es werden YouTube Videos herangezogen, die Schießpraktiken zeigen, die für Sportschützen und Jäger in Deutschland illegal sind. Der Sprecher sagt dabei folgende Worte:

In Internet-Videos zeigen Hersteller, wie schnell man mit diesen Waffen schießen kann. Und damit auch töten.

Es werden dabei Szenen aus einem Schusswaffentraining für Spezialeinheiten gezeigt, die mit Sportschießen so viel zu tun haben, wie Formel 1 Rennen mit dem Straßenverkehr. Auch ist solch ein Defensivtraining für Privatpersonen in Deutschland verboten. Und natürlich halten wir uns an die Gesetze.

Der Offtext dient als Überleitung für einen kurzen Bericht über den islamistisch motivierten Terroranschlag in Orlando, in dem auch auch die “amerikanischen Verhältnisse” thematisiert werden. Danach folgt das erste Interview mit Marc, an dem es erstmal so nichts auszusetzen gibt. Interessant ist allerdings, was hier nicht für den Beitrag verwendet wurde. Dazu später mehr.

Danach folgen wieder heimlich gedrehte Aussagen vom Rangeday und eine Aussage aus dem ominösen “Gedächtnisprotokoll”:

‘Das hier müsste ein 10-Schuss-Magazin sein. Ich glaube, ein 20er-Magazin gibt’s auch. Also mit 20 solltest du den Feind totkriegen.’
Sind das nur harmlose Sprüche? Geht’s hier nur um Konzentration und Präzision beim Schießen?

Wie die Aussage entstanden ist, können wir nicht beurteilen. Für uns klingt sie extrem unrealistisch. Fakt ist: Der Rangeday war eine schöne, offene, freundliche und durchweg positive Veranstaltung. Die GRA ist multi-kulturell und unterstützt auch behinderte Menschen – wie im Schießsport üblich. Es ging bei der Veranstaltung nicht ums “Ballern”, sondern um die Vernetzung von Industrie und Verbrauchern. Es gab angenehme Gespräche, viel zu lachen und jede Menge positiver Erfahrungen. Jeder der Teilnehmer wird dies bestätigen können; zumal wir uns als Sportschützen und Jäger JEDERZEIT im Rahmen der Gesetze bewegen. Die im Beitrag dargestellt Atmosphäre hat nichts mit der Realität zu tun. Vielleicht ist das der Grund, warum es keine Tonaufnahmen gibt? War die Stimmung zu gut?

Es folgt ein genialer Propgandaspin, der mit “wir zeigen die Aufnahmen Oliver Malchow. Er ist Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei” beginnt und dem sehr kritisch zu bewertende Aussagen seitens Herrn Malchow folgen. Was aber übersehen wird: Oliver Malchow bekam Aufnahmen zu sehen, die für ihn vermutlich ähnlich aus dem Kontext gerissen waren, wie die Aufnahmen, die später im Beitrag gezeigt wurden. Wie hätte er diese durch Eric Beres vorgefilterten Aufnahmen anders kommentieren sollen, als mit:

Das ist natürlich Sex and Crime. Allein die Art der Waffen macht ja schon deutlich, und da passte diese Präsentation auch zu, dass es hier um Dominanz geht, und nicht nur um Sport.

Die Aussage ist natürlich hanebüchen und hat – wie schon gesagt – nichts mit der Realität zu tun. Möglicherweise sollten wir Herrn Malchow einfach zum nächsten Rangeday einladen. Dann kann er sich selbst davon überzeugen, dass es bei uns nicht um “Sex and Crime” geht, sondern um moderne Sportgewehre und den damit verbundenen Lebensstil. Leider ist Herr Malchow Herrn Beres auf den Leim gegangen, was anhand der manipulativen Aufnahmen sogar verständlich ist. Das war ein geschickter Schachzug: Sportschützen und Polizei auseinander zu treiben – divide et impera. Herr Malchow gab zu:

Viele seiner Mitglieder sind selbst Sportschützen.

Danach folgt ein kurzer Ausflug zum rechtsradikal motivierten Terroranschlag in Norwegen in Oslo und auf der Insel Utøya. Uns fallen gleich zwei große journalistische Fehler der Redaktion auf: Das verwendete Gewehr war ein Ruger Mini 14, bei dem es sich um ein beliebtes Freizeit- und Jagdgewehr handelt.

Auch wenn die EU-Kommission ihren restriktiven Vorschlag umsetzt, wäre dieses Gewehr nicht verboten.

Der zweite Fehler ist die Darstellung des Namens und des Fotos des norwegischen Attentäters. Alle Experten, die sich mit Amoktaten, d.h. erweiterten Selbstmorden, beschäftigen, fordern, die Täter nicht zu benennen, ihre Fotos nicht zu zeigen und ihre Hintergrundstorys nicht zu beschreiben. Dies führe nur zu Nachahmungstaten, dem sogenannten “Werther Effekt”. Tatsächlich finden in den westlichen Industrieländern Amokläufe ohne terroristischen Hintergrund meist innerhalb von 10 Tagen nach aufwändiger Berichterstattung statt.

Leider tappt Oliver Malchow auch noch in die zweite Falle und lässt sich zur folgenden Aussage hinreißen.

Wir müssen alles unternehmen, damit solche Waffen, mit denen man auch viele Menschen in einem kleinen Zeitraum töten kann, aus dem Verkehr gezogen werden.

Wie es zu der Aussage kam, lässt sich nicht sagen – aber wir schrieben ja bereits darüber, dass das Interview von Eric Beres teilweise sehr manipulativ und suggestiv war. Möglicherweise hat Herr Malchow dies nicht erkannt. Das ist technisch gesehen natürlich vollkommener Unsinn, denn letztendlich sind solche Taten auch mit einer Kleinkaliber-Sportpistole durchführbar und es gab in Europa nur einen einzigen Anschlag, der mit einem registrierten halbautomatischen Gewehr durchgeführt wurde. In Paris wurden ausschließlich illegale Waffen verwendet. Auch hierzu hat Marc übrigens im Interview etwas gesagt. Es fiel jedoch dem Schnitt zum Opfer.

Dann werden kurz die Pläne der EU Kommission skizziert und es folgt ein Interview mit Felix Braz, grüner Justizminister in Luxemburg. Hierauf gehen wir nicht weiter ein, unsere Argumentation zu den Plänen der EU liegt bereits auf dem Tisch.

Interessant ist der nächste Teil des Berichts, wo über die Gegenkampagne zu den Plänen der EU berichtet wird, was aber grundlegend in Ordnung ist. Leider wird nicht erwähnt, dass wir als German Rifle Association nicht die einzigen sind, die ein Problem mit den Plänen der EU Kommission haben. Ein Hauptakteur ist z.B. FACE, der europäische Dachverband, der 7 Millionen Jäger in der EU vertritt. Es gibt aber noch viele weitere Verbände und Organisationen, die ebenfalls Sturm laufen. Es folgt eine weitere Interviewszene mit Marc, an der nichts auszusetzen ist.

Interessant und manipulativ ist die Einschätzung des Treffens der EU Innenminister:

Die EU-Innen- und Justizminister beraten über das Thema. Von einem generellen Verbot wollen sie nichts wissen. Verbieten wollen sie nur Gewehre, die “mehr als 11 Schüsse” abfeuern können und alle anderen erlauben.

Die Redaktion des SWR hat nicht verstanden, dass genau hier das Problem liegt: Fast jedes Gewehr mit Wechselmagazin kann theoretisch mehr als 11 Schüsse abfeuern, wenn es dafür auf dem Markt ein Magazin gibt. Dieses Problem hat Marc dem Journalisten Eric Beres im Interview auch detailliert erläutert. Es wurde ignoriert.

Danach folgt wieder ein Interview Einschnitt mit dem grünen IM aus Luxemburg, Felix Braz. Hierzu ist nur anzumerken, dass Herr Braz der einzige Grüne in der Ministerrunde ist und auch der Einzige, dem der Beschluss des Rats zu lasch ist. Natürlich hat Herr Beres nicht die Innenminister aus Polen und der Tschechischen Republik interviewt, die den Ratsbeschluss abgelehnt haben, weil er zu restriktiv ist.

Auch Oliver Malchow von der GdP kommt wieder zu Wort. Seine Aussage ist “spannend”:

Ich habe den Eindruck, dass man sich hier den Lobbyisten der Waffenhersteller, aber auch der Verbände der Sportschützen und Jäger angepasst hat. Das ist falsch.

Wir fragen uns, ob Herr Malchow unsere Argumente überhaupt kennt? Anders ist eine solche Aussage nicht zu erklären, denn als Polizist sollte er wissen, dass man nicht vom Aussehen eines Gegenstands auf seine Gefährlichkeit schließen kann. Und welchen Sinn soll ein Verbot von nicht deliktrelevanten Gewehren haben, wenn Kurzwaffen weiterhin erlaubt bleiben? Falls Sie das hier lesen Herr Malchow: Bitte treiben Sie doch keinen Keil zwischen die Polizei und die Sportschützen, Sie wissen genau, dass wir die bestüberprüften und rechtstreusten Bürger der EU sind. Wir sind nicht ihr Problem!

Der Beitrag endet dann mit der Aussage des Bundesinnenministeriums “das Aussehen der Waffen sei für die Gefährlichkeit nicht auschlaggebend” und dem abschließenden zynischen Wink auf die eigene Agenda, unter der dieser Beitrag offenbar entstanden ist: “Mit bis zu 11 Schüssen aus solchen Waffen hat die Bundesregierung offenbar kein Problem”.

Wer sich dieses abschließende Statement des SWR mal auf der Zunge zergehen lässt, stellt fest: Die Aussage ist manipulativ, subjektiv und hat nichts mit der Faktenlage zu tun. Anscheinsjournalismus, bezahlt durch die Allgemeinheit. Erinnert euch an die Aussage seitens Eric Beres auf die Forderung nach einer fairen Berichterstattung: “Irgendjemand ist ja immer mit der Berichterstattung unzufrieden”. Und hier schließt sich der Kreis.

Die letzte Szene stellt dann zur Unterstützung der abschließendes Statements Geballer aus einem Internetvideo dar. Sehr seriös!

Was im Interview nicht vorkam, aber Bezug zum Beitrag hat

Im Video Beitrag wurde die Frage nach der olympischen Relevanz der vom Verbot durch Halbautomaten beeinträchtigten Schießsportdisziplinen gefragt, die in den Zusatzinterviews von Jürgen Kohlheim (BDS) kompetent beantwortet wurde, speziell zu olympischen Schießsportdisziplinen. Interessanterweise hat auch Marc diese Frage beantwortet, was aber nicht verwendet wurde.

Frage: Sie sagen, Sie brauchen genau diese Waffen und sie wollen sie auch haben? [bezogen auf halbautomatische Waffen]
Antwort: Also wenn man die Waffen verbietet, wie die EU Kommission das vorgeschlagen hat, dann kann man direkt 50% der Schießsportdisziplinen dicht machen, weil es Diziplinen gibt, für die man exakt genau diese Waffen braucht.

Frage: Gibt es da auch olympische Disziplinen, für diese Waffen?
Antwort: Olympische Disziplinen gibt es da nicht, aber das IPSC Schießen z.B. ist ein großer internationaler Sport, der zwar nicht olympisch ist, aber natürlich wollen auch solche Sportler da international erfolgreich sein und deswegen brauchen auch solche Sportler die Möglichkeit mit diesen Waffen zu trainieren und diese zu besitzen.

Als es um Gewaltphantasien von Waffenbesitzern ging:

Frage: Also sowas haben Sie noch nicht mitbekommen, dass jemand da über das Töten von Feinden spricht?
Antwort: Nein.

Hier bezog sich Beres direkt auf die Aussage, die angeblich während des 8-stündigen Rangeday am vorigen Samstag getätigt wurde. Marcs Verneinung solcher Gewaltphantasien wurde nicht verwendet. Warum auch immer.

Das sind nur zwei kleine Beispiel von dem fast 30 minütigen Interview, das Herr Beres mit Marc geführt hat. Es wurden von Marc viele unserer Argumente genannt, die jedoch im Beitrag schlichtweg nicht genannt wurden. Insgesamt fühlt sich Marc – laut eigener Aussage – recht fair behandelt, was sich allerdings nur auf das Interview bezieht, nicht aber auf den Rest des Beitrags. Inbesondere die heimlichen Aufnahmen wertet er als journalistisch unsauber (höflich ausgedrückt). Gerade diese Aufnahmen werden dem Bildungsauftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens in keiner Weise gerecht. Im Interview hat er zum Beispiel auf die Frage zu den Risiken, die durch halbautomatische Waffen und Terrorismus entstehen, wie folgt geantwortet:

Ich habe Verständnis dafür, wenn die Leute verängstigt sind. Ich mache mir auch Sorgen. Ich bin genau so Bürger wie jeder Andere und mache mir auch Sorgen über Terroranschläge und die Bedrohung durch diese, aber man muss auch ganz klar sagen, dass von den legalen registrierten Waffen keine Gefahr ausgeht, weil Terroristen diese schlichtweg nicht verwenden.

Dies ist eine sehr klare Aussage zu unserem Standpunkt in der Debatte. Leider haben genau solche Aussagen keinen Eingang in den Bericht gefunden.

Was können wir tun?

Unserer Meinung nach ist der Beitrag des SWR in weiten Teilen unterirdisch. Die heimlich gefilmten Aufnahmen, trotz Filmverbot, angeblich “zugespielt”, nicht nachprüfbare Aussagen aus einem “Gedächtnisprotokoll”, vermutlich völlig aus dem Kontext gerissen, fehlende Fakten, wertende Moderation, wertende Offtexte – all das macht diesen Beitrag zu einem Machwerk, dass dem Bildungsauftrag und dem journalistischen Anspruch eines öffentlich rechtlichen Mediums in keiner Weise gerecht wird. Daher überlegen wir derzeit rechtliche Schritte einzuleiten.

Was ihr bis dahin unbedingt machen solltet: Gebt (höflich!) eure Meinung ab und teilt den Beteiligten mit, was euch in euren Augen an dem Bericht stört. Die Berichte können nur besser werden, wenn man diese sachlich kritisiert.

Hier erreicht ihr die zuständigen Personen:

Eric Beres, Redaktion “Report Mainz”: Eric.Beres@swr.de
An den Intendanten des SWR, Peter Boudgoust: info@swr.de
An den Intendanten der ARD, Ulrich Wilhelm: info@br.de

Hier könnt ihr eine Programmbeschwerde einreichen.

Vielen Dank!

PS: Was wir toll fanden? Man kann im Bericht am Ende ein wenig durchhören, dass der Eindruck entstanden ist, dass die German Rifle Association und die Privatwaffenlobby das Bundesinnenministerium fest im Griff hat. Das entspricht zwar leider nicht der Realität, aber interessant, das wir inzwischen diesen Eindruck erwecken. Das ist ja auch irgendwie ein Ritterschlag für uns. Wenn dich ein Magazin wie “Report Mainz” als böse und gefährlich darstellt, dann machst du offensichtlich etwas richtig, auch wenn das natürlich nicht der Realität entspricht, was “Report Mainz” da fabriziert hat.

Kurze URL zu dieser Seite: https://german-rifle-association.de/4ZTDk

62 Gedanken zu “#Presse: Die Geschichte davon, wie der SWR (Report Mainz) sich eine Geschichte über die GRA bastelt

  1. Bitte nicht nur überlegen rechtliche Schritte einzuleiten. Machen !!!
    Es ist eine bodenlose Frechheit was sich diese Propaganda Sender in vielen Bereichen heraus nehmen. Habe heute auch mal eine kurze Mail an meinen ehemaligen Lieblingssender SWR3 gesendet. Nach dem der Moderator 52 % aller Briten als Deppen zu betiteln. Es ist der Wahnsinn was die sich alle anmaßen um den Machtapperat Deutschland und EU zu stützen. Nichts mehr fürs Volk, die diese Sender leider bezahlen MUSS!!!

  2. Wenn wir gegen die “Übermacht ” der GEZ-finanzierten Presse (Rundfunk, TV) eine echte Chance haben wollen, brauchen wir (meiner Meinung nach) professionelle Unterstützung. Die Arbeit, welche Katja (in Ihrer Freizeit!!!) so leistet, und auch Marc, ebenfalls “so nebenbei”, ist für uns WB eingentlich unbezahlbar. Um so wichtiger finde ich es, um gegen die Übermacht der Medien (egal ob GEZ oder Privat finanziert) anzukommen, professionelle Hilfe bei Medienauftritten in Betracht zu ziehen, und auch deren Finanzierung zu prüfen. Ich finde Die Arbeit von Katja, Marc, Oliver und Ron, sowie allen weiteren Kommentatoren einfach unbezahlbar, und nicht ersetzbar. Auch die Spendenbereitschaft für die GRA und FU ist überwältigend.
    Trotzden, und vieleicht auch gerade deshalb, finde ich, das professionelle Hilfe in dieser Schlammschlacht der Medien not tut. Und diese Unterstützung kostet halt!
    Spenden sind gut. Sind sogar besser als Mitgliedsbeiträge, weil jedesmal freiwillig entrichtet.
    Deshalb: Denkt über feste Mitgliedschaften mit Beiträgen wie in Vereinen nach, vieleicht auch Fördermitgliuedschaften, aber stellt die GRA auf ein Belastbares, Wirkungsvolles Fundament!

  3. Leider zeigt auch dieser Beitrag mal wieder überdeutlich, das opjektive Berichterstattung in Deutschland nicht mehr möglich ist. Gekonnt werden Waffengegner ausgesucht, die das auch in den Interviews aussagen. Hier zeigt sich auch überdeutlich das hier manipurlierliche Aussagen der Protagonisten die Oberhand halten. Ausser Marc war keiner im Filmbericht zu sehen/hören, der zumindest auch nur ansatzweise opjektiv oder neutral seine Statements abgegeben hat. Liebe Journalisten, Berichterstatter oder Reporter: seit nicht so festgefahren in eurer Antihaltung gegenüber den legalen Waffenbesitzer, Sammler, Sportschützen. Macht euch ein wenig Sachkundig; damit die Glaubwürdigkeit eurer Arbeit zumindest wieder einen Ansatz von Realitätsnähe erhält. Irgendwann glaubt euch sonst keiner mehr; und das kann sicherlich nicht euer Ziel sein ?

  4. Dieser Nette Herr B.. wollte auch seinerzeit mich mit GunForum und einen Bekannten Club zum Unterview und es wurde auch eine Stattliche Summe dafür geboten … Das Thema war seinerzeit auch alles was Halbautomaten betrifft man wollte nur Halbautomaten und viel Aktion auf dem Stand ,so der Wortlaut . Wir haben den Herren empfohlen das sie sich mal Geistig untersuchen lassen …. Darauf hin hat man ja dann als Ersatz Herr Gepperth über den Tisch gezogen … Was ich nicht verstehe weshalb immer wieder Verbände oder auch die GRA auf sowas reinfällt …. Leute das ist das Geld nicht wert auch wenn es einige Tausend Euro sind , die Folgen nachher sind schlimmer ….

    1. Das offene Interview mit Marc ist gut gelaufen. Und die “heimlichen” Aufnahmen, die “zugespielt” wurden, sind eine Frechheit. Von daher hat sich die GRA für nichts hingegeben….

  5. Wir haben doch sicherlich noch ein oder zwei Penny im “fighting fund” wegen der Verfassungsgerichtsklage (wie läuft diese eigentlich? Haben die Verhandlungen schon begonnen? Kommt da noch was?). Fighting Fund mit Spenden auffüllen und dann auf sie mit Gebrüll und profesionellen Medienanwälten.

    1. Wegen der Verfassungsklage: Meinen Infos nach wird eine Klage abgewiesen, aber die zweite zur Entscheidung angenommen. Es wird sich allerdings noch etwas ziehen und genau Infos können wir auch noch nicht geben.

  6. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind durch den “Medienstaatsvertrag”, der auch ihren Zwangsgebührenraubzug durch deutsche Haushalte legitimiert, dazu verpflichtet, wahrheitsgemäß zu berichten und journalistische Fehler öffentlich zu korrigieren. Ich kann mich z.B. im Zusammenhang mit der unterirdisch tendenziösen Berichterstattung über vermeintliche “Killer”-Spiele an mehrere Gelegenheiten erinnern, in denen die Redaktionen von “Frontal-21”, “Brisant” und “Aspekte” kleinlaut zurückrudern mussten, nachdem sie öffentlich entlarvt wurden.

  7. Mail ist raus. War schwer freundlich zu bleiben. Aber so einen Bullshit konnte ich nicht unkommentiert lassen. Rundfunkbeitrag zu 100% verschleudert würde ich sagen.Großes LOB an Marc und die GRA ! Bitte macht weiter so.Danke für eure Arbeit!

  8. Mail geht morgen raus.
    Was mich wunder ist das Interview mit Herrn Malchow. Das BKA schreib in jedem Bundeslagebild das ich kenne gebetsmühlenartig, dass der brave Bürger, auch wenn er legale Waffen besitzt, kein Risiko ist. Das soll von heute auf morgen anders geworden sein ?
    Schade ist auch, dass Herr Kohlheim wieder auf die Computerspiele zeigt (das wurde ja auch im Statement des DSB so gemacht). Das muss nicht sein.

  9. Wir werden permanent vom Staat überwacht und kontrolliert und dieser Staat bzw. seine Medienvertreter beleidigen und diffarmieren uns noch obwohl sie genau wissen das es nichts negatives giebt es ist eine bodenlose Unverschämtheit und hat garnichts aber wirklich garnichts mit demokratischem Denken zu tun sondern purer Aktionismus der Medien gegen die gesetzestreusten Bürger dieses Landes.

  10. Gerade mal den Bericht geschaut.
    Fällt für mich in die Kategorie linke Propaganda zur Aufrechterhaltung des eigenen Weltbildes und zur Sicherung des Wählerpotentials.
    Aufmacher ist ganz kurz der religiös motivierte Terroranschlag von Orlando und dann liegt klar der Fokus darauf, diesen mit massenweise Material von “weißen Waffennarren” aus unseren Breitengraden zu relativieren und die Schuld vom Täter hin zur Waffe selbst zu verschieben.
    In den USA hat man von den “liberals” ähnlich links gefärbte Propaganda gesehen.
    Der SWR Verwaltungsrat ist eindeutig rot-grün dominiert und der Herr Malchow offenbar SPD Mitglied.
    Dazu kommt die Nähe der SPD zu den mittlerweile selbst bei Muslimen in der Kritik stehenden Islamverbänden.
    Und von genau deren Schützlingen hat der Herr Beres offenbar mal einen kräftigen Schlag auf die Zwölf bekommen.
    Bei diesen Voraussetzungen braucht man keine neutrale Berichterstattung zum Thema Waffenbesitz und Terrorismus mehr erwarten.
    Wenn die SPD demnächst unter die 5% Hürde gerutscht ist, wird sich das Thema von alleine erledigen.

  11. So ich hab ihm mal gerschrieben dem Herr Berens:

    Sehr geehrter Herr Berens, SWR und ARD Redaktion,
    Ihr Bericht zum europaweiten Verbot von halbautomatischen, kriegsähnlichen Gewehren vom 05.07.2016 hat mich als Jäger und Waffenbesitzer empört. Von einem öffentlich rechtlichen Sender erwarte ich eine neutrale Berichterstattung, doch sie stellen in ihrem Bericht nur die Argumente der Waffengegner da. Wieder wird der alte vergleich der USA herangezogen. Wobei die dortigen Verhältnisse doch mit Europa gar nicht zu vergleichen sind. Dort ist nämlich das Waffengesetz nicht USA übergreifend geregelt sondern jeder Staat macht seine eigenen Gesätze somit ist ein Vergleich mit gesamt USA nicht sinnvoll möglich.
    In ihrem Bericht behaupten sie die geforderten Änderungen im Waffengesätz wären minimal. Das finde ich doch etwas untertrieben in Anbetracht der Tatsache dass eine gesamte Kategorie von legalen Schusswaffen verboten werden soll. Übrigens um sicherzustellen dass eine Waffe nicht mehr als die geforderten 11 Schuss verschießen kann müssten alle Halbautomatischen Waffen mit Wechselbarem Magazin verboten werden. Warum fragen sie nicht mal beim Deutschen Jagdverband nach wie wichtig diese Waffen z.B. auch für uns Jäger sind um den nötigen Jagddruck auf Schwarzwild bei und aufrecht zu erhalten.
    Hier einfach noch ein paar weiter Denkanstöße:
    – Ich weiß nicht was Herrn Oliver Malchow in ihrem Gespräch bewegt hat sich derart negativ zu halbautomatischen Gewehren zu äußern (vielleicht ist es ja nur seine eigene Meinung oder durch Schnitt so verzerrt worden) aber im offiziellen Statement von der Polizeigewerkschaft sowie von Europol heißt es eindeutig, dass vom privaten legalen Waffenbesitz keine Gefahr ausgeht.
    – Warum erwähnen sie nicht einmal in ihrem Bericht dass für Terroristische Anschläge in Europa, die eigentlich mit der neuen Richtlinie verhindert werden sollten nicht ein einziges Mal legale Schusswaffen verwendet würden. Ja in USA mag das in manchen Staaten möglich sein aber recherchieren sie doch mal wie Streng die Überprüfungen und Auflagen bei uns in Deutschland sind. Es ist von der Gesetzgebung her nicht miteinander zu vergleichen
    – in ihrem Bericht verwenden sie den Reißerischen Ausdruck „halbautomatische Sturmgewehre für Privatbesitzer“. Recherchieren sie mal den Begriff Sturmgewehr. Dabei wird ganz klar von einer vollautomatischen Waffe ausgegangen wie sie ohnehin in Deutschland verboten ist.
    – Warum sollte eine Waffe gefährlicher sein weil sie militärisch aussieht Streiche ich mein Auto in Camouflage wird es auch nicht gefährlicher. Es kommt immer auf die Technik im inneren an. Vielleicht sehen sie sich mal ein paar Funktionsmodelle von legalen und von Kriegswaffen an, dann wird ihnen der Unterschied bewusst.

    Der Bericht von Treffen der GRA ist auch mehr als dubios ich kann mir nicht vorstellen dass das dort so gesagt wurde. Warum haben sie nicht offiziell in ihrem Interview Herrn Marc Schieferdecker dazu Stellung nehmen lassen?

    Ich würde mich über eine Antwort freuen und werde mich nicht scheuen diese bei der German Rifle Association zu veröffentlichen.
    Wünschenswert wäre ein Bericht zu dem Thema der die Fehler aufklärt und auch die Seite der Waffenbesitzer und Befürworter sachlich und logisch darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Leider ist mein Schreibstil nicht der beste aber ich denke solange wir höflich und sachlich bleiben hilft es.

  12. Was mir auffällt, ist der Versuch das Thema größer zu machen als es ist. “Rund 165000 halbautomatische Gewehre sind im Umlauf. Darunter viele Kriegswaffenähnliche.” So klingt seriöser Journalismus.

    Ohne Journalist zu sein und hauptberuflich zu recherchieren, schätze ich die Anzahl dieser ach so schrecklich aussehenden Waffen auf den vierstelligen Bereich. Gleichzeitig gehen seriöse Schätzungen von mehreren 100000 tatsächlichen Sturmgewehren aus, die sich in der EU illegal in privaten Händen befinden. Deren Besitzer lassen sich nicht staatlich kontrollieren.

    Entweder sind diese Leute wirklich so dumm, die legalen Waffen für ein nennenswertes Sicherheitsproblem zu halten. Oder es geht ihnen einfach darum, dass ihnen die Lebensweise nicht passt. Waffen, leistungsfähige Verbrennungsmotoren, Kampfsport… all dieses Teufelszeug möchte manch ein kleiner Ideologe, der wohl viel lieber ein großer Diktator wäre, am liebsten verbieten. Auf viele Politiker und Journalisten trifft wahrscheinlich eine Mischung aus beidem zu.

  13. Unglaublich wie Ihr immer wieder die Kraft habt morgens aufzustehen und Euch dem Bullshit der Welt zu widmen. Hut aber vor Eurem Mut und Eurer Ausdauer!

    1. Ob man es glaub oder nicht. Irgenwie macht es auch Spaß, wenn man sich für PR nur nicht immer noch in den eigenen Reihen rechtfertigen müsste. Etwas mehr vertrauen in mich und das Team wäre manchmal toll… wir sind doch nicht doof.

    1. Sehr geehrte Damen und Herren,

      hiermit möchte ich mich über den miserabel recherchierten, skandalös tendenziell dargestellten und mit Unwahrheiten versehenen Beitrag zur geplanten EU-Waffenrechtsverschärfung im SWR-Format Report Mainz am 5.7.2015 21:45 beschweren.

      Herr Eric Beres schürt mit seinen Unterstellungen, falschen Behauptungen und Falschdarstellungen massivst Ressentiments in der Bevölkerung gegen die ca. 1,5 Millionen deutschen Legalwaffenbesitzer, indem er sie unterschwellig als potentzielle Mörder und Verbrecher darstellt. Dies alles obwohl nachweislich laut BKA-Statistiken und Lageberichten der deutschen Ministerien der Legalwaffenbesitz in Deutschland bei Verbrechen nicht Delikt relevant ist. Deshalb auch am Ende der Sendung z.B. die Aussage des Bundesinnenministers “das Aussehen der Waffen sei für die Gefährlichkeit nicht ausschlaggebend”. Warum wird dann aber die ganze vorhergehende Sendung Hetze gegen Menschen betrieben, die sich der Aussage unseres Bundesinnenministers anschließen?

      Warum kommt z.B. der Gewerkschaftsvorsitzende der Polizei zu Wort, obwohl er in seiner Funktion keine politische, gesetzgeberische oder juristische Relevanz hat, sondern scheinbar nur seine Meinung wider gibt? Ebenso wird die Meinung des einzigen EU-Ministers gezeigt, der für schärfere Gesetze ist. Die vielen anderen Minister, die nicht für eine weitere Verschärfung sind, werden nicht im Bericht erwähnt. Wo waren die Vertreter der Sportschützen- und Jagdverbände? Warum wurde nur, öffentlichwirksam, ein Vertreter der “ach so bösen” German Rifle Association mit ausgesuchten Passagen im Bericht gezeigt?

      Meiner Meinung nach hat Herr Beres hier eindeutig eine Grenze überschritten, indem er voreingenommen, parteiisch und mit falschen “Fakten” eine Meinung in einem Bevölkerungsteil zu bilden versucht, der mit den Details der Problematik nicht befasst ist. Ich denke, dies sollte nicht der Auftrag einer öffentlich rechtlichen Medienanstalt sein. Vielmehr sollten neutral und unvoreingenommen und vor allem auch gut recherchiert Probleme aufgezeigt und dem Bürger zur eigenständigen Meinungsbildung vorgelegt werden. So oder so ähnlich steht es sicher auch in Ihren Statuten.

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      ich erwarte von Ihnen eine öffentliche Richtigstellung der vielen Fehler und Unwahrheiten, die in diesem Beitrag zu sehen waren!

      Mit freundlichen Grüßen
      Christian W.

  14. Ja, in Deutschland gibt es ein großes Problem mit dem Thema “neutrale und objektive” Berichterstattung in allen Bereichen (print, online und TV).
    Ich selber habe jahrelang für div. TV-Sender als Producer und Studioleiter gearbeitet und kenne das Problem sehr gut: die Berichterstattung hat sich ab ca. 2010 sehr verändert und stellt in der Regel nicht mehr die “Neutralität” der Nachricht (oder sonstigen Content) in den Mittelpunkt, sondern die rein subjektive Sicht der Redaktion in den Mittelpunkt – und das das Ganze von Unwissenheit, Vorurteilen und grenzenlosem Aktionismus der einzelnen, meist sehr jungen, Redakteure nur so überquillt ist eine Schande für die gesamte sogenannte “unabhängige und unvoreingenommene” Presse.

    Bin mal gespannt wo das noch hinführt … Es gab so ab 2007 einen “Generationswechsel” im Bereich der Redaktionen, da hat das angefangen das sich die Redaktionen mit “Fachwissen” von Internet, Facebook, Twitter etc. versorgt – und das als Grundlage für Berichterstattung heranzieht :(

    1. Die Presse hat auch schon in den 90ern sehr schlecht über Sportschützen berichtet,. Da gab es noch keine Amok Geschichten und trotzdem wurden ständig Berichte verdreht. Wer erinnert sich nicht an SPD Ministerin Däubler Gmelin die damals ständig gegen Sportschützen im TV auftrat. Auch Dagobert Lindau ARD sprach sich gegen mehr Waffen für Sportschützen aus. Dabei ist er selber Jäger, wenn man rechachiert :

  15. Ich habe etwas gesehen.

    Alle großen Verbände, egal ob DJV; DSB; BDS; BDMP, DSU, BSB74, Reservistenverband ziehen den Kopf aus dem Sand, haben den Kanal voll, rufen ihre Mitglieder dazu auf sich beim Rundfunkrat zu beschweren und auf eine neutrale Wiederholung des Berichts zu bestehen, dazu noch personelle Konsequenzen zu ziehen.
    Daraufhin gehen beim SWR 1 Millionen Protestemails ein.

    Dann hat der Wecker geklingelt

    1. Wenn du die kommenden Lottozahlen siehst kannst du mich gerne anrufen . Dann haue ich mit der Kohle so weit von Deutschland und der EU ab wie möglich.
      1. Mio Protest Mails ?? Wir schaffen es ja gerade mal in der Petition 334.000 stimmen zu sammeln. Das ist soooo peinlich.

  16. Wie oft wollen wir der Märchen- Presse noch auf den Leim gehen!? Es läuft doch immer wieder auf das Selbe raus! Seht ihr ja. Man muss selber Filme drehen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen! Das macht die GRA schon gut! Ich leiste mittlerweile mündlich in meinem Freundes- , Nachbar- und Bekanntenkreis Aufklärungsarbeit, weil diese Menschen plötzlich mit Fragen zum Thema „Waffen“ an mich herantreten, weil sie wissen, dass ich Legalwaffenbesitzer bin. Vorher kamen die nie auf mich zu! Und es kommen immer wieder Gespräche mit Fremden auf Parkplätzen zustande, weil eben mein PKW mit Infoblättern vollgeklebt ist.
    Und die Leute können sich zusammenreimen, dass da irgendwas mit der negativen Berichterstattung über uns nicht stimmt. Die Menschen sind in Deutschland sensibilisiert worden und glauben nicht mehr jeden „Scheiss“, der ihnen von den Medien vorgesetzt wird. Das ist ein guter Anfang! Diese Menschen wundern sich mittlerweile über Aussagen der Presse und Politik zu den Themen: Waffenrecht, EU, Waffenrechtsverschärfung, Terrorismus etc., weil es sie ja langsam auch selber betrifft und sie Angst davor haben ihre im Januar erworbene Gaspistole oder ihr Pfefferspray registrieren zu lassen oder irgendwann vielleicht abgeben zu müssen! Da haben diese Menschen aber keine Lust drauf, auf so viel Einmische des Staates, die durch die Medien noch angeheizt wird!

    Unser Verein wurde im April 2015 gegründet. Bis jetzt haben wir einen Mitgliederzuwachs von über 150% erreicht. Es tut sich was im Lande! Es sind Leute dabei, die nie was mit Schießen am Hut hatten und eher eine ablehnende Haltung gegen Waffen hegten. Die wollten bei uns auch eigentlich „nur mal gucken“! Aber das sind mittlerweile die Beigeistertesten habe ich das Gefühl. Alles vernünftige „Bürger“. Haben in Null komma nix schon ihre Sachkunde abgelegt, den Schein nach § 27 in der Tasche, Ladepressen im Keller und eigene Waffen im Tresor des Waffenhändlers, der mit im Schießstand ansässig ist! So soll es sein! So lebt man Freiheit und Demokratie in der EU, ihr Spottzfroinde da in Brüssel!

    Helau!

    @Jochen

    Die Petition war echt peinlich, oder manipuliert!? Ist ja alles möglich! ;-(

  17. Man sieht, wir müssen füreinander einstehen – ganz egal, wer auf welche Weise vom Waffengesetz
    oder von den Medien benachteiligt wird. Ein “geht mich nichts an” oder ein Zeigen
    auf Andere – seien es Waffensammler, Anhänger anderer Schiesssportarten oder ganz “einfach”
    zum Bsp. der Softairspieler – ist völlig Fehl am Platze !
    Genau deshalb finde ich die GRA die richtige Vereinigung um zusammen zu stehen und unsere Meinung
    zu vertreten. Spende geht morgen raus.

  18. Wenn man verboten hat einen Filmbericht zu drehen, kann man denn dann nicht gegen diese versteckt gedrehten Filmberichte irgendwie rechtlich vorgehen?

    1. Es gibt rechtliche Punkte, die das ermöglichen würden. Allerdings ist das nicht unser Weg, weil wir die Größe besitzen weiterhin mit Fakten und Argumenten zu arbeiten und nicht mit Anwälten. Deswegen auch das Zitat ganz am Anfang des Artikels.

  19. Das ist wirklich eine Frechheit … War ja klar das es irgendwann auch die GRA treffen musste weil sie immer populärer wird. Aber super wie ihr damit umgeht ! Und mal ganz ehrlich: Wer wirklich Amok laufen will, der besorgt sich seine Waffe. Ihr, liebe Berichterstatter, glaubt doch nicht wirklich, das jemand extra die ganzen Scheine, Auflagen, Kosten und die Zeit dafür investiert? Und wie du, Marc, schon sagtest, und wie es auch allgemein bekannt ist (z.B. bei der Ausbildung von Soldaten, vor allem der russischen Speznas) ,,Man macht den Mann zur Waffe, alles andere ist Werkzeug.”

    In diesem Sinne: Gar nicht drum kümmern, mit denen streiten bringt sowieso nichts. Höchstens schlechte Laune ;-)
    Grüße an alle GRA Leute und Unterstützer.

  20. Gibt es einen Grund warum auf der Seite von Report Mainz keine neuen Kommentare mehr gezeigt werden? Seit Fr. 08.07 gibt es keine neuen Einträge. Der Eintrag eines Bekannten und mein Eintrag den ich ebenfalls am Freitag erstellt habe sind noch nicht online. Ich hoffe die werden mit Kommentaren überflutet….

  21. Der Bericht ist ein schönes Beispiel dafür wie in den Medien mal wieder die Wahrheit für Geld und gute Einschaltquoten geopfert wird. Und so wird es auch weitergehen, solange es schlecht informierte Menschen gibt, die so einen Schwachsinn ohne nachzudenken glauben.

  22. Herzlichen Glückwunsch! Das meine ich absolut ernst, auch wenn die Berichterstattung natürlich von einer offenbar massiv linken Grundeinstellung der “Journalisten” geprägt ist – es gibt einfach keine schlechte Publicity. Für die GRA ist es doch, wenn sie einmal wirklich groß werden möchte, derzeit sehr wünschenswert, öffentlich wahrgenommen zu werden. Wenn die GRA als Teil einer starken Waffenlobby dargestellt wird, dann ist das m.E. ein positives Zeichen.

  23. Sogar “der Freitag” Blog erwähnt diesen Report:

    “Immer unzufrieden

    Einstweilen in der ARD-Mediathek zu sehen (ab ca. 13. Minute), nach gesetzlich vorgeschriebene Herunternahmefrist dann voraussichtlich noch auf youtube: “Report Mainz” vom vorigen Dienstag.

    Die im “Report”-Beitrag dargestellte German Rifle Association stellte nach Sendung ihre Seite der Story online.”
    https://www.freitag.de/autoren/justrecently/nato-und-eu-kompatibel-verteidigungsfaehig

  24. Diese Mail habe ich heute vom SWR auf meine Beschwerde Mail bekommen.

    Sehr geehrter Herr…..

    haben Sie herzlichen Dank für Ihr E-Mail zu dem Beitrag über kriegswaffenähnliche, halbautomatische Gewehre in der „Report Mainz“-Sendung vom 05. Juli 2016. Wir haben dazu viele Zuschriften erhalten, was zeigt, dass es sich dabei um ein kontrovers diskutiertes Thema handelt. Ich kann Ihnen versichern, dass sich die Kolleginnen und Kollegen der „Report Mainz“ Redaktion sehr intensiv mit Ihren Meinungen, Anregungen und Ihrer Kritik auseinander gesetzt haben.

    Aufgrund der Vielzahl von E-Mails kann ich leider nicht auf jeden Ihrer Kritikpunkte individuell eingehen. In Absprache mit der Redaktion werde ich jedoch zu den wesentlichen Aspekten Stellung nehmen.

    Lassen Sie mich zunächst allerdings noch einmal den inhaltlichen Ansatz der Redaktion erläutern.

    Ungeachtet der Tatsache, dass Sportschützen und Jäger in der Mitte dieser Gesellschaft fest verwurzelt sind und von den Behörden eng auf ihre Zuverlässigkeit und Sachkunde überprüft werden, hat es die Redaktion für eine journalistisch und gesellschaftspolitisch relevante Fragestellung gehalten, inwiefern Sportschützen und Jäger auch halbautomatische, kriegswaffenähnliche Gewehre benutzen können sollten. Dies geschah vor dem Hintergrund von Verbotsforderungen der EU-Kommission und aus den Reihen von Politik und Experten. Das Thema wird seither auf politischer Ebene kontrovers diskutiert, aber nicht nur dort: So hatte etwa das Bundesverwaltungsgericht kürzlich die Ausübung der Jagd mit halbautomatischen Waffen, die über eine Magazinkapazität von mehr als zwei Patronen verfügen, verboten, was zu einer Debatte in der Fachwelt führte. Auch aufgrund der insgesamt steigenden Zahl legaler Waffen in Deutschland hielt die Redaktion die Fragestellung daher für einen legitimen Ansatz.

    Zu den einzelnen Kritikpunkten möchte ich gerne Folgendes ausführen:

    –        Moniert wurde „Report Mainz“ habe anhand von Internetvideos Schießübungen (etwa aus dem Auto heraus) gezeigt, die mit dem deutschen Schützensport nichts zu tun hätten. Nach Ansicht des Beitrages komme ich zu dem Ergebnis, dass von der Redaktion zu keinem Zeitpunkt behauptet wurde, es bestünde eine solche Verbindung. Es ging an dieser Stelle des Beitrags vielmehr um die Funktionsfähigkeit der in Rede stehenden Waffenmodelle, die es auch in Deutschland zu kaufen gibt. Wörtlich heißt es im Text: “Mit aufwändig produzierten Internet Videos zeigen Hersteller, wie schnell man mit diesen Waffen schießen kann.”

    –        Vielfach wurde der Zusammenhang zu dem Attentäter Anders Breivik kritisiert. Tatsache ist, dass Anders Breivik mit einer „Ruger Mini 14“ ein halbautomatisches Gewehr besaß. In seinem sog. Manifest war es ihm besonders wichtig zu schreiben, dass es sich um die militärähnlichste Waffe handelte, die er bekommen konnte. Anhand dieses Beispiels wollte die Redaktion deutlich machen, welche Fantasien diese Waffen bei Menschen auslösen können, die solche Waffen missbrauchen.

    –        Der Amoklauf in Orlando wurde nach letzten Erkenntnissen mit dem halbautomatischen Gewehr „Sig Sauer MCX“ begangen, einem Gewehr, das unzweifelhaft militärähnlich ist. Indem die Redaktion auf dieses Beispiel hingewiesen hat – was ebenfalls kritisiert wurde –, wollte sie auch hiermit deutlich machen, welche Schäden damit angerichtet werden können. Sicherlich ist das amerikanische Waffenrecht nicht mit dem deutschen vergleichbar, wobei unbestritten sein dürfte, dass es in den USA, basierend auf dem zweiten Amendment der Verfassung, in der Gesamtschau ein liberaleres Waffenrecht als in Deutschland gibt. Dass ein Missbrauch mit legalen Waffen auch in unserem Land nicht völlig auszuschließen ist, hat jedoch die Vergangenheit gezeigt. Im Übrigen wurde in dem Beitrag auch darauf hingewiesen, dass es in der jüngsten Vergangenheit zu keinen größeren Vorfällen mit halbautomatischen, kriegswaffenähnlichen Gewehren kam. Somit wurde einem zentralen Argument vieler Sportschützen und Jäger Rechnung getragen.

    –        In diesem Zusammenhang möchte ich ergänzen, dass in dem Beitrag zu keinem Zeitpunkt behauptet wurde, es sei bei den Anschlägen in Paris mit den in Rede stehenden Waffen-Modellen geschossen worden. Die Frage nach den benutzten Waffen bei den Anschlägen war ohnehin nicht Gegenstand der Berichterstattung. Nur an einer Stelle gab es insofern einen Bezugspunkt, dass „Report Mainz“ berichtet hat, die EU-Kommission habe „auch unter dem Eindruck der Anschläge von Paris“ ein Verbot vorgeschlagen. Dies trifft zu, da die bereits seit längerem diskutierte Novellierung der EU-Waffenrecht-Richtlinie nach den Anschlägen forciert wurde.  

    –        Kritisiert wurde der Begriff „halbautomatisches Sturmgewehr“. Tatsächlich versteht man unter “Sturmgewehr” in der Regel das vollautomatische Kriegsgewehr. Die Bezeichnung ist allerdings kein feststehender juristischer Begriff. In vielen Medienveröffentlichungen wird “Sturmgewehr” auch für halbautomatische kriegswaffenähnliche Gewehre benutzt. Hersteller und Lieferanten ziehen in ihrer Werbung häufig Parallelen zur Kriegstechnik. Um Irritationen zu vermeiden, werden wir den Begriff „Sturmgewehr“ in Zusammenhang mit kriegswaffenähnlichen halbautomatischen Gewehren dennoch künftig nicht mehr benutzen.
    Hinsichtlich des Aussehens der Waffen kann man sicherlich unterschiedlicher Auffassung sein. Im Beitrag haben wir diese unterschiedlichen Positionen durch Statements der GdP bzw. des Bundesinnenministeriums abgebildet.

    –        Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich darauf, „Report Mainz“ habe die “German Rifle Association” (GRA) in die Nähe der AfD gerückt. Dies trifft nicht zu. Parteipolitische Zusammenhänge wurden in dem Beitrag nicht thematisiert. Tatsächlich gab es – das hat die Rücksprache mit dem Autor ergeben – während des Interviews mit Herrn Schieferdecker, der unter Sportschützen und Waffenbesitzern offenbar ein vielgefragter Ansprechpartner ist, die Frage, ob ein Waffenverbot wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, Sportschützen und Waffenbesitzer in Parteien wie die AfD hineintreiben könnte. Diese Frage erfolgte vor dem Hintergrund, dass die AfD – im Gegensatz zu anderen Parteien – Verschärfungen des EU-Waffenrechts weitestgehend ablehnt. Dass die GRA daraus ableitet, „Report Mainz“ habe versucht „eine Nähe zur AfD zu konstruieren“, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    –        Schließlich haben einige Zuschauerinnen und Zuschauer nach dem Zustandekommen der Filmausschnitte von der Veranstaltung der „German Rifle Association“ gefragt. Hierzu bitte ich um Ihr Verständnis, dass die Redaktion prinzipiell keine Auskünfte darüber geben kann, welche Informationen auf welchem Wege die Redaktion erreichen. Informantenschutz ist für die Redaktion ein hohes Gut und wird in Deutschland durch einschlägige Gesetze garantiert. Nur so kann kritischer Journalismus auch in Zukunft gewährleistet bleiben. Ich darf Ihnen versichern, dass die Redaktion Informationen sorgfältig überprüft und bewertet und zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte ggf. bearbeitet, bevor diese gesendet werden.    

    Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass es keineswegs Absicht von „Report Mainz“ war, Sportschützen und Jäger unter Generalverdacht als „potentielle Mörder oder Terroristen“ zu stellen. Nach meiner Auffassung sollte es in einem ARD-Politikmagazin wie „Report Mainz“ aber möglich sein, die grundsätzliche Frage nach der Verfügbarkeit bestimmter Waffen zu stellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Christoph Hauser
    Fernsehdirektor

    SWR
    Südwestrundfunk
    Hans-Bredow-Straße
    76530 Baden-Baden

    Telefon 07221 929-22911
    Telefax 07221 929-22021
    christoph.hauser@swr.de

    1. Was sagt man dazu? M.E. macht es das nicht besser, denn das Eine ist vielleicht, was rein tatsächlich gesagt wird. Das Andere ist aber, in welchem Kontext, denn eine Assoziation ist für den Zuschauer so, als sei es gesagt worden.

      Die Antwort macht es auch deshalb nicht besser, weil es doch zeigt, dass dieser Pressevertreter anscheinend sogar die Tatsachen wirklich kennt! Dann jedoch muss man erst Recht fragen, weshalb solche Berichte produziert werden?! Falsche Berichte aus Unwissenheit der Reporter sind ja schon schlimm genug. Aber bewusste Irreführung der leicht zu beeinflussenden Zuschauer hat eine ganz andere Qualität und kann nur noch als gezielte Manipulation, nicht aber als Journalismus bezeichnet werden!

    2. Meine Güte, Absichten und gezieltes im Kontext erwähnen sowie die bewußte Falschverwendung, anstelle einer Klärung, von Begriffen ist und Bleibt Manipulation. Wenn das aus weitreichende Unkenntnis gescheit ist es schon schlimm, wenn es aber manupulativ geschieht, unter dem Deckmantel der Unkenntnis dann ist das schlicht rechtswidrig.

      Schon die penetrante Verwendung von Kunstworten wie “kriegswaffenähnliches Gewehr” macht offenkundig woher der Wind in der Redaktion weht!

      Auch werden als Beispiele angeführte Delikte schlicht “nach Gefühl” nicht nach nachweisbaren Fakten “ausgewertet” und mit diffusen Sprüchen” welche Schäden..” garniert.

      Der Beitrag hat vor allem ein garnicht geleistet, inhaltlich der Fragen nach der Verfügbarkeit und Deliktrelevanz offen gestellt.

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